7
Aug
2013

 

Meditieren bedeutet Schwächen zu sehen
und Möglichkeiten, ihnen aus dem Weg zu gehen.
Der erste Schritt: erweitertes Bewusstwerden,
um den Geist wieder in der Seele zu erden.

6
Aug
2013

 

Sind Körper Seele Geist im Ungleichgewicht,
verliert das Selbst vor dem Ich sein Gesicht.
Selbst verloren irrt die Seele im Verstand umher,
Körper und Verstand wollen zunehmend mehr.
 

jeder wähnt sich allein (urs)

5
Aug
2013

echt

Als authentisch empfinden wir, was wir mit unseren Gefühlen und Erfahrungen als für uns gültig betrachten. Weder Wissen noch Glauben gewährleisten uns diese innere Sicherheit. Das, was dem Ich Echtheit verbürgt, ist die Zuverlässigkeit der Selbst-Bestätigung durch Tun. Was echt ist und was nicht, das lässt sich nicht in der Vorstellung entscheiden, sondern allein durch das Ausprobieren. Niemand kann sich auf seine Heil- oder Selbstheilungskräfte berufen, solange er sich nicht selbst oder andere geheilt hat.
Alles, das wir für uns als gesichert erachten, macht unseren Erfahrungsschatz aus. Dieser gilt uns als unangreifbar und zuverlässig.

4
Aug
2013

Errare humanum est

Einer der größten Denkfehler in der Geschichte westlichen Denkens besteht in der Fehldeutung des Glaubens. Diese Fehleinschätzung beruht auf dem Trugschluss, bei dem "richtig" und "wahr" verwechselt worden sind.

Ob etwas richtig ist, lässt sich messen oder wissen. Ob etwas wahr ist, lässt sich spüren oder glauben.
Je mehr der Mensch versucht, etwas richtig zu machen, desto unwahrer wird es.

Wer auf Wissen allein setzt, verliert die Empfindlichkeit des inneren Gespürs.

3
Aug
2013

empfindsam

Die Seele ist merkwürdigerweise höchst empfindlich gegen alles, was ihr der Verstand zuflüstert. Also ist alles Verstandesmäßige auch keine Hilfe. Aber unsere Seele bietet uns einige Tricks an, auf welche Weise ihr zu helfen ist. Ihr für mich erfolgreichster Trick ist das Vorstellen von Gegenbildern.
Also, wenn Du an Deine schlechten Eigenschaften denkst, dann stelle Dich Dir mit den entgegengesetzten positiven Eigenschaften vor.
Das hilft! In Wahrheit braucht nämlich das Gehirn positive Bilder, um den Organismus gesund organisieren zu können.
Schlechte Bilder machen krank!

2
Aug
2013

Sprache der Gefühle

Worte verkürzen Gefühle. Bilder stellen sie symbolisch dar. Klänge zeigen sie unmittelbar.

Das gesprochene Wort scheint unersetzlich, weil es Sprache, Bild und Musik in sich vereint. Denn: das gesprochene Wort ist zugleich körpersprachlicher, seelischer und geistiger Ausdruck. Aber manche Bilder vermögen mehr zu sagen als viele Worte, und Musik ist sogar der sprachgewaltigste Ausdruck des Menschen.

1
Aug
2013

Eigen-Sinn

"Du musst mich ändern!", bittet die Seele.
"Dazu habe ich keine Lust!", antwortet die Gewohnheit.

Die Seele bedankt sich, ist ihr doch klar, dass sie zuerst ihre Gepflogenheiten umgestalten muss.

31
Jul
2013

Das ewige Licht

"Ich möchte das innere Licht sehen", fordert das Kind.
"Dann schließe Deine Augen und warte!", rät der alte Mönch.
"Ich sehe nichts!", protestiert das Kind.
"Du brauchst Geduld!"
"Wie viel!"
"So viel wie Leben in Dir ist!

Das Kind hat seine Augen nie mehr geöffnet.

30
Jul
2013

Eine Quelle in der Tiefe des Sees

Eine Quelle in der Tiefe des Unbewussten sprudelt geheimnisvoll Schöpferisches hervor, das sich im Überfluss des Sinnlichen auflöst, bevor es sich sammeln konnte. Wie eine Oase in der Wüste des Lebens lässt sie den Durstenden auf Erquickung hoffen. Der Geist braucht das Labsal der Seele, um wirken zu können.
Viele sind lange Jahre durch Wüsten unterwegs. Scheinbar vergeblich irren sie in der Öde des Ergebnislosen umher, nach der versiegten Quelle innerer Kraft suchend.

29
Jul
2013

In die Tiefe des Hintergrunds

Am Horizont des Daseins dämmert bereits Sein.
Am Ende des langen Weges zeigt sich bereits die Silhouette des Endes. Der Glaube hofft, dort einen Durchgang zu finden. Gefühle, trotz allem unvorbereitet zu sein, drohen die Gedanken zu lähmen. "Niemand ist vorbereitet, der das Glück des Augenblicks nicht kennt!" flüstert es. Aber ein Unglück wird nicht kleiner, wenn man es mit anderen teilt.
Kurz vor dem Ende wird das Gefühl bedrängender, dass irgendwo ein Geheimnis existiert. Trotz der vollkommenen Unbestimmtheit dieser Zusage empfindet er so etwas wie Vertrauen, dass eintreffen wird, was er im Augenblick ahnt. Er ist zu unerfahren, um herausfinden zu können, wohin das führt.
"Du hast Dein Geheimnis immer noch nicht gelüftet!" Seine Intuition verrät ihm, dass kein Durchlass für jene gewährt wird, welche aufgegebene Wahrheiten nicht entbergen. Verlängerung wegen Vernachlässigung, weil die Natur nach Vollendung strebt.

28
Jul
2013

Nichts sehen, nichts hören, nichts tun

Um das überhaupt schaffen zu können, muss man über introspektive Erfahrungen verfügen.
Wahrnehmen wird dann zum Wahr Nehmen, aus Betrachten wird Mustern, Beobachten wird zum Analysieren und Begreifen wird zum Nachvollziehen. Zwei Beispiele: Eine farbige Fläche wird gesehen und als Gestalt wahr genommen, die Farbe als angenehm empfunden, es folgt das Vergleichen mit anderen Farbmöglichkeiten parallel zu Überlegungen für den Grund der Auffälligkeit der Farbfläche und schließlich das Erinnern an die Spielzeugkiste der frühen Kindheit. Oder aber diese Fläche wird gesehen, als Quadrat wahr genommen, es folgt vorstellungsmäßiges Konstruieren dieser geometrischen Figur und Definieren ihrer Form als Formel. Sobald diese beiden Folgen durch Selbstbeobachtung nachvollzogen und unterschieden werden können, ist das Umschalten von äußerer auf innere Wahrnehmung gelungen.

r. n. 17

27
Jul
2013

Entzünden des inneren Lichts

Das innere Licht entzündet sich, sobald es gelingt, einen der beiden folgenden Gedanken als Bilderleben zu schauen.

Satz des Wissens

Ich weiss etwas dann, wenn ich über dessen Grund und Zweck in Hinsicht auf seine Ursache und Wirkung verfüge, und zwar nach Art/Weise und Umstand der auffälligen Eigenschaften seines Wesens unter Berücksichtigung des Mittels und Ausmaßes in Raum und Zeit seines Vorscheins.

Satz des Glaubens

Energie = Information

r. n. 16

26
Jul
2013

Dem Licht entgegen

Um das innere Licht entdecken zu können, muss das natürlicherweise sinnenbezogene Denken nach innen ausgerichtet werden. Diese Ausrichtung geschieht, sobald die Prinzipien des Verstandes oder die vier Duplizitäten des Ordnens gedacht werden. Aber schon das Vergegenwärtigen dieser Prinzipien oder dieser Duplizitäten würde ausreichen, um das Denken nach innen auszurichten. Es existieren gleichsam Biografien eigener Gedanken. Jeder eigene künstlerische oder philosophische Gedanke entwickelt sich im tiefen Innern der Seele, bevor er als künstlerische oder wissenschaftliche Idee geboren und bewusst wird. Ein Gedanke wird vom Spiel der Liebe gezeugt, von möglichen Möglichkeiten geformt, um als wirkliche Möglichkeit gestaltet zu werden. Wenn ein zweijähriges Kind eine gehörte Melodie auf einem Klavier nachspielt, dann entdeckt es für sich die wirklichen Möglichkeiten des Instruments, von sich aus. Die Natur demonstriert an genialen Ausnahmebegabungen wie die des blinden Pianisten Nobuyuki Tsujii, was aus dem Spiel der Seele werden kann. Wenn Begabung nicht aus der Not, sondern aus dem Glück der Geborgenheit geboren wird, gelangt sie zwar etwas später, aber nicht weniger eindrucksvoll zum Vorschein. Unter widrigen oder auch nur ungünstigen Umständen kann sie sogar fast ein ganzes Leben verborgen bleiben und erst im Alter hervorscheinen. Als schöpferisches Spiel der Seele aber ist Begabung keine Ausnahme, sondern allen Menschen zu eigen. Ohne Begabung kann man beispielsweise den Begriffskalender gar nicht regelmäßig lesen. Gewöhnlich ist Begabung gleichsam die frühe Kindheit des Gedankens, bevor dieser wirkliche Möglichkeiten intelligent zu möglichen Wirklichkeiten einer Idee werden lässt und in der Verwirklichung erwachsen sein lässt. Ein Gedanke, der sich nicht durch die Tat ausweist, verkommt zum Hirngespinst. Aber es existieren auch tätige Gedanken, deren Tun im Schauen des inneren Lichts aufgeht. Dieses Tun wird gewöhnlich Meditation oder noch besser Kontemplation genannt. Kontemplative Orden wie die Trappisten sind also keine untätigen Orden, auch wenn es nach außen hin so erscheint. Es existieren einige wenige Gedanken, die in der Lage sind, das innere Licht gleichsam zu entzünden.

r. n. 15

25
Jul
2013

Leidenschaft

Liebe zum Wesen des Wissens wird durch reines Denken einer stark verspielten Natur eines vernunftbegabten Lebewesens entflammt. Dieses Liebe strahlt durch das aus, was Sokrates und Platon das innere Licht oder die Sonne der höchsten Idee nennen. Das innere Licht wird weder durch den Verstand noch durch die Vernunft geboren, sondern allein von der Seele. Die Leidenschaft des wesentlichen Wissens wird also aus der Glut der Ekstase als Passion des limbischen Systems gezeugt. Durch die Seele wird der Enthusiasmus für die Wissenschaft des Wesentlichen als emotionaler, existentieller Beweggrund geboren.

r. n. 14

Seit 16 Jahren BEGRIFFSKALENDER

Wolfgang F.A. Schmid

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