23
Jul
2012

Kalkül (aktuelle Frage)

 
Das lateinische Wort "calculus" von "calx" (Kalk oder Kalkstein) bedeutet "Rechenstein, Spielstein". Der Rechenstein diente während der Entwicklung der Hochkulturen (Ägypter, Sumerer, Babylonier) zum Abbilden von Zahlen, war also wie die calculi auf einem Abakus ein Hilfsmittel, um sich das Rechnen zu erleichtern. In den formalen Wissenschaften ist der Kalkül ein System von Regeln, mit deren Hilfe sich aus gegebenen Aussagen weitere Aussagen gewinnen lassen. Als Repräsentantin des Denkens bedienen sich die Sprachen der Kalküle, um die Abfolge von Gedanken neuronal zu regeln. Der 'einfachste' Kalkül ist der Satz. Das Subjekt des Satzes initiiert über das Prädikat wie, wer oder was als 'Regler' einem wahrgenommenen oder vorgestellten und durch den Satz vermittelten Objekt (Objekt des Satzes) sich verhielt, verhält oder verhalten wird.

Mit dem Begründungsvorgang der Kybernetik durch Helmar Frank erfährt der Begriff, indem er zum Kalkül erhoben wird, eine wesentliche Erweiterung. Der Begriff wird nun zwar nur als ein Hauptsatz formuliert, aber das Prädikat drückt zugleich eine Handlung aus, welche sich eigens als Regelung ableiten lässt.

SUMMA
Begriff: "Der Mensch ist ein vernunftbegabtes Lebewesen."
Kalkül: Der Mensch entwickelt sich zum vernunftbegabten Lebewesen.
 
Regelkreis-Kalkuel
 

22
Jul
2012

Was ist ein Begriff? (aktuelle Frage)

Nach Aristoteles ist Sokrates der erste gewesen, der nicht nur danach fragte, woraus etwas geworden ist, sondern danach, was es ist (τί ἐστι). Ziel des sokratischen Fragens war eine allgemein gültige, unbezweifelbare Definition (ὁρισμός), die er in Gesprächen mit seinen Gesprächspartnern entdecken wollte. Dabei gibt sich Sokrates nicht mit einzelnen Fällen oder Beispielen einer Sache zufrieden. So fragt er nicht nach Beispielen gerechten Handelns, sondern möchte wissen, was die Gerechtigkeit selbst ist. Er forderte seine Gesprächspartner auf, das Allgemeine (καθόλου, wörtlich: hinsichtlich des Ganzen) aus dem Einzelnen (ἕκαστον) herauszuarbeiten. Das ist das, was bei aller Mannigfaltigkeit der Einzelfälle immer identisch bleibt.

(vgl. Chr. Axelos: Allgemeines, Besonderes, in: Historisches Wörterbuch der Philosophie 1, S. 164 f.; ebenso: Gernot Böhme: Platons theoretische Philosophie, Metzler Verlag, 2000 (Lizenzausgabe der WBG S. 116)

„Zweierlei ist es, was man mit Recht dem Sokrates zuschreiben kann: die Induktionsbeweise und die allgemeinen Definitionen; dies beides nämlich geht auf das Prinzip der Wissenschaft. Sokrates setzte das Allgemeine und die Begriffsbestimmungen nicht als abgetrennte, selbständige Wesen; die Anhänger der Ideenlehre aber trennten es ab und nannten dieses Ideen der Dinge."

(Aristoteles: Metaphysik, 1078b, übersetzt von Hermann Bonitz)

Aristoteles nennt das Allgemeine, das vielem Besonderen zukommt, das Wesen (οὐσια) einer Sache. Er nennt den Begriff auch oft "λόγος und ὅρος", um die Notwendigkeit der sauberen Ab- oder Eingrenzung in Bezug auf das vielerlei Einzelne aufzuzeigen. Daher rührt auch der lateinische Ausdruck für Begriff "definitiv" (Abgrenzung).

SUMMA: Ein Begriff (Definition) umfasst zwei Teile. Der erste ordnet den Begriff in eine Gruppe von Begriffen ein (Der Mensch ist ein Lebewesen). Der zweite Teil ordnet dem Begriff das zu, was ihn in der Gruppe besonders (wesentlich) auszeichnet (Vernunft --> "vernunftbegabtes Lebewesen").

21
Jul
2012

Hoheslied der Liebe

Hoheslied der Liebe
(1. Korinther 13)

Die Liebe ist langmütig,
die Liebe ist gütig.
Sie ereifert sich nicht,
sie prahlt nicht,
sie bläht sich nicht auf.
Sie handelt nicht ungehörig,
sucht nicht ihren Vorteil,
lässt sich nicht zum Zorn reizen,
trägt das Böse nicht nach.
Sie freut sich nicht über das Unrecht,
sondern freut sich an der Wahrheit.
Sie erträgt alles,
glaubt alles,
hofft alles,
hält allem stand.
Die Liebe hört niemals auf.

Apostel Paulus

20
Jul
2012

Hoheslied der Kunst

Kunst ist Natur der Natur.
Sie offenbart dem Leben das Leben.
Kunst ist Freiheit.
Sie setzt Wahrheit ins Werk.
Kunst ist Reichtum der Intuition.
Sie zeigt nicht Sichtbares, sondern macht sichtbar.
Kunst ist Philosophie der Seele.
Sie denkt in inneren Bildern.
Kunst ist persönliches Geschenk der Natur.
Sie kann nicht verdient werden.
Kunst ist Leben.
Sie gebärt Religion, Philosophie, Wissenschaft.
Kunst ist Glauben, Hoffen, Lieben.
Sie ist für die Augen unsichtbar und nur mit dem Herzen zu sehen.

Abgewandeltes Zitat:
Z4 Martin Heidegger
Z6 Paul Klee
Z14 Antoine de Saint-Exupéry

19
Jul
2012

Ich-Vertrag

Der Ich-Vertrag ist keine Autosuggestion. Da er den Glauben an sich selbst voraussetzt, hat es zwar zunächst den Anschein von Selbstsuggestion, aber das ist nicht verwunderlich, da die vom Gehirn formulierten Ich-Zusagen allesamt Initiationscharakter haben.

Das Ich entsagt allen Einflüssen der Selbstentfremdung. "Ich bin ich!". Es ist daher gleichgültig, ob ich positiver oder negativer Erziehung ausgesetzt war. "Ich habe mich selbst!" Es ist daher gleichgültig, welche Bildung ich genossen habe. "Deshalb tue ich nur das, was ich (von mir aus) selbst kann!" Es ist daher gleichgültig, ob mir mein Können durch andere bestätigt und dokumentiert wurde. "Deshalb wähle ich die Kunst, die sich durch das, was sie ins Werk setzt, selbst bestätigt. "Der künstlerische Beruf ist durch das Ich gewährte Selbst-Berufung!" Dieser Beruf ernährt sich nicht durch Wissen, sondern ausschließlich durch den Glauben (emotionale Intelligenz). "Meine einzige anerkannte Lehrmeisterin ist die Intuition!" Deshalb vertraue ich ihr allein.

18
Jul
2012

Freiheit

Freiheit bedeutet die Verfügbarkeit eigener Möglichkeiten und das Vermögen, diese auch verantwortungsvoll zu verwirklichen. Dieses Vermögen wird körperlich durch die Bedürfnisse, seelisch durch das Gewissen und geistig durch die Begabung geregelt. Erziehen bedeutet dieses Selbstdenken als das intelligente, kritische Organisieren dieser Regelung bilden.
Als Fördern durch Fordern der Intelligenz setzt Erziehung wiederum das motorisch, emotionale und/oder geistig intelligente Vorbild voraus.

Hier aber tut sich ein Problem auf. Durch die Delegation von Erziehung an Kindertagesstätten, Schulen und Hochschulen wird Bildung bürokratisiert. Der Erzieher erzieht nicht mehr aus Berufung, sondern von Berufs oder Amts wegen. Statt Vorbildlichkeit wird die Rolle in der Hierarchie ausschlaggebend. Der Erzieher als Vorbild wird curricular erstickt. Erzieher-Attrappen statt Vorbilder glänzen nicht mehr durch pädagogische Ideen, sondern durch sprachlich kaschiertes Machtgehabe.

Was aber unternimmt ein Mensch, der nicht das Glück der Erfahrung einer helfenden, befreienden Erziehung hatte?

Diese Frage übergeht, dass die Natur neben ihrer Abhängigkeit von Erziehung zugleich auch ein Notprogramm gegen Unterdrückung aufweist. "Wo die Not am größten, wächst das Rettende auch!". Diese Erfahrung Hölderlins offenbart die Möglichkeit der Selbsthilfe durch die eigene Natur. Der Mangel an Erfahrungen mit Vorbildern versetzt das Gehirn in höchste Alarmbereitschaft, die Selbstorganisation beginnt, sich nur noch auf sich selbst zu verlassen. Um der Not zu entfliehen, wird die eigene Begabung bis an ihre Grenzen gefordert.

==>> Ich-Vertrag
 

17
Jul
2012

Leitfaden

Der innere Leitfaden eines Menschen ist gleichsam eine neuronale "rote Linie". Diese Linie wird durch Bildung, Erziehung und Charakter vorgezeichnet. Bildung und Ausbildung werden vor allem durch positive oder negative Vorbilder geregelt und unter Umständen durch die Persönlichkeit eines Menschen mehr oder weniger gestört.
Vor allem in der Pubertät wird die gesamte Entwicklung gewöhnlich radikal kritisiert. Es ist die Zeit, in der sich das gesamte neuronale Netz hormonell bedingt umorganisiert. Unter Umständen wendet sich der Jugendliche sogar gegen seine bisherigen Vorbilder.

Während der Zeit des neuronalen Umbaus ist das Gewähren der Freiheit der Selbstfindung außerordentlich wichtig. Nur so viel Hilfe zur Selbsthilfe wie unbedingt notwendig und damit so wenig möglich.

In seiner neuronalen Lebenslinie offenbart sich einem Menschen eine persönliche Wahrheit, die sich ihm in inneren Bildern der Seele zeigt. Diese Wahrheit lässt sich allein intuitiv erfahren und deshalb auch nicht sprachlich erfassen. In nicht wenigen Fällen gestalten sich frühe Bilder zu einer beruflichen Vorstellung oder besser: zur Berufung für eine ganz bestimmte Aufgabe oder einen ganz bestimmten Dienst wie zum Beispiel Lehr- und Heilberufe.

Seelisch vermittelte Bilder wie der Schutz durch eine göttliche Macht lassen sich immer nur im Nachhinein verstehen und als günstige Fügungen verstehen. Dieser Vorgang entzieht sich auch jeglicher wissenschaftlichen Beschreibung, da sich nun einmal Phänomene des Unendlichen nicht endlich definieren lassen.

Aber unbegrenztes Glauben und Vertrauen vermag die Grenzen begrenzten Wissens und ständigen Sich Vergewisserns zu überschreiten. Die Seele kann glauben, was der Verstand nicht weiß. In Angelegenheiten des Glaubens aber ist allein die innere Stimme der Seele zuständig und nicht etwa Ratschläge des Verstandes. Handeln, das sich am inneren Leitfaden orientiert, geschieht mit Kopf, Herz und Hand.    

16
Jul
2012

Bilder statt Erinnerungsbilder

Bei Erinnerungsbildern droht die Gefahr, sich in vergangenen Ereignissen zu verlieren, statt in ihnen Momente einer Entwicklung zu sehen. In der Freude, sich an gewisse Situationen wieder erinnern zu können, geht die eigentliche Absicht unter, sich als sich selbst zu entdecken.
Die Möglichkeit, sich dabei zu verlaufen, liegt in der Natur der Sache, denn je mehr sich das Betrachten Details zuwendet, um so eher hemmt sie zugleich das Bemühen um Verallgemeinerung. Verallgemeinerung ist aber die Bedingung der Möglichkeit des Erkennens eines Weges. Einen Weg erkennt man nicht, indem man sich auf einzelnen Stellen konzentriert, sondern den gesamten Verlauf im Blick behält.

Im Gegensatz zu Erinnerungsbildern werden Vorbilder im Nachhinein eher unter einem Gesichtspunkt der eigenen Entwicklung betrachtet. Es treten bestimmte Personen mit ihren Einstellungen und Wertvorstellungen, die ein Leben beeinflusst haben mehr oder weniger deutlich in den Vordergrund. In manchen Fällen haben sie wichtige Entscheidungen getroffen oder Ideen gehabt. Es kann sogar sein, dass diese bis ins gegenwärtige Tun. unter Umständen über Jahrzehnte, hineinwirken.

==>> Leitfaden

15
Jul
2012

Wegmarken

Die Aufforderung, im Rahmen einer Bewerbung einen Lebenslauf zu schreiben, geht von der Annahme aus, dadurch wichtige Marken eines Lebensweges zu erhalten.
Von einer vergleichbaren Annahme wird das Führen eines Tagebuches, das Schreiben von Autobiografien oder Memoiren geleitet.

Aber wie verlässlich sind Erinnerungsbilder eigentlich? In der Regel werden Erinnerungsbilder aus Selbstschutz der Seele passend ausgewählt oder sogar schöngefärbt. Die Färbung hängt vor allem von der Stimmung und der Einstellung des Schreibenden ab.
Der Selbstschutz der Seele lässt sich daran feststellen, dass sie von sich her bestimmte Bilder für die Erinnerung entweder freigibt hemmt oder gar sperrt.
Bei manchen führt das dazu, dass sie sich an frühe Ereignisse ihrer Kindheit überhaupt nicht mehr erinnern können. Das ist kein Grund zu klagen, denn gemeinhin wird der Wert von Erinnerungsbildern ohnehin überschätzt. Dabei wird übersehen, dass es vor allem auf die Rolle der Vorbilder, die einen Lebensweg entscheidend negativ oder positiv beeinflussen, ankommt

Welche Erinnerungsbilder auch immer David von seiner Mutter hatoder auch nicht hat, sie ändern alle nichts daran, dass sie ihm als Mutter nicht nur kein Vorbild war, sondern ihn sogar im Stich gelassen hat. Warum also sollen ihn Erinnerungen an eine lieblose Mutter belasten?

Die bisherige Erfahrung mit Erinnerungsbildern zeigt, dass die Anstrengungen, welche das Belichten solcher Bilder kostet, letztlich zu keinem wesentlich besseren Erkenntnisgewinn führen als Reflexionen.


==>> Bilder statt Erinnerungsbilder

14
Jul
2012

Rolf

Zu Rolf, dem Führhund seines Vaters, hatte David eine besondere Beziehung. Oft lag er mit dem Schäferhund zusammen auf dem Flur, damit dieser nicht so allein war.Einmal in der Woche fuhr er zum Schlachthof, um für den Schäferhund Fleisch zu besorgen. Anfänglich lernte David von Rolf allein durch das Mitgehen, wie man einen blinden Menschen führt, z.b. einer Markise auszuweichen.
David bewunderte vor allem, dass Rolf stundenlang im Büro in der Ecke auf seinem Platz lag und geduldig das Ende der Bürozeit abwartete.

Zweimal am Tag hatte Rolf Ausgang. Er streifte dann durch die Gegend. Seine Lieblingsbeschäftigung war das Jagen von Katzen. Ein unvergesslich schönes Erlebnis war für David die Begegnung Rolfs mit Herrn Sernatinger. David beobachtete öfters, wie Herr Sernatinger Rolf ärgerte, ohne dass sich dieser wehren konnte. So bewarf er Rolf, wenn dieser seinen Vater führte mit kleinen Kieselsteinen. Der Führhund reagierte überhaupt nicht, so dass der blinde Mann nichts zu merken schien. Aber eines Tages kam für Rolf der Tag der Rache und David durfte das zufällig miterleben. Als er nämlich den Schäferhund aus dem Haus ließ, kam er Sernatinger auf seinem Fahrrad des Weges. Bevor David sich versah, saß Rolf auf dem Gepäck des Fahrrads, die Vorderpfoten auf Sernatingers Schultern, zog ihn, ohne zu beißen vom Fahrrad und trottete von dannen. Wenig später erschien die Polizei und David erzählte den beiden Beamten Geschichte und Vorgeschichte. Rolfs Maßnahme hatte daraufhin keine weiteren Folgen.

Jedenfalls hatte sich Rolf durch diese artistische Aktion ziemlichen Respekt im Niederhof verschafft. David war stolz auf ihn. Jedoch sollte ein Ereignis eintreten, das Davids Aufnahmeprüfung ins Gymnasium sehr stark gefährdete. Einige Tage vor dem Prüfungstag kehrte Rolfe nicht von seinem morgendlichen Auslauf zurück. Als sich David mit seinem Vater auf die Suche nach ihm machten, fanden sie ihn schließlich hechelnd am Straßenrand liegen. Er war wahrscheinlich von einem Motorrad angefahren worden. David gelang es, Rolf zuzureden, sich mühsam nach Hause zu schleppen. Der sofort gerufene Tierarzt stellte einen Lungenriss fest und erklärte, dass der Hund nicht mehr zu retten war. David und Marie mussten zwischenzeitlich im Kinderzimmer bleiben. Der Arzt musste ein zweites Mal zur Apotheke fahren, weil die erste Spritze zu schwach war, um den Hund zu töten. Dann war alles vorbei. Als David und Marie aus dem Kinderzimmer durften, war Rolfs Platz im Flur bereits leer. Davids Vater und sein Freund hatten ihn weggebracht und beerdigt, ohne zu verraten wo. Da David und Marie unaufhörlich darum bettelten, Blumen zu Rolfs Grab bringen zu dürfen, wurde schließlich beschlossen, dass sie das beim kommenden Sonntagsspaziergang tun dürfen. Das sollte für die beiden ein schreckliches Erlebnis werden, denn als sie zu Rolf Grabs am Rand eines nahe liegenden Waldes kamen, hatte eine Fuchs das Grab geöffnet und das verwesende Tier gerissen, so dass David und Marie das Gerippe sahen. Und hier bricht Davids Erinnerung zu disem Ereignis ab.
In seinem Deutschaufsatz zur Aufnahmeprüfung, in dem über ein wichtiges Erlebnis geschrieben werden sollte, hat sich David die ganze Trauer und wohl auch Wut von der Seele geschrieben. Die Bestbewertung dieses Aufsatzes hat ihn dann auch durch die kritische Aufnahmeprüfung gezogen.

==>> Wegmarken?

13
Jul
2012

Sehnsucht

In David erwachte das Verlangen, mehr von dem zu erfahren, was da vor sich ging. Immer mehr verspürte er ein großes Unbehagen, dass er in der Schule nicht das erfuhr, was ihn wirklich interessierte. Langeweile, nur Langeweile, nichts wie Langeweile. Das war die Zeit, als ihm der Italienerjunge Peter Corti vom Gymnasium erzählte und sagte, dass er unbedingt dorthin wollte, weil man da sehr viel lernen könne. An diesem Tag kam David nach Hause und erzählte zum Entsetzen von Betty, dass er aufs Gymnasium gehen wolle. Tante Betty rastete schier aus vor Zorn. Schließlich hatte sie für David eine Lehre in der Maggi vorgesehen. Und dafür würde doch wohl der Besuch der Hauptschule vollauf genügen. Ihr wichtigstes Argument war, David solle möglichst bald Geld verdienen. Auch Davids Vater war davon keineswegs begeistert. Zudem wollte er seiner Haushälterin nicht widersprechen. Er hatte ja selbst nur eine Lehre gemacht, um Speditionskaufmann zu werden. Mehr hatte ihm seine Mutter, eine vermögende Weingutbesitzerin ohne höhere Schulbildung, nie zugetraut. "Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm!", und so kam David auf die Hauptschule. Aber schon nach dem ersten Schultag sprach der Klassenlehrer David an, um zu erfahren, warum er in der Hauptschule angemeldet worden war. David erklärte ihm, dass er nicht aufs Gymnasiums dürfe. "Aber auf dieser Schule bist Du völlig verkehrt! Das müssen wir schnellstens ändern!"
Nachmittags bekam sein Vater Besuch von einigen Lehrern. Am nächsten Morgen wurde David von seinem Klassenlehrer Engesser in die Klasse der Mittelschule, die im selben Gebäude lag, gebracht. Einen Monat später meldete sich zum Schrecken von Davids Vater der Pfarrer wieder einmal zu einem Gespräch an. Pfarrer Sachs wollte ihn davon überzeugen, dass er seinen Jungen aufs Gymnasium schicken soll. Aber Pfarrer Sachs, der in der Stadt hohes Ansehen genoss, scheiterte am Widerstand Tante Bettys. Pfarrer Sachs erzählte David davon und versprach, nicht aufzugeben. Und so wiederholte er seine Forderung alle paar Monate. Auch das blieb ohne Erfolg. Betty Reichert verhinderte mit aller Kraft, dass David die Chance bekam, eine bessere Schule zu besuchen als ihr eigener Sohn Hugo. Als sie jedoch eines Tages eine Einladung vom Jugendamt in Händen hielt, kochte sie vor Wut. Sie empfand die Ladung als außerordentliche Zumutung. "Denen werd' ich's schon zeigen, wer hier das Sagen hat!"
Wenig später erklärte der Vater David, dass er mit ihm zum Gymnasium müsse. Er hätte eine Einladung von einem Direktor Götz, und zwar ausdrücklich ohne Frau Reichert. Eine Woche später war es dann so weit, und David führte seinen Vater zu diesem Termin beim Leiter des Gymnasiums. Nach Anmeldung bei der Sekretärin wurden die beiden in das Dienstzimmer des Direktors geführt. David durfte bei dem Gespräch dabei bleiben. Der Direktor las Davids Vater einen Bericht der Schulen vor und die Bitte des Jugendamtes, diesen durch eine Aufnahmetest zu überprüfen. Herr Götz fragte David, ob er denn unbedingt auf's Gymnasium wolle. Dann erklärte er ihm die Vorteile der Mittelschule. Zum Schluss fragte er David erneut, warum er unbedingt das Gymnasium besuchen wolle. David erklärte, dass er später wie sein Onkel Julius Arzt werden will, und dazu braucht er unbedingt das Gymnasium. Sein Onkel habe ihm das in den letzten Sommerferien während einer Visite über Land gut erklärt. Der Direktor ließ sich durch die Argumente Davids überzeugen. Dann kam er auf ein Problem zu sprechen, denn David könne nur in die Quinta und nicht in die Sexta eintreten. Die Quinta aber hat bereits ein Jahr Französisch, und ohne einen Französischtest sei die Aufnahmeprüfung nun einmal nicht gültig. Dann erklärte er, dass er mit dem Französischlehrer Dr. Wolf gesprochen und dieser einen Ausweg vorgeschlagen habe. "Also, David, Du solltest diesen Test auf jeden Fall machen." David und jetzt auch sein Vater stimmten zu. Zwei Wochen später, absolvierte David an drei Tagen den Französisch-, Mathematik- und Deutsch-Test.

==>> Rolf

12
Jul
2012

Neugier

Neugier bedeutet wörtlich "auf Neues begierig". Neugier ist ein Innenreiz, der das Verlangen weckt, Neues oder Verborgenes kennen zu lernen. Um das zu fördern schenkte ihm sein Vater einen Märklin Technikbaukasten, mit dem sich u.a. Elektromotoren bauen ließen. Also baute sich David seinen ersten Elektromotor. Er lernte so das Prinzip kennen, nach dem ein solcher Motor funktioniert. Eine Spule oder Rotor bzw. Anker dreht sich zwischen zwei Magneten, sie dreht sich in einem Magnetfeld. Der Nordpol der Spule und der Nordpol des Magneten stoßen sich ab. Und weil sie sich abstoßen, dreht sich die Spule nach rechts. Der Nordpol der Spule und der Südpol des Magneten ziehen sich an. Also dreht sich die Spule weiter. Der Nordpol der Spule steht am Südpol des Magneten. Die Spule kann sich nicht weiterdrehen. Es erfolgt eine Umpolung, der Strom im Elektromagneten fließt in die andere Richtung, also aus dem Nordpol des unteren Magneten wird ein Südpol. Also stoßen sich Rotor und Statormagneten wieder ab, indem sich der Rotor dreht. Dann wieder Umpolung - der Rotor dreht sich wieder zum anziehenden Pol. Passiert das schnell genug, ist das keine ruckartige Drehung mehr, sondern eine gleichmäßige Rotation. Aber bei Davids Motor tat sich nichts. Schritt für Schritt las er seinem Vater das vor, was neben der Bauskizze stand. Immer wieder sagten sich beide: Nord- und Südpol eines Magneten ziehen sich an und gleiche Pole stoßen sich ab. Fließt Strom durch einen gewickelten Draht, also die Spule, dann entsteht ein Magnetfeld um den Draht. Man erhält einen starken Elektromagneten. Trotz stundenlanger Überprüfungen kamen die beiden zu keinem Ergebnis. "Frag' doch 'mal Herrn Schrott, ob der uns weiterhelfen kann." Trotz Sonntagnachmittag kam Herr Schrott sofort, aber er konnte den Fehler auch nicht finden, rief aber Herrn Mesmer zu Hilfe, auch ergebnislos. Der rettende Einfall schließlich, Herrn Klopfer zu fragen. Dieser kam ebenfalls sogleich und fand auch bald den Fehler. Der Abstand der Kohlebürsten zum Rotor stimmte nicht. Deshalb konnte kein Strom fließen. Alle waren froh, als das kleine Motörchen in der inzwischen völlig von Zigaretten und Pfeife verrauchten Küche schnurrte. Beide, David und sein Vater bedankten sich sehr. Über dieses Experiment war inzwischen der gesamte Sonntagnachmittag vergangen, ohne dass sich jemand, außer Tante Betty, darüber beklagte. Es schien sogar allen viel Spass gemacht zu haben.


==>> Sehnsucht

11
Jul
2012

Davids Höhle

Davids Höhle war das Milieu, in dem er aufgewachsen ist, ein multikulturelles Fabrikarbeiterviertel. Alle Familien hatten mindestens einen Angehörigen, der in der Suppenfabrik arbeitete. Das Arbeiterviertel der Fitting, auch Georg Fischer AG, ein ebenfalls in der Schweiz ansässiges Unternehmen, eine Eisengießerei, in der nahezu ebenso viele Arbeiter beschäftigt waren wie in der Suppenfabrik, nämlich etwa viertausend, bildete die Nachbarschaft zum Niederhof. An dieses Viertel schlossen sich wiederum im Osten, Richtung Radolfzell, die Arbeitersiedlungen des schweizerischen Aluminiumwerkes an, ein Werk, das nahezu so groß wie die beiden anderen war und zu Davids weiteren, selteneren Erkundungsräumen per Fahrrad gehörte. Dass Davids Heimatstadt zu den Städten im deutsch-schweizerischen Grenzland gehörte, war ihm eigentlich nie besonders bewusst. Das galt auch für die Unterschiede zwischen Schweizern und Italienern. Jedoch kamen die Schweizer nur zum Einkaufen in die Stadt. Nur sehr wenige wohnten auch dort. Die Atmosphäre im Niederhof wurde vor allem von den italienischen Familien geprägt.
In den Fabriken waren nahezu alle Einwohner der kleinen Stadt beschäftigt, ein also nicht gerade bildungsfreundliches Gelände.
Und unterrichten durften alle, die von der französischen Besatzung dazu bestimmt wurden. Wegen des großen Lehrermangels nach dem Krieg wurde notfalls mit einem schnellstens absolvierten Kurzstudium nachgeholfen. Die Qualitäten des Lehrens und Lernens wurde regelmäßig von der französischen Schulaufsicht kontrolliert. Die erzieherischen Maßnahmen einiger Lehrer bestanden darin, was sie im Krieg und Gefangenschaft gelernt hatten: Einsperren oder Schlagen. Das von den Franzosen aufgezwungene reformpädagogische Konzept kam ihnen sehr entgegen, konnten sie damit doch ihre methodischen und didaktischen Mängel nach außen hin gut kaschieren. Davids bildungshungrige, neugierige Seele konnte diese Lehrer einfach nicht ernst nehmen, mit anderen Worten, sie wurden mit dem schwierigen David kaum fertig. Im Unterricht des Deutsch- und Musiklehrers fasste sich David öfters ans Kinn, um mit leicht geöffneter Faust den nicht vorhandenen Spitzbart lang zu ziehen, was bedeutet: "Die Bartspitzen sind im Keller zu besichtigen!" Aber Herr Bürgesser nahm das humorvoll und bisweilen als Aufforderung, doch endlich mit seinem langweiligen Unterricht fortzusetzen. Bei der Vorgängerin dieses Lehrers, Fräulein Umrath gehörte David zu jenen, welche aus Strafe am meisten ihr Fahrrad putzen mussten. Fräulein Umrath könne es nun einmal nicht ertragen, wenn David sie im Unterricht korrigierte. Dennoch nutzte sie die Zeit nachmittags mit David, um sich von ihm nach getaner Arbeit bei Kuchen und Kakao unterrichtliche Verbesserungsvorschläge anzuhören. Als weitaus jüngste Lehrerin an der Schule, ein Mädchen noch, nahm sie diese sehr interessiert auf. Eines Tages wollte sie von David erfahren, woher er das alles wisse. Zu ihrer Überraschung erfuhr Fräulein Umrath von David, dass er selbst täglich unterrichtete. Um nämlich den vielen Schulstoff besser behalten zu können, brachte er diesen seiner in der Fantasie vorgestellten Schulklasse bei. Weil er nicht viele geistig helle Kinder in seiner Klasse hatte, musste er den Unterrichtsstoff immer und immer wieder erklären.

Durch die Strategie dieser Lehrerin pervertierte Davids Strafe zur Belohnung, denn er half Fräulein Umrath gerne. Es war wohl gut, das Tante Betty von alle dem nichts wusste, denn nur seinem Vater erzählte David auf den Nachhausewegen vom Büro von diesen Besuchen. Für David war das eine Form der unausgesprochenen Anerkennung, die er sonst zu Hause nicht erfuhr, gleichgültig, welche praktischen Versuche, Betty entgegenzukommen, er auch startete.

David hat darüber hinaus viel von seinem blinden Vater gelernt. Weil er ihn als Kind liebte und auch Mitleid für ihn hatte, bereitete er sich für die vielen Begleitungen immer sorgfältig vor. Auf dem Hinweg zum Büro beobachtete er die Umgebung sehr genau, um zu selektieren, was zu erzählen, für seinen Vater von Interesse sein könnte. Besonders freute ihn, wenn wieder einmal viele LKWs der Spedition Haniel an der Lade- und Entladerampe der Suppenfabrik standen, denn als ehemaliger Expedient bei Haniel interessierte das seinen Vaters ganz besonders. So ließ er sich von David diese LKWs sehr genau beschreiben. Der Nachhauseweg führte ja zum größten Teil an diesem Fabrikgelände vorbei. Besonders spannend wurde es, wenn die große Güterzuglokomotive über die Straße dem Gelände entlang Güterwagen hin und rangierte. Eines Tages sagte David seinem Vater, dass er so eine Lokomotive gern einmal von innen sehen möchte. Sein Vater sagte nichts, blieb einfach auf dem Rangiergleis stehen und hielt einen weißen Stock ausgestreckt vor sich, was als Zeichen "Stopp" bedeutete. Der Rangiermeister kam sofort angerannt und ermahnte Davids Vater, das Gleis sofort zu verlassen. Aber dieser bestand freundlich bittend darauf, dass sein Junge einmal die Lokomotive von innen sehen möchte. Der Rangierer schüttelte angesichts der eingegangenen Gefahr den Kopf und rannte zur Lokomotive, die sich bereits im Schritttempo näherte und sprang auf. Nach kurzer Zeit sprang er wieder herunter, rannte auf die Straße und gab dem Lokomotivführer mit seinem roten Fähnchen Zeichen. Die riesige Güterzuglokomotive blieb mitten auf der Straße kurz vor Davids Vater stehen. Der Lokomotivführer schaute aus dem Führerhaus und rief David zu sich. Dieser nahm die ausgestreckte rusgeschwärzte Hand und kletterte in die Lokomotive. Wegen der inzwischen hupenden Autos konnte er nur einen beeindruckenden Blick erhaschen, stieg wieder hinab und rannte zu seinem Vater zurück. Der Nachhauseweg und der Rangiervorgang wurde fortgesetzt, nachdem David noch einmal gewunken und sein Vater sich bedankt hatte. Seltsamerweise wurde über diese Ereignis nie mehr gesprochen, wohl deshalb, weil das für Davids Vater eine Selbstverständlichkeit war. Doch für David war es ein sensibler Punkt, denn er begriff, dass es selbstverständlich ist, dass geklärt wird, sobald etwas unklar ist. Diese Erwartungshaltung prägte sein Verhalten in der Schule. Er hatte nirgendwo Scheu zu fragen. Und er fragte fortan überall dort, wo andere sich das nicht mehr getrauten.

David konnte damals noch nicht ahnen, dass das Fragen sein Denken maßgeblich beeinflussen sollte.

==>> Neugier

10
Jul
2012

Höhlengleichnis

Was geschieht in der Höhle, von der Platon spricht?
Hat man sich an die Dunkelheit der nur von einem kleinen Feuer beleuchteten Höhle gewöhnt, dann erkennt man sehr bald, dass dort gegen die Wand hin gefesselte Menschen sitzen, die sich nicht umdrehen können und deshalb nur Schatten an der Höhlenwand sehen. Es sind die Schatten der Menschen, die hinter dem Rücken der Gefangenen und dem Feuer Gegenstände und Speisen hin- und hertragen. Die Gefangenen aber kennen allein die Schatten dieser Gestalten und halten diese Schatten also für die Gestalten selbst. Deshalb ordnen sie ihnen auch sogar die Stimmen zu, die sie hören. Die Schattenwelt ist die Welt so, wie die Gefangenen sie erleben. Die Gefangenen halten ihre Erlebniswelt für die Wirklichkeit, denn sie befinden sich von Geburt an in dieser Lage. Und Platon provoziert uns, indem er uns sagt, dass unsere sogenannte reale Welt nichts anderes ist als eine Schattenwelt. Das, was wir wahrnehmen, ist nicht mehr als Abschattung von etwas, was wir selbst nicht wahrzunehmen vermögen, weil wir uns ebenfalls nicht umdrehen, unsere Sichtweise nicht verändern können.
Dabei muss es jedenfalls nicht bleiben. Wir sind nicht dazu verurteilt, unser gesamtes Leben als Gefangene unserer Schattenwelt zu verbringen. Aber Platon macht auch nachdrücklich darauf aufmerksam, dass sich niemand selbst aus seiner miserablen Lage befreien kann. Jeder braucht einen Lehrer, der ihn befreit. „Erziehung“ ist für Platon der Name für diese Befreiung. In seinem Höhlengleichnis fragt Platon, was geschehen würde, wenn einer der Gefangenen in der Höhle befreit würde. Platon sagt, dass eine solche Befreiung gewaltsam geschehen müsste, weil sich niemand freiwillig von Gewohnheiten trennt, die ihn ein Leben lang bestimmt haben. Und wir alle spüren auch, wie sehr wir uns dagegen wehren, Platon zu glauben, dass alles, mit dem wir zu tun haben nicht mehr ist als Schatten. Statt uns in unserer Sichtweise zu wenden, halten wir lieber Platons Auffassungen für verdreht. Und einem Verrückten braucht man nicht zu folgen. Dennoch sollen wir uns nun vorstellen, dass einer der Gefangenen von seinen Fesseln befreit wird. Der so befreite Mensch kann sich jetzt umdrehen und plötzlich klar erkennen, dass das, was er sehen kann, überhaupt nichts mit dem zu tun hat, was er bislang für wahr gehalten hat. Allmählich gewöhnt er sich an seine Freiheit und folglich auch daran, Zusammenhänge erkennen zu können. So erkennt er die Schatten als Projektionen dieser Gestalten vor dem Feuer. Sie bewachen die Gefangenen, und er erkennt nicht nur die Schatten als Wächter, sondern er nimmt auch einen Weg wahr, der nach oben zum Höhlenausgang führt. Weil er neugierig geworden ist, folgt er diesem Weg vorsichtig nach oben, wohl darauf gefasst, dass die Höhle auch nicht die Welt ist und er jederzeit mit einer weiteren Überraschung rechnen muss. Als er schließlich zum Ausgang gelangt erfasst ihn ein kaum zu beschreibender Schrecken und er bekommt große Angst, weil er wegen des sehr grellen Lichts, das seine Augen blendet, nichts mehr erkennen kann. Als sich dann seine Augen an das Licht der Sonne gewöhnt haben, erkennt er wiederum ein Feuer. Das ist die Sonne der er nun gewahr wird. Er kommt zu dem Schluss, dass es sich bei den Dingen, die er nun wahrnehmen kann, wiederum nur um Abschattungen handelt. Deshalb folgert er, dass er erneut einen Weg finden muss, der ihn aus dieser Welt der Schatten hinausführt.

==>> Davids Höhle

Seit 16 Jahren BEGRIFFSKALENDER

Wolfgang F.A. Schmid

Ergänzende Webseiten

 

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Es gelten die Rechtsvorschriften für Webseiten der Universität Flensburg © Texte: Wolfgang F. Schmid (sofern nicht anders ausgewiesen) wfschmid(at)me.com Bilder: Ulrike Schmid (sofern nicht anders ausgewiesen) mail(at)ulrike-schmid.de

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