28
Mai
2012

Doppelbelastung

 
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Lehrende sind während des Unterrichtens ständig auf Selbstbeobachtung angewiesen, um sich während der Beobachtung der Lernenden spontan korrigieren zu können.
Es ist klar, dass dieses selbstkontrollierte Wahrnehmen sowohl Unterrichts-Erfahrungen (bewährte fachliche und soziale Kompetenz) als auch einen höheren Bewusstseinsgrad voraussetzt, um die zweifache Aufmerksamkeit und Konzentration überhaupt leisten zu können.

Um mit der Doppelbelastung von Fremd- und Selbstbeobachtung während des Unterrichtens überhaupt fertig werden zu können, muss die Informationsvermitlung vorweg vom Lehrenden sehr sauber antizipiert worden sein. Auch wenn er unterrichtliche Funktionen delegiert, muss er sehr klare Vorstellungen von den in Frage kommenden Lernenden haben.

Solche Voraussetzungen erfolgreichen Unterrichtens lassen sich nur schaffen, wenn das Denken, welches die Organisation des Bewusstwerdens regelt, philosophisch hinreichend geschult und praktisch immer ausprobiert wird. Das Gesagte lässt bereits erahnen, dass jenes Denken, welches Unterrichten erfolgreich organisieren soll, multipel vor sich gehen muss.
Neben äußerem (sinnlichem) Wahrnehmen, Betrachten, Beobachten, Begreifen vollziehen sich also auch in eins zugleich inneres (geistiges) Wahrnehmen, Betrachten, Beobachten und Begreifen.
 

27
Mai
2012

Pädagogik

 
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Pädagogik ist sowohl Kunst der Erziehung als auch Erziehungswissenschaft. Da Erziehung als Hilfe zur Selbst-Befreiung eines Lebewesens wesentlich metaphysischer Natur ist, kann Erziehung nicht zum Gegenstand naturwissenschaftlicher Untersuchungen werden.

Als Erziehungswissenschaft ist Pädagogik demzufolge wesentlich Philosophie. Das bedeutet nicht, dass sie ihre philosophischen Aussagen den Naturwissenschaften zugänglich werden lassen muss.

Diese Leistung der Überführung philosophischer Erkenntnisse in Gegenstände der Naturwissenschaften wird vor allem durch jene wissenschaftliche Methode ermöglicht, welche Kybernetik genannt wird. Aus diesem Grund gilt die Kybernetik seit Helmar Frank als "Brücke zwischen Geistes- und Naturwissenschaften".

Das bedeutet für die Pädagogik vor allem, dass ihre Erkenntnisse naturwissenschaftlichen Kriterien genügen müssen. Aus diesem Grund werden hier Erkenntnisse der Pädagogik als Elemente eines prospektiven wissenschaftlichen Systems definiert und den Systemanforderungen gemäß zusammengeführt.
 

26
Mai
2012

"Man sieht nur mit dem Herzen gut."

 
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"Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar." lässt Antoine de Saint Exupéry den Kleinen Prinzen sagen.

Wer diese Aussage nicht versteht, sollte den Beruf eines Lehrers auf keinen Fall anstreben. Dieser Beruf ist kein Beruf, den man aus Verlegenheit oder aus Not heraus wählt. Das hält niemand auf Dauer aus. "Burn-out" ist die sichtbare Bestätigung hierfür, denn das Herz brennt ebenso wenig aus wie die Liebe stirbt. Das sind nicht mehr als Schutzbehauptungen Scheinengagierter.

Der größte Feind eines Lehrers, der seinen Beruf allein als Verdienstquelle betrachtet, ist seine nicht vorhandene oder gar negative Ausstrahlung. Auf nichts reagieren Schüler aggressiver als auf das. Und das ist völlig natürlich, ist doch Ausstrahlung der wesentliche Träger von Information, denn zuerst schaut sich das Herz an, was der Verstand danach erblickt.

Die Art und Weise des Engagements bestimmt auch die Art und Weise der Ausstrahlung. Stimmung während und Einstellung zur Vermittlung von Information lassen sich nicht verbergen.
 

25
Mai
2012

Problem des Überflusses

 
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Schwierigkeiten einer starken Intuition ergeben sich aus ihrem Überfluss an Ideen. Eine ständig sprudelnde Quelle bringt durchgängig einen Strom hervor, der leicht die Grenzen vorhandener Bahnen übertritt. Ein Problem eines schöpferischen Lehrers besteht oft darin, dass er zu viele Ideen hat und diese möglicherweise zu schnell ablöst. Ein weiteres Problem ergibt sich aus seiner Spontanität. Da er mit Vorhaben und Strategien schnell wechselt, ohne dass schon etwas abgeschlossen ist, gerät er leicht in chaotische Zustände. Das wirkt sich schließlich dann auch auf seinen Unterricht aus. Das Problem des Überflusses lässt sich nur durch eine geeignete Ordnungsstrategie lösen. Um spontane, zufällige Abweichungen vom vorgesehenen Unterrichtsverlauf zu vermeiden, sollten wenigstens zu den wichtigsten unterrichtlichen Momenten Festlegungen getroffen, also Notizen gemacht werden, trivial ausgedrückt Stichpunkte zu den Phasen der Wahrnehmung, Betrachtung, Beobachtung, des Tuns (Experimentierens) und Begreifens.

Wer einen intuitiv geregelten Unterrichtsverlauf beabsichtigt, muss vor allem sehr viel Wert auf die Lernmaterialien legen. Diese sollten so gestaltet sein, dass sie von sich her die Lernenden anregen, sich damit zu beschäftigen. Dabei sollte immer auch bedacht werden, dass nicht alle alles interessieren kann. Aber auch ein Schüler, der sich für eine Sache nicht sonderlich interessiert, weil seine Begabung anders ausgerichtet ist, sollte sich klar machen, dass hier seine Selbstdisziplin ganz besonders gefordert wird. Wer sich für eine Sache nicht sonderlich interessiert, kann dennoch durch diese Sache erfahren, dass der sachliche Umgang mit ihr in der Selbstüberwindung übt.
Das gilt auch für den intuitiv Lehrenden. Er weiß, dass er Desinteresse durch besonderes Engagement und persönlichen Einsatz in der Vermittlung ausgleichen muss. Schließlich kann er von Lernenden niemals erwarten, sich selbst zu disziplinieren, wenn er das selbst nicht vormacht.

Die Gestaltung lebendigen Unterrichts lebt ohnehin vom Wechsel intuitiver (gefühlsmäßiger) Regelung des Schülerunterrichts und logischer (verstandesmäßiger) Steuerung des Lehrerunterrichts.
Gewöhnlich ist Schülerunterricht einmal pro Woche ausreichend, wenn Überforderung vermieden werden soll. Lernende müssen sich nämlich mangels Erfahrung sehr viel aufwendiger vorbereiten als Lehrende, zumal sie sehr häufig beabsichtigen, aus der Lernarbeit eine Lernshow werden zu lassen.
 

24
Mai
2012

Natürliche Gesetze der Informationsverarbeitung

 
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Die natürlichen Gesetze der Informationsverarbeitung ergeben sich aus der besonderen Organisation des Bewusstwerdens. Das Bewusstwerden vollzieht sich durch Wahrnehmen, Betrachten, Beobachten, Versuchen und Begreifen.

Diese Folge informationeller Phasen scheint darauf zu verweisen, dass das Gehirn auf Begriffe aus ist. Diese durchgängige Absicht begründet sich durch den Vorteil der Verfügbarkeit möglichst vieler kompakter Verhaltensmuster bzw. Vorlagen zu handeln. Erst dadurch wird ein Lehrer in die Lage versetzt, spontan Verfahrensmodelle in den Unterricht einzubringen oder zu modifizieren. Umgekehrt hat das Gehirn dadurch durch Erfahrung gelernt, intuitiv und spontan Begriffe zu bilden.

Es klingt paradox, aber die erfolgreichste Unterrichtsvorbereitung entwickelt sich aus dem Unterricht selbst heraus.
Das lässt sich besonders leicht beobachten, wenn Kinder in der Grundschule Teile des Unterrichts spontan übernehmen. Die Kinder machen genau das, was jeder macht, der etwas entdecken will. Hat beispielsweise jemand, der sich ein neues Handy oder Tablet gekauft hat, keine Lust, zuerst die beigefügte Bedienungsanleitung zu lesen, dann wird er das Gerät in die Hand nehmen, um dessen Bedienungsmöglichkeiten sorgfältig wahrzunehmen und gründlich zu betrachten. Er wird beobachten, ob das Gerät bei Handhabung der aktivierten Funktionen wie erwartet reagiert. Dabei nutzt er seine Erfahrungen mit vergleichbaren Geräten, die zum Beispiel im Begriff "Menü" verfügbar sind. Der vorhandene Begriff "Menü" wird durch die Erfahrungen im Umgang mit dem neuen Gerät spontan modifiziert. Je treffsicherer er sich an die Abfolge "wahrnehmen - betrachten - beobachten - ausprobieren - begreifen" hält, um so trennschärfer kristallisiert sich auch die erwartete Klarheit heraus. Dabei stellt sich die Freude an "Versuch und Irrtum" als jenes Gefühl heraus, welches zum Lernen bewegt.
 

23
Mai
2012

Unterrichtsvorbereitung

 
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Die Vorbereitung des Unterrichts hängt ganz entschieden davon ab, welche Qualität die unterrichtliche Arbeit mit einer Lerngruppe bereits erreicht hat. Selbstverständlich kann man bei einer Lerngruppe, die man gerade übernimmt, nicht einmal daran denken, unterrichtliche Funktionen zu delegieren. Schließlich fehlte die Zeit, überhaupt erst einmal ein Vertrauensverhältnis aufzubauen. Und vor allem muss man den Lernenden erst einmal beweisen, dass man sich aufs Unterrichten versteht.

Sich angemessen auf den Unterricht vorzubereiten, das lernt man gewöhnlich im Referendariat. Lehrer mit langjähriger unterrichtlicher Erfahrung zeigen als Studienleiter den Anfängern, wie so etwas vor sich geht. Die Studienleiter unterrichten erst einmal selbst. Da lässt sich dann ganz schnell feststellen, ob sie sich überhaupt auf das Geschäft des Unterrichtens verstehen.

Aber statt die jungen Leute in ihrer individuellen Begabung zu fördern, werden sie mit bürokratischen Mitteln vorgegebenen Unterrichtsschemata angepasst. Selbstverständlich hat diese Unterrichtsbürokratie nichts mehr mit natürlichem Unterrichten zu tun. Der Unterrichtsablauf folgt den natürlichen Gesetzen der Informationsverarbeitung.
 

22
Mai
2012

Das Ende des Unterrichts ist ein Anfang

 

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Hausaufgaben sind das sichere Zeichen, dass Unterricht nicht gut verlaufen ist. Erfolgreicher Unterricht führt immer bei einigen Lernenden zu Anregungen, dort weiterzumachen, wo der Unterricht zwangsläufig enden musste. Und bei einem guten sozialen Klima kommen jene, welche noch nicht alles verstanden haben, natürlicherweise auf den Gedanken, andere zu fragen und sie zu bitten, sich mit ihnen noch einmal zusammenzusetzen, um ihnen das Unverstandene zu erklären. Normalerweise ist so etwas während der Arbeitsphase eines Unterrichts möglich.
Ein professioneller Lehrer geht nie davon aus, dass alle alles verstehen oder dass alle alle unterrichtlichen Inhalte interessant finden. Es kommt darauf an, sich vor allem für das zu engagieren, was interessant erscheint. Es ist nämlich vollkommen hinreichend, wenn Lernen exemplarisch geschieht und vorhandene Begabungen gefordert und gefördert werden. Auch ein Lehrer findet längst nicht alles interessant, was im Unterricht erarbeitet werden sollte. In solchen Fällen kann auf Medien zurückgegriffen werden, welche diese Defizite durch engagierte Fachleute auszugleichen vermögen. Auch ist es eine gute Möglichkeit, Schüler, die sich an einer Sache besonders interessiert zeigen, unterrichten zu lassen.
 

21
Mai
2012

Intuitive Vorbereitung

 
Ein Lehrer thematisiert "Intuition". Die innere Stimme macht ihm sofort klar, dass er zunächst "Intuition" erfahrbar machen muss. Aber er darf nicht überlegen, was für ihn Intuition darstellt und wie er dieses Phänomen definieren könnte. Diese begriffliche Vorwegnahme würde ihn voreingenommen werden lassen, und demzufolge würde er in der Gefahr stehen, seine Lerngruppe zu manipulieren. Um dieser Gefahr zu entgehen, entscheidet er sich, intuitive Erfahrungen zu ermöglichen. Als Beispiele schlägt ihm der innere Lehrer vor: Umarmen eines Baumes eigener Wahl, Bilder, welche die Wolken gestalten, beschreiben, Gedicht verfassen, oder Gesichtsausdruck deuten.
Aber die innere Stimme empfiehlt, sich auf ein Beispiel zu beschränken, da der Prozess der Intuition Zeit braucht.

Die Antizipation der Intuition erzeugt die Vorstellung, welche Empfindungen die Umarmung auslöst. Diese Übung, bei der alle Knochen des Skelettsystem sehr effizient ausgerichtet sind, wirken wegen ihrer Kristallstruktur wie Antennen. Die gespürten Energien drücken sich in Gefühlen aus, die sich beschreiben und gestalterisch umsetzen lassen. Das folgende Bild könnte eine der gestalterischen Umsetzungen repräsentieren:
 
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Sobald diese Bild betrachtet wird, vermittelt sich intuitiv, was der Gesichtsausdruck bedeutet. Die Intuition initiiert die Vorstellung von einer schlafenden oder meditierenden Person. Die Gesichtszüge deuten eine asiatische Herkunft an. Weil der Gesichtsausdruck an Buddha erinnert, erscheint es wahrscheinlicher, dass sie meditiert. Der Grad der Gelassenheit drückt tiefe Meditation aus und damit Erfahrung in dieser Übung des in sich Versenkens. Das Bildnis selbst ist intuitiv entstanden. Es offenbart das Geheimnis seiner Entstehung nicht, sondern bewahrt es in sich. Gelassenheit und Ruhe im Augenblick der Berührung (Umarmung) scheinen hervor, das Bestreben, sich der Betrachtung nicht aufzudrängen, sie in dem zu belassen, was im Augenblick geschieht.

Die sich auf diese Weise selbst beschreibende Intuition während der Betrachtung bringt das Wesentliche dieses speziellen Wahrnehmens zum Vorschein. Dieses Wahrnehmen ist wenig berührt vom Verstand, der davon absieht, eine Erklärung zur Meditation zu liefern, sich vielleicht sogar nicht einmal dazu in der Lage sähe. Auch die Seele wird durch das Bild dazu eingeladen, die Gefühle so weit zu besänftigen, dass sie wie die glatte Oberfläche eines Bergsees wirken. Die Sinne spielen noch mit diesem Bild, offen dafür, zu weiterer Deutung anzuregen.
Aus der gemeinsamen intuitiven Betrachtung könnte sich folgende gemeinsame Bestimmung ergeben:

Intuition ist gefühltes Denken, das seine Gedanken in Bildern freigibt, nichts Fertiges eben, sondern Anregungen.
Die Vergegenwärtigung der Intuition lebt von vom Selbst entworfenen Bildern. Bilder der Intuition entstehen durch Sinne, Gefühle, Geist oder durch Träume des Unbewussten.

 

20
Mai
2012

Intuition des Lehrers

 
Der schöpferisch begabte Lehrer bereitet Unterricht intuitiv vor. Er antizipiert die Vermittlung der Information einschließlich des wahrscheinlichen Verhaltens der Lernenden.

Der Unterricht soll gefühlsmäßig und sachlich stimmen und vor allem interessant sein. Neben der fachlichen Kompetenz steht vor allem die soziale Kompetenz im Vordergrund. Der beste Unterricht taugt nichts, wenn der Umgang miteinander nicht stimmt.

Um aber der Lerngruppe überhaupt die Möglichkeit zu geben, sich im Verhalten auszuprobieren, überträgt der Lehrer möglichst Verantwortung. Das geschieht vorrangig durch das Delegieren unterrichtlicher Funktionen, einschließlich der die Lernerfolge sichernden Kontrollen. Den Lernenden bleibt es selbst überlassen, wie sie mit den Ergebnissen der Überprüfungen umgehen.
Das setzt selbstverständlich voraus, dass die Lernenden damit vertraut sind, sich selbst zu unterrichten.

Viele Lehrer scheuen davor zurück, unterrichtliche Funktionen an eine Lerngruppe zu delegieren. Sie trauen mangels Praxis mit dem unterrichtlichen Delegationsprinzip Lernenden nicht zu, sich wechselseitig zu unterrichten. Meine Erfahrung von vier Jahrzehnten zeigt, dass mangelndes Zutrauen und Vertrauen zwischen Lernenden und Lehrenden sich wechselseitig bedingen. Ohne diese Wechselwirkungen können unterrichtliche Intuitionen weder bei Lehrenden noch bei Lernenden entstehen. Es ist folglich für Lehrende unabdingbar, sich mit dem Phänomen der Intuition auseinander zu setzen.
 

19
Mai
2012

Lehrer

 
Lehrer, das ist eine (möglichst praktisch) hoch begabte schöpferische, kompetente Person, die Lernenden hilft, ihre schöpferischen Möglichkeiten intelligent zu verwirklichen. Der Lehrer erkennt die Möglichkeiten und Fähigkeiten seiner Schüler intuitiv und hilft ihnen, sich selbst helfen.

Ein Lehrer ist für seine Schüler Vorbild.
 

18
Mai
2012

Gedanke (Thought)

 
Gedanke ist ein inneres Bild, an das ich glaube. Dieses Innenbild ist für mich wahr. Denken ist Bilderleben, nämlich das Bild-Erleben der Seele und das Bilder-Leben ihrer Fantasie. Im Innenbild spiegelt sich ein gefühlter Augenblick des Denkens. Das ist für mich wahr, was ich fühle. Mein Gefühl schenkt mir Vertrauen in das, was ich betrachte und schenkt mir Sicherheit. Der Philosoph Descartes nennt diese Selbstgewissheit den Grund allen Wissens. Descartes erklärt dazu: Der Mensch kann an allem zweifeln, aber er kann nicht daran zweifeln, dass er zweifelt.
Bedeutet das, dass ich nur wissen kann, was ich fühle? Für das subjektive Wissen trifft das zu. Aber ausser dem subjektiven Wissen existiert noch intersubjektives Wissen und objektives Wissen. Intersubjektives Wissen beruht auf der Zustimmung von mehreren Subjekten. Objektives Wissen ist unabhängig von der Zustimmung einzelner Subjekte. Objektives Wissen beruht auf wissenschaftlichen (subjektunabhängigen) Gedanken. Intersubjektives und subjektives Wissen beruhen auf persönlichen Einsichten. Der Gedanke des Wissenschaftlers besteht aus einer definierten Abbildung. Auch er glaubt an dieses Bild, weil er den Methoden der Abbildung vertraut.

Um uns zurechtzufinden, müssen wir uns Bilder von der Welt machen, die aber nur Deutungen sind. Dieses Bedürfnis zu deuten ist die Ursache aller Religion und aller Wissenschaft.




Thought is an internal picture in which I believe. This inside picture is true for me. Thinking is a picture experience, namely the picture experience of the soul and the picture life of her imagination. In the inside picture a felt moment of the thinking is reflected. For me is true what I feel. My feeling gives me trust in what I look at and it gives me certainty. The philosopher Descarte calls this selfcertainty the reason for all knowledge. Descartes explains: The person can doubt all, but he cannot doubt that he doubts.
Does this mean that I can only know what I feel? To the subjective knowledge this applies. Intersubjective knowledge is based on the approval of several subjects. Objective knowledge is regardless of the approval of single subjects. Objective knowledge is based on scientific thoughts (independent of subject). Intersubjective and subjective knowledge are based on personal examination. The thought of the scientist concists of a defined picture. He also believes in this picture because he trusts the methods of the picture.

To find the way to us, we must make pictures of the world to ourselves which are only interpretations. This need to interpret is the cause of all religion and all science.
 

17
Mai
2012

Chronos oder Kairos (Chronos or Kairos)

 
Kairos ist die Zeit des metaphysischen Raumes. Diese Zeit ist nicht messbar, weil sie weder Anfang noch Ende hat. Der metaphysische Raum ist ohne Vergangenheit und Zukunft. Als metaphysische Zeit läuft "Kairos" nicht linear ab. Im Gegensatz zu "Chronos" kennt die metaphysische Zeit kein Werden. Das Wesen von "Kairos" ist das Sein. "Kairos" ist die Zeit der Selbstidentität. Es ist das Glück der Klausur "Ich bin ich".
"Kairos" ist die Zeit, die jeden überrascht, wenn die Zeit des Berufslebens vorbei ist. "Kairos" ist die Zeit der Wende. Die Existenz wandelt sich zur Essenz. Es ist die Einkehr des Werdens in das Sein.



Kairos is the time of the metaphysical space. This time is not measurable because it has neither beginning nor end. The metaphysical space is without past and future. As a metaphysical time "kairos" does not run off linearly. In contrast to "chronos" the metaphysical time knows no becoming. The being "kairos" is the being. "Kairos" is the time of the selfidentity. It is the luck of the exam „I am I".
„Kairos" is the time which surprises everybody if the time of the professional life is over. „Kairos" is the time of the turn. The existence changes to the essence. It is the self-communion of the becoming in the being.
 

16
Mai
2012

geradeaus oder querbeet (straight or all over the place)

 
Denken geschieht spielerisch. Aus diesem Grund bevorzugt das Denken Module, um Gedanken zu repräsentieren. Der Leser kann interessante Module aussuchen, um sich einen eigenen Gedankengang zusammenzusetzen. Aber lineares Denken grenzt die Möglichkeit des Spiels weitgehend aus. Lineares Denken ist Machtdenken. Der Autor will den eigenen Gedankengang durchsetzen,



Thinking happens playfully. That's why the thinking prefers modules to represent thoughts. The reader can select interesting modules to consist his own line of thought. But linear thinking excludes the possibility of the play to a great extent. Linear thinking is a power thinking. The author wants to put through his own line of thought.
 

15
Mai
2012

entweder - oder (either - or)

 
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Der Wert der Erkenntnis für ein Individuum hängt von der Entscheidung für die Wahrheit oder Richtigkeit ab. Die Alternative von Glaube und Wissen repräsentiert den Zwiespalt zwischen zwei Welten. Die Welt der Seele, die glaubt, ist der Welt des Verstandes, der weiß, diametral entgegengesetzt. Jeder Mensch muss entscheiden, welche der beiden Welten er sein Zuhause nennen will. Es ist eine Entscheidung zwischen Religion und Philosophie. Einige Leute benutzen die Philosophie, um ihre religiösen Vorstellungen zu begründen. Sie nennen diese Absicherung "Theologie". Aber der Glaube an die Offenbarung wird nicht zum Wissen, wenn die Schriften mit wissenschaftlichen Methoden interpretiert und registriert werden. Die Vermischung von Glauben und Wissen ist weit verbreitet. Den wenigsten Leuten ist klar, dass es nur die Entscheidung zwischen Glauben und Wissen gibt.




The value of the knowledge for an individual depends on the decision for the truth or correctness. The alternative of faith and knowledge represents the conflict between two worlds. The world of the soul which believes, is of the world of the mind which knows, diametrically opposite. Every person must decide, which of both worlds he wants to call his home. It is a decision between religion and philosophy. Some people use the philosophy to justify there religious images. They call this hedging "theology". But the faith in the revelation does not become the knowledge if the writings with scientific methods are interpreted and are registered. The mixture of belief and knowledge is widespread. To the least people it is clear that there is only the decision between belief and knowledge.
 

Seit 16 Jahren BEGRIFFSKALENDER

Wolfgang F.A. Schmid

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