2
Mrz
2009

Oder?

oder

Konjunktion “oder”:

"Am schärfsten beobachtet ist der verschiedene Gebrauch von "oder", weil es im Lateinischen durch so verschiedenwertige Worte zu übersetzen ist wie sive, aut und vel. Im Deutschen ist der ungleiche Gebrauch leicht zu bemerken, Wenn man "oder" in diesen drei Bedeutungen ersetzt durch: oder vielmehr, oder aber, oder auch.
Etymologische Annahmen geben nun dazu einen merkwürdigen Anhaltspunkt; immer mit dem Vorbehalt, dass es eine sichere vorhistorische Etymologie eigentlich nicht gibt. "Und" scheint auf ein Sanskritwort zurückzuführen, welches auch (oder vielmehr) "ferner" bedeutet; "aber" weist noch sicherer auf ein Sanskritwort hin, das etwas Späteres ausdrückt (apari = Zukunft); "oder" ist etwas rätselhafter, dürfte aber doch mit einer altgermanischen Zeitpartikel zusammenhängen. Ich glaube sogar, dass dieser Gebrauch von "oder" noch nicht ausgestorben ist; in der sehr gebräuchlichen Drohung: "Sei still oder ...!" ließe sich "oder" recht gut durch "ehe dass" ersetzen. "Sei still, ehe dass du noch weiter Prügel bekommst." Es wäre sonach gar nicht unmöglich, dass die Konjunktionen und, aber, oder, so wie sie gegenwärtig nur die Aufmerksamkeit des Hörenden darauf hinweisen, es werde der Gedanke in irgend einem Verhältnis zum vorhergehenden weiter geführt werden, auch ursprünglich beim Redenden nur elende Hilfen waren, seinen Gedanken weiterzuspinnen, etwa in dem Sinne: weiter, ferner, sodann. Im Hebräischen gibt es denn auch für und, aber und oder nur eine einzige Partikel."

"Oder" stellt aber vor allem auch die Verbindung zur ganz anderen Seite des Lebens dar.

Der Oder-Tag ist der Tag, der hätte auch stattfinden können, wenn wir ihn nur angenommen hätten. Und das Oder-Leben ist die andere Seite unseres Leben, das wir nicht geführt haben. Das Oder-Todo ist die Aufgaben-Liste, die wir nicht gewählt haben. Es ist das schöpferische Komplement zu dem, was den von uns zu verwirklichenden Tag regeln soll.
Es sind die Oder-Tage, die wir gern zuerst vermeiden und dann verdrängen.

Das "Oder" ist das tabuisierte Thema der Philosophie Heraklits!

1
Mrz
2009

Lotto?

tohuwabohu
"Tohuwabohu (hebr. תהו־ובהו, tohu-va-vohu, "wüst und leer") bezeichnet ein großes Durcheinander, einen Wirrwarr. Der hebräische Begriff ist dem 1. Buch Moses 1-2 entnommen und bedeutet nach Luther "wüst und leer". Dabei bezeichnet tohu die Wüstheit, wa bedeutet "und" und bohu ist die Leere.

Die Bibel beginnt mit dem Satz "Bereshith bara elohim et hashamajim v’et ha'arez, v’ha'arez hajtah tohu vavohu ..." (Genesis 1,2). Tohuwabohu beschreibt also die größtmögliche Unordnung, die der ordnenden Hand eines Gottes bedarf." (Wikipedia)  

Als Ursprung alles Schöpferischen gilt vielen Religionen das Chaos, in dem das Spiel des Zufalls bestimmt. Wenn aber Schöpfung das Spiel mit Zufällen bedeutet, dann steht das im Widerspruch zu dem, wie Religionen den Anfang der Welten beschreiben. Dieser Widerspruch löst sich erst dann und nur dann auf, wenn man auf einen Gott als treibende ordnende Kraft verzichtet. Oder?

28
Feb
2009

Selbst-Chaos

spielerischer_zufall
Im Unterbewusstsein existieren alle für das System möglichen Möglichkeiten. Da diese Form der Existenz noch in keiner Weise geregelt ist, gelangt hier das Chaos in seiner höchstmöglichen Ausprägung zum Vorschein. Die einzige Möglichkeit, aus dem Chaos etwas zu erzeugen ist der spielerische Zufall:

Friedrich Nietzsche

Menschliches, Allzumenschliches I
Ein Buch für freie Geister
(1878)
Verkehr mit dem höheren Selbst

Aphorismus 624.

Verkehr mit dem höheren Selbst. — Ein jeder hat seinen guten Tag, wo er sein höheres Selbst findet; und die wahre Humanität verlangt, jemanden nur nach diesem Zustande und nicht nach den Werktagen der Unfreiheit und Knechtung zu schätzen. Man soll zum Beispiel einen Maler nach seiner höchsten Vision, die er zu sehen und darzustellen vermochte, taxieren und verehren. Aber die Menschen selber verkehren sehr verschieden mit diesem ihrem höheren Selbst und sind häufig ihre eigenen Schauspieler, insofern sie Das, was sie in jenen Augenblicken sind, später immer wieder nachmachen. Manche leben in Scheu und Demut vor ihrem Ideale und möchten es verleugnen: sie fürchten ihr höheres Selbst, weil es, wenn es redet, anspruchsvoll redet. Dazu hat es eine geisterhafte Freiheit zu kommen und fortzubleiben wie es will; es wird deswegen häufig eine Gabe der Götter genannt, während eigentlich alles Andere Gabe der Götter (des Zufalls) ist: jenes aber ist der Mensch selber.

27
Feb
2009

Die Freiheiten des natürlichen Glücks

natuerliches_glueck
Der Erfolg von Information hängt vom "Glück" der Nervenzellen ab. Die Aufgabe der Neuronen besteht von Natur aus darin, geglückt miteinander zu kommunizieren. Alle Neuronen stehen ständig miteinander in Verbindung und tauschen untereinander Mitteilungen aus. Sie "leben" vor allem von Information, welche gleichsam der Rohstoff ist, von dem sie leben. Das Material dieses Rohstoffes entscheidet darüber, welche ästhetischen und logischen Kräfte sie entwickeln, um aus Information wieder neue Information zu schaffen. Das natürliche Glück eines Lebwesens besteht entscheidend darin, zu entdecken, um sich weiterentwickeln zu können.

26
Feb
2009

Schlüssel

schluessel1
Welches ist jene ganz individuelle Information, jener persönliche Schlüssel zur Gestaltung der eigenen Existenz?

Es ist jener einzigartige Satz, welcher allen Widerwärtigkeiten zum Trotz beginnt: "Ich will..."

25
Feb
2009

Intelligenz formt Information

intelligenz_formt_information1
Der Informationsgehalt ergibt sich aus der Anzahl und Qualität der Beziehungen, die eine Person zu Personen oder Dingen herstellt. Information hat eine soziale, emotionale und rationale Dimension. Information wird durch Intelligenz
organisiert bzw. strukturiert.

Es gibt nicht nur eine Intelligenz, sondern:

sprachliche,
logisch-mathematische,
musische,
körperlich-bewegungsmäßige,
interpersonale,
intrapersonale Intelligenz.

Diese Intelligenzen spielen entweder zusammen oder können in Extremfällen auch isoliert auftreten.

Problematisch wird es, wenn sich unterschiedliche Intelligenzen nicht akzeptieren und sich deshalb verschiedene Berufsgruppen wechselseitig geringschätzen.

24
Feb
2009

ICH KANN NUR DAS SEIN, WAS MEINE INFORMATION IST.

ich_bin_meine_information
Das augenblickliche Selbst wird durch die Information gestaltet. Ich erlebe gleichsam das Bild von mir, in dem ich lebe und von den Dingen, mit denen ich umgehe. Unsere eigene Wirklichkeit ist nicht materiell, sondern virtuell. Es gibt gewisse kommunikative Vereinbarungen, die es uns ermöglichen, uns trotz unterschiedlicher individueller Welten zu verständigen. Gewöhnlich nennen wir "Nachricht" das, was der andere sagt und "Information" das, was wir aus dem Gesagten für uns machen. Alles, was von außen her auf uns eindringt, passen wir so an uns an, das wir damit gut zurecht kommen.

23
Feb
2009

Was bleibt? Warum?

was_bleibt
Wer diese Webseite nach unten scrollt, gelangt je nach Browser oder Gerät bis zum Beitrag vom 11. oder 12. Februar. Folgende Titel findet man da:

Selbstauskunft,
Informationelle Konflikte,
Zellarten,
Spiegelneuron,
Zellregelung,
Feingefühl,
Besuch zu Hause,
Prinzip Hoffnung,
Eilzustellung,
Magazin "Information",
Mangelnde Erfahrung,
Alibi.

Wie viel können Sie von diesen zwölf Modulen noch spontan vergegenwärtigen?

Sehen Sie!! Betrachten Sie warum!!

22
Feb
2009

ALIBI

alibi1
Sync: Alibi ist ein "Störneuron", das Nachrichten zwischen bewusst aktivierten Neuronen unbewusst umleitet. Mich interessiert, wann genau und wie das geschieht. Aus diesem Grund interviewe ich ein Alibi.

(A)libi: Neuronen haben unterschiedliche Funktionen. Es gibt günstige und ungünstige Einflussnahmen. Man sagt uns Alibis nach, dass wir eher Einflüsse ausüben, die sich auf die Entwicklung des Systems ungünstig auswirken. Ich bin nicht der Auffassung der übrigen Neuronen. Ich sehe unsere Einflussnahme eher als Schutzfunktion im Blick auf das System.

Sync: Ein Beispiel würde mir da sehr helfen.

A: Mein Lieblingsbeispiel ist der Entschluss, an einem wichtigen Tag wie Silvester, Geburtstag, Hochzeitstag oder am Valentinstag das Rauchen aufzugeben.

Sync: Wie kommt ein solcher Entschluss überhaupt zustande?

A: Meistens setzt das eine Beschwerde organischer Zellen voraus, welche sich im neuronalen Zentrum über mögliche gesundheitliche Schäden beklagen und trotzdem weiterhin nach transmitterlähmenden Nikotin verlangen. Dieser Verhaltenswiderspruch macht es uns sehr leicht, entsprechende Abwehrimpulse solcher Zellen umzuleiten.

Das geht in etwa so vor sich. Wir richten sowohl für Rauchimpulse als auch für Abwehrimpulse je eine Umleitung ein. Die Abwehrimpulse leiten wir in Richtung "Unbewusstsein" weiter und die Rauchimpulse in Richtung "Bewusstsein"! Auf diese Weise kommen keine ernsthaften Warnungen mehr im Bewusstsein an.

Syn: Das ist einleuchtend. Aber was unternehmt Ihr genau bei einem Drogenabhängigen, der den Entschluss gefasst hat, mit dem Rauchen endgültig aufzuhören?

A: Nehmen wir an, an Silvester soll Punkt 0 Uhr mit Rauchen ein für allemal Schluss sein! Und genau zu Beginn des neuen Jahres wird die letzte Zigarette energisch ausgedrückt. Von Anfang an müssen wir wirklich sehr rasch handeln. Zu diesem Zweck ändern wir die Umleitungen. Wir schicken ab sofort die Rauchimpulse nicht einfach nur ins Bewusstsein, sondern geben ihnen auch noch schöne Bilder über angenehme Rauchsituationen mit auf den Weg. Gleichzeitig geben wir ihnen Begleiterinnen mit, welche das ganze Unternehmen mit überraschenden Fragen in Frage stellen. Es ist nichts verblüffender als etwas vollkommen Selbstverständliches in Frage zu stellen.

Der Raucher hält genau den Nullpunkt für wichtig. Wenige Augenblicker danach taucht schon die Frage auf "Warum hörst du eigentlich genau um Null Uhr auf? Warum setzt du dich damit unnötig unter Druck? Es wäre doch sehr viel progessiver und mutiger, nicht um Null Uhr aufzuhören. Schließlich tun das doch die meisten!" Diese Frage ist unverschämt, weil sie die getroffene Entscheidung überhaupt nicht Ernst nimmt. Sie bewirkt deshalb etwas für diesen Entschluss Gefährliches. Sie macht aggressiv und erzeugt Kampfstoffe, die sich auf jene Neuronen auswirken, welche die Entscheidung tragen. Diese werden kurzfristig geschwächt und geben somit die Lust, wieder zu rauchen, für einige gefährliche Augenblicke frei. Dabei kann es geschehen, das Zellen erregt werden, welche für motorische Impulse zuständig sind. Es wird aufgrund langjähriger Erfahrungen unbewusst zur Zigarette gegriffen und diese angesteckt.

Der Rest ist ein Kinderspiel. Wir schicken umgehend einige Depressionen los, welche dieses 'Unglück' beklagen und gleichzeitig darauf aufmerksam machen, dass es nun bis zum nächsten wichtigen Tag wieder eine längere Phase des Rauchens geben wird.

Sync: Und was habt Ihr davon, wenn Ihr Euch so mies verhaltet?

A: Wir haben das System vor Stress aufgrund von Nikotinentzug bewahrt!

Sync: Ich finde, das ist eine gemeine Lüge, gibt es doch Nikotinentzug überhaupt nicht.

A: Werbung lebt nun einmal von der schön umgeschminkten Wahrheit. Natürlich existiert kein Entzug von Nikotin, sondern lediglich von Gewohnheit. Aber ein Trugschluss dieser Art ist das beste Alibi für eine Tatsache!

Sync: Und was haben Alibis davon?

A: Wir können das Gehirn für uns einnehmen und unsere Macht ausweiten!

Sync: In der Tat, es gibt nicht wenige Menschen, die ein Alibi-Leben führen. Sie sind eine andere Person als die, die sie sein könnten!

21
Feb
2009

Mangelnde Erfahrung

mangelnde_erfahrung
Die Erzeugung von Information ist natürlich längst nicht so einfach wie es in dem Beispiel „Fieber“ erscheint. Hier handelt es sich um einen gleichsam mechanisch ablaufenden Vorgang, der gewöhnlich Identifikation, also Wiedererkennen genannt wird. Also habe ich mich nach schwierigeren Fällen umgesehen und entdeckt, dass eine Art neuronaler Kongress abgehalten wird, sobald einfache lineare Prozesse nicht mehr möglich sind. Bei dem Kongress, von dem ich spreche, handelt es sich um eine neuronale Gruppe, die gerade damit beschäftigt ist zu diskutieren, ob es sinnvoll ist, mehr über neuronale Hintergründe des Alltags öffentlich zu machen. Ich nutze die Einladung zu diesem Kongress. Im Bewusstsein lege ich der aktiven Reflexion das Thema des Kongresses vor. Die Reflexion prüft diese Einladung sorgfältig und fragt mich dann:

R: Sync, bist Du sicher, dass Du das auch willst? Ich kann Dich nämlich nur anmelden, wenn Du das, was Du darüber berichten willst, mit uns absprichst.
Sync: Ich bekomme ja ohnehin keine Information, die nicht von der Bewusstseinskontrolle akzeptiert wird.
R: Okay, dann ist das ja bereits bestens geregelt und Du kannst jetzt an dem Kongress teilnehmen.

Ich nähere mich dem Kommunikationsfeld der neuronalen Gruppe. Im Augenblick argumentiert ein negatives Neuron namens "Niedergeschlagenhei". Die Depression argumentiert gegen diese Art von Aufklärung, da sie fast gar nichts bewirken kann.

Sync: Ich hätte gern noch einmal Dein Argument gegen eine Offenlegung gehört, da ich dieses nicht mitbekommen habe. Ich bin ja erst jetzt hier bei Euch angekommen.
D: Die beste Offenlegung nützt nichts, wenn niemand diese Erkenntnis nutzt. Meiner Erfahrung nach finden es die Leute zwar interessant zu wissen, wie ein neuronales System geregelt wird, aber sie sind zu bequem, entsprechende Schlussfolgerungen zu ziehen.
Sync: Und woran liegt das Deiner Ansicht nach?
D: Die Leute sind schlecht erzogen, so dass sie auch über keine sich optimierende Selbst-Erziehung mehr verfügen.
Sync: Und was sind die Gründe hierfür?
D: Ganz einfach: Fehlende Vorbilder und Vorlagen. Es existieren keine helfenden Handlungspläne.
Sync: Und worauf führst Du das zurück?
D: Die Menschen sind nicht an echtem natürlichen Fortschreiten interessiert, weil sie zu bequem für eine durchgreifende Selbstoptimierung sind.

20
Feb
2009

Magazin "Information"

magazin_information
Die Frage der Eilzustellerin ist für mich der Anlass, das Magazin, für das ich arbeite, vorzustellen. Das Magazin hat seinen Namen von jener Abteilung des Unternehmens, welche alle schöpferischen Produktionen innerhalb und außerhalb des Systems üperprüft und über deren Akzeptanz bzw. Weiterentwicklung entscheidet. Somit ist sofort klar, dass es für das Fortkommen des Systems außerordentlich wichtig ist, welche Neuronen in dieser Abteilung angestellt sind. Als Chefredakteurin des Magazins ist es für mich sehr wichtig, dass sich diese Abteilung möglichst neutral, tolerant und flexibel verhält und vor allem offen für Neues ist. "Information" ist eine jeweilige Momentaufnahme des Systems, gleichsam ein Neuroclip über eine bestimmte bzw. besondere Situation des Bilderlebens.

Der Information gehen folgende Phasen voraus, durch welche sie definiert werden kann:

Singnal bzw. Reiz,
Nachricht,
Bild.

Ich möchte versuchen, die Entwicklung einer Information an einem Fall zu beschreiben. Dazu komme ich auf das Beispiel der interviewten Eilzustellerin zurück.

Es wird körperliches Unwohlsein und erhöhte Körpertemperatur signalisiert. Sobald dieses Signal von einer erfahrenen Flexion erkannt wird, wandelt sich das Signal in eine Nachricht um. Zugleich wird das System um Auskünfte gebeten, wie mit dem bewusstgewordenen Phänomen umzugehen ist, falls Erfahrungen über den Umgang damit verfügbar sind. Bilder entsprechender Erfahrungen werden bewusst und damit wird gezeigt, was bei Fieber unternommen werden kann, einschließlich der Empfehlung, zumindest zur Apotheke zu gehen.

Information, das ist also immer eine Bildergeschichte zu einer Handlung wie z.B. die klare Vorstellung, mit einem Handy zu telefonieren. Eine Information ist ein Handlungsbild.

19
Feb
2009

Eilzustellung

eilzustellung1
Sync wäre nach dem Interview mit "Konzentration" beinahe von Eilzustellern festgesetzt worden. Eilzusteller sind entweder Perzeptionen oder Flexionen, also Transmitter, die Mitteilungen aus der Umgebung oder aus dem Erfahrungsgedächtnis an das Vor- oder Unbewusstsein schicken. Sync hält eine Flexion an, um sich nach dem Grund der Hektik zu erkundigen.

S: Stopp!
F: Warum hälst Du mich auf? Ich muss der Konzentration dringend eine Mitteilung machen. Sie sucht bereits nach mir, weil sie etwas, das ihr die Aufmerksamkeit zusandte, nicht erkennen kann.
S: Und worum handelt es sich?
F: Die Aufmerksamkeit meldete merkwürdige körperliche Erscheinungen. Ich werde nun den beiden mitteilen, dass sie aufgrund der Symptome erst einmal die Körpertemperatur in Erfahrung bringen sollen. Eine Erhöhung der Körpertemperatur im Krankheitsfall bedeutet nämlich eine Schutzreaktion des Körpers, um Krankheitserreger abzutöten.
S: Und was hilft diese Mitteilung?
F: Nun, wenn die Körpertemperatur über 37°C steigt, dann muss die Konzentration Flexionen aktivieren, damit entsprechende vorbeugende Maßnahmen gegen Grippe eingeleitet werden.
S: Etwa so etwas wie die Einnahme von Echinacin?
F: Wer daran glaubt, dass damit die körpereigene Abwehr gesteigert wird, sollte das zum Beispiel tun!
S: Habe ich da so etwas wie einen ironischen Unterton gehört?
F: Nein, ganz und gar nicht, denn der Glaube ist der wichtigste Assistent des Arztes oder gar der beste Heiler. Aber Sync, sag' mir zu 'was willst Du das alles eigentlich wissen?
S: Ich brauche das für das Magazin "Information".
F: Ach, das sind die Mitteilungen des Bilderlebens! Und über was willst du berichten?

18
Feb
2009

Prinzip Hoffnung

prinzip_hoffnung
Dass Sync im Anschluss an die Aufemerksamkeit die Konzentration interviewt, ist sehr naheliegend, weil Aufmerksamkeit und Konzentration in unmittelbarer Nachbarschaft zueinander wohnen und auch beruflich sehr viel miteinander zu tun haben.

Interview von Sync mit der Konzentration am 18. Februar 2009

S: Es ist gut, dass ich Dich gerade allein antreffe, denn ich möchte gern von Dir, dass Du Dich wie deine Nachbarin für unsere Information vorstellst.
K: Ich hatte soeben viel zu tun, und zwar mit einer Arbeit, bei der mir die Aufmerksamkeit nicht viel zu helfen vermag. "Aufmerksamkeit" ist übrigens nicht nur meine Nachbarin, sondern auch meine Zwillingsschwester.
S: Ich möchte Dir gern die gleichen Fragen stellen wie deiner Zwillingsschwester: Welches sind Deine Stärken, Deine Schwächen und Deine Hobbies?
K: Ich liebe das Aufdringliche, das Auffällige und das Neue wie meine Schester "Aufmerksamkeit" auch. Mein großes Hobby sind Traumreisen!
S: Was meinst Du mit "Traumreise"?
K: Vielleicht sollte ich dazu besser "Antizipation" sagen, also Vorstellungen, die sich in meinem Fall auf mögliche wissenschaftliche Entwicklungen beziehen.
S: also Traum im Sinne von Fortschritt!?
K: Ja.
S: Und was möchtest Du entwickeln?
K: Mir ist vor allem an einer Optimierung der Wissenschaft von der Entwicklung des Menschen gelegen. Das bedeutet: ich möchte die weiche Geisteswissenschaft in eine harte Naturwissenschaft überführen.
S: Ich möchte nun nicht das Gespräch auf diese Sache verlagern, weil es ja hier lediglich um Dich als Person geht. Zum Schluss deshalb nur noch eine Frage: Ist mein Eindruck, dass Du entschieden mehr zu tun hast als Deine Schwester zutreffend?
K: Ich möchte das nicht so gern bewerten. Frage lieber meine Schwester!

17
Feb
2009

Besuch zu Hause

aufmerksamkeit12
Viele Menschen schreiben Tagebücher in der Hoffnung, sich dadurch selbst besser kennen zu lernen. Aber das Problem des Tagebuchs besteht darin, dass die Seele (~limbisches System) damit nicht einverstanden ist. Sie versucht das Lesen des Geschriebenen ständig zu verzögern. So kommt es sehr oft erst einmal zu keiner Lektüre des Tagesbuches, geschweige denn zu einer Reflexion des Geschriebenen. Das geht in der Regel so lange, bis das Tagebuch wieder aufgegeben wird, und zwar mit der Begründung, dass es ja doch nichts nützt.

Mit diesem Geschehen wird bestätigt, dass der Selbst-Schutz funktioniert. Stellt sich also die Frage nach den ersten Ursachen und Gründen dieses Selbst-Schutzes. Die Antwort ist einfach. Wie die sinnliche Wahrnehmung durch die Begrenzung des Wahrnehmungsfeldes eingeschränkt wird, so wird die geistige Wahrnehmung durch die Begrenzung des Bewusstseins eingeschränkt. Will man die Grenzen des Bewusstseins ein wenig verschieben, dann muss man an den Bedingungen der Möglichkeiten des Bewusstwerdens arbeiten.

Was bedeutet das? Das Bewusstwerden geschieht vor allem durch jenen Vorgang, welchen wir "Denken" nennen. Das Denken lässt sich als Bilderleben beschreiben ( siehe: Denken ). Da die Klarheit der Inszenierung dieses Bilderlebens von der Trennschärfe der sprachlichen Formulierung abhängt, muss folglich große Sorgfalt auf den Umgang mit der Sprache gelegt werden. Die Sprache des Denkens muss das Denken selbst regeln können, um in der Lage zu sein, überhaupt etwas auszurichten. Für die Schulung des Denkens ist die tägliche Lektüre des Begriffskalenders eine große Hilfe!

Mit dem heutigen Modul gelangt diese Schulung in eine andere Dimension. Diese Dimensionierung besteht darin, dass das Bilderleben verstärkt aktiviert wird. Das Aktivieren geschieht durch Personifizieren der maßgeblich bestimmenden Funktionen des Gehirns. Jede der auf diese Weise entstehenden fantastischen Personen repräsentiert eine Gruppe von Neuronen, die die entsprechende Aufgabe übernimmt.

Als erste dieser Personen stellen wir die Aufmerksamkeit vor. Jede der neuronalen Persönlichkeiten drückt mit ihrem Namen zugleich auch ihre Funktion aus. Das können wir leicht durch das folgende Interview erkennen, das Sync mit der Aufmerksamkeit führen wird. "Sync" ist der Rufname von Synchronisation. Sync ist gleichsam weiblicher Natur, weil der Artikel zugleich das "neuronale Geschlecht" bestimmt. (Es heißt ja DIE SYNCHRONISATION). Sync heißt so, weil die weiblichen Personen gewöhnlich für das Zusammenwirken logischer und ästhetischer Kräfte stehen. Nun aber zum Interview:


SYNC TRIFFT DIE AUFMERKSAMKEIT
Intervie von Mi, 17. Februar 2009

S: Danke Dir, Aufmerksamkeit, dass Du Dir trotz Grippe die Zeit für dieses Interview genommen hast!
A: Ich nehme an, dass Du Dir das zutraust, obgleich ich geschwächt und dadurch eingeschränkt bin!
S: Ich kenne Dich als starke neugierige Person, die nicht so schnell aufgibt. Ich habe die Bitte, dass du Dich erst einmal vorstellst, mit deinen Stärken und Schwächen. Vielleicht magst Du auch Deine Hobbies nennen.
A: Ja, das mache ich. Meine Stärken sind, dass ich sehr neugierig bin. Ich nehme an, dass mir so schnell nichts entgeht. Ich liebe alles Ungewöhnliche und Auffällige. Eigentlich bin ich ständig auf der Suche nach interessanten Dingen. Meine Schwächen sind Ungeduld und die Neigung, Dinge zu übersehen. So ist mir das Gespräch mit einem anderen wichtiger als darauf zu achten, dass ich nach dem Abschließen der Tür den Schlüssel stecken lasse und weggehe.
S: Und wann fällt dir dann auf, dass du den Schlüssel nicht mehr hast?
A: Was für eine Frage. Natürlich erst dann, wenn ich ihn wieder brauche!
S: Und was sind Deine Hobbies?
A: Ich fahre gern Auto, weil es da für mich viel zu tun gibt.
S: Und übersiehst Du da auch Dinge? Das wäre ja im Straßenverkehr gefährlich!
A: Ja schon, aber das sind eigentlich keine Dinge, die mich in Gefahr bringen würden. Ich erzähle Dir so eine Geschichte. Neulich bin ich von Flensburg nach Stuttgart gefahren. Und in Stuttgart blendete die Sonne so stark, dass ich nicht einmal die Schilder mehr erkennen konnte. Und weil ich fünf Jahre lang nicht mehr Auto gefahren bin, kannte ich die Route wegen straßenbaulicher Veränderungen auch nicht mehr so genau. Also bin ich mitten auf dem Werksgelände von Mercedes gelandet und musste mich erst einmal nach der Richtung erkundigen, um nach Hause zu kommen.
S: Hast Du da nicht Bedenken bekommen, dass Du vielleicht zu lange Auto gefahren bist?
A: Klar, ich dachte, dass es schon ein wenig bekloppt ist, nach fünf Jahren fehlender Fahrpraxis gleich 800 Kilometer an einem Stück durchzufahren.
S: Ich schätze, dass Du auch ein wenig ehrgeizig bist und Dir in Deinem Alter beweisen wolltest, dass Du das noch schaffst!
A: Dachte ich zunächst auch, aber dann nicht mehr, weil ich gegen meine Gewohnheit Pause gemacht hatte. Trozdem, wiederholen würde ich das nicht.
S: Wenn du etwas ehrgeizig und deshalb wahrscheinlich auch eitel bist, stehst Du doch in der Gefahr, die Dinge für Dich zurechtzulegen und vielleicht auch schönzufärben oder nicht?
A: Es ist doch meine Aufgabe, individuell passend zu filtern. Das machen wir Aufmerksamkeiten doch alle!
S: Okay, ich danke Dir für dieses Interview und gebe zurück an die gegenwärtige Situation!

Seit 16 Jahren BEGRIFFSKALENDER

Wolfgang F.A. Schmid

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