15
Apr
2012

Das Geheimnis des Lebens

 
Das Geheimnis des Lebens wohnt in der Tiefe der Seele eines jeden Lebewesens. Das Geheimnis des Lebens ist nicht durch Wissen, sondern allein durch Glauben erreichbar. Glauben ist das Sehen der Seele. Wissen ist das Sehen der Vernunft. Was ist der Unterschied zwischen Glauben und Wissen?


The secret of the life

The secret of the life lives in the depth of the soul of every living being. The secret of the life is accessible not by knowledge, but only by faith. Faith is the seeing of the soul. Knowledge is the seeing of the reason. What is the difference between faith and knowledge?
 

14
Apr
2012

Die Frage (the question)

 


 
Wahrscheinlich hat jeder Mensch seine schöpferische Aufgabe im Leben. Sie schlummert in ihm wie der Same einer schönen Blume. Es ist Aufgabe der Erziehung, das Wachsen dieser Pflanze zu fördern. Aus diesem Grund vergleicht Pestalozzi den Erzieher mit einem Gärtner.
Aber dieser Vergleich trifft nicht zu. Im Gegensatz zu einem Gärtner weiß ein Erzieher nicht, zu was sich ein kleines Wesen entwickeln wird. Jedes Wesen muss dieses Rätsel lösen.

==> Geheimnis des Lebens



Every person probably has his creative job in the life. It slumbers in him like the seed of a nice flower. It is a job of the education to promote the wax of this plant. That's why Pestalozzi compares the educator to a gardener.
But this comparison does not apply. In contrast to a gardener an educator does not know to what a small being will develop. Every being must solve this riddle.

==> secret of the life

13
Apr
2012

Begriffskalender (concept calendar)

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Der Begriffskalender ist ein Puzzle.

Die Teile dieses Puzzles sind Begriffe. Diese Begriffe sind Elemente eines Systems namens Metaphysik. Die Metaphysik ermöglicht dem Denken, Vorgänge zu entdecken, die von den Sinnen nicht mehr erfasst werden können. Jeder kann dieses System auf seine Art und Weise entdecken. Er wählt und sammelt Begriffe, die ihm behagen. Denken ist nämlich keine strenge, sondern spielerische Angelegenheit. Jeder spielt dieses Spiel auf seine Weise. Kinder setzen konkrete Bilder zufällig zusammen. Philosophen und Mathematiker bevorzugen Abstraktionen und Künstler inszenieren ihre Gefühle fantasievoll.
Alle suchen und finden ihre Wahrheit. Die Wahrheit hat viele Gesichter. Wissenschaftler glauben nicht, dass es eine einzige Wahrheit gibt.

The concept calendar is a puzzle.

The parts of this puzzle are concepts. These concepts are elements of a system called metaphysics. The metaphysics enables the thinking to discover processes which cannot be grasped by the senses anymore. Everybody can discover this system in his way. He chooses and collects concepts which suit him. Thinking is not a strict, but a playful matter. Everybody plays this play in his manner. Children compose concrete pictures by chance. Philosophers and mathematicians prefer abstractions and artists produce their feelings imaginatively.
Everybody looks and finds them her truth. The truth has many faces. Even scientists do not think that there is one single truth.

12
Apr
2012

system (2)

1. A group of interacting, interrelated, or interdependent elements forming a complex whole.
2. A functionally related group of elements, especially:a. The human body regarded as a functional physiological unit.
b. An organism as a whole, especially with regard to its vital processes or functions.
c. A group of physiologically or anatomically complementary organs or parts: the nervous system; the skeletal system.
d. A group of interacting mechanical or electrical components.
e. A network of structures and channels, as for communication, travel, or distribution.
f. A network of related computer software, hardware, and data transmission devices.

3. An organized set of interrelated ideas or principles.
4. A social, economic, or political organizational form.
5. A naturally occurring group of objects or phenomena: the solar system.
6. A set of objects or phenomena grouped together for classification or analysis.
7. A condition of harmonious, orderly interaction.
8. An organized and coordinated method; a procedure. See Synonyms at method.
9. The prevailing social order; the establishment. Used with the: You can't beat the system.

https://www.thefreedictionary.com/system

11
Apr
2012

Metaphysik <<=>> Kybernetik

Metaphysik befasst sich als ein Bereich der Philosophie mit den Grundlagen der Natur allen Seins. Die Ontologie erforscht als zentraler Bereich die Kategorien des Seins und deren Wechselwirkungen.Ein anderer wichtiger Bereich der Metaphysik ist die Kybernetik, das Studium der Gesamtheit aller Phänomene. Dementsprechend untersucht die Kybernetik interdisziplinär die Struktur von Regelsystemen, eng verbunden mit der Informations-, Steuerungs- und Systemtheorie.
Helmar Frank, ein deutscher Mathematiker und Pädagoge gehört zu den ersten Wissenschaftlern, die mathematische Methoden auf das Lernen und in der Psychologie anwenden.

Die Komponenten der entsprechenden Systemtheorie beruhen auf den Kategorien des Aristoteles und auf den Dimensionen des pädagogischen Raumes von Helmar Frank.


Metaphysics is a branch of philosophy concerned with explaining the fundamental nature of being.A central branch of metaphysics is ontology, the investigation into the basic categories of being and how they relate to each other. Another central branch of metaphysics is cybernetics, the study of the totality of all phenomena.

Cybernetics is also the interdisciplinary study of the structure of regulatory systems. Cybernetics is closely related to information theory, control theory and systems theory.

The components of the suitable cybernetic system theory are based on the categories of Aristotelis and on the dimensions of the educational space of Helmar Frank.


NB:

Norbert Wiener wrote a book called "Cybernetics" in 1948. His sub-title was "control and communication in the animal and machine". Wiener's sub-title also states that both animals
(biological systems) and machines (non-biological or "artificial" systems) can operate according to cybernetic principles.
Helmar G. Frank, a German mathematician and pedagogist was among the first scientists to apply mathematical methods in teaching and psychology.(Kybernetische Grundlagen der Pädagogik, 2 Bd. 1969)

10
Apr
2012

Nichts <<=>> Zufall ==> Sein




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Der bedingungslose (absolute) Anfang eines Systems aus dem allumfassenden allgegenwärtigen Chaos des Ur-Einen entsteht durch Zufall. Weil dies nicht sinnlich vernehmbar ist, wird es das Nichts genannt.

Das Nichts wird wesentlich geprägt durch das Spiel möglicher Möglichkeiten, die durch zufälliges Zuordnen in wirkliche Möglichkeiten übergehen,um sich einordnend zu möglichen Wirklichkeiten zu formieren. Diese Formation scheint schließlich als Information der Wirklichkeit hervor.

9
Apr
2012

System (1)


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Sobald sich das Ur-Eine entwickelt, erscheint es als geordnetes Gebilde bzw. System (von griechisch σύστημα (zu einer Gesamtheit von Elementen Gebundenes, die so aufeinander bezogen bzw. miteinander verbunden sind und in einer Weise wechselwirken, dass sie als eine ursachen-, wirkungs-, sinn- oder zweckgebundene Einheit angesehen werden können.

Während der Systementwicklung organisieren sich Strukturen optimierend, wobei sowohl Systematisierung als auch Strukturierung von der aktuell bzw. situativ modifizierenden Information geregelt werden. Während der Soll-Ist-Vergleich logisch gesteuert wird, erfolgt die Veränderung aufgrund modifizierter Strukturierung methodisch.


Regelungsstruktur


Hinter der schematisch vereinfachte Darstellung der regelnden Information des Ur-Einen verbirgt sich deren kategorienbedingte Kompliziertheit. Das Bewusstwerden organisiert sich zwar analog, aber sprachlich bleibt das gewöhnlich unberücksichtigt. Ursprünglich komplexe Gedanken werden unter Umständen so stark vereinfacht, dass sie erfahrenes Bilderleben verfälschen.

Empirisch wird inzwischen sogar bezweifelt, ob sich das durch Erziehung und Bildung eingeengte Bewusstsein überhaupt in der Lage zeigt, angesichts des verbliebenen Fassungsvermögens des Kurzzeitgedächtnisses alle erforderliche Perspektiven bzw. Aspekte zu erfassen.

So zeigt sich das Bewusstsein außerstande folgende künstlerische Linienführung angemessen sprachlich wiederzugeben:


Scho-nheit


Die Kunst sagt uns mehr, als wir aussprechen können.Analog zur Kunst verhält es sich bei der Mathematik. Wer erfasst folgende Formel wirklich?

E=mc²

8
Apr
2012

Urgrund

 

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© urs


Der alte Einsiedler erzählt den jungen Suchenden, dass Weisheit jener Weg sei, das von Natur aus gegebene Urwissen in sich durch inneres Schauen zu entdecken. Der griechische Name für dieses innerlich vorgestellte Urbild ist εἶδος (eidos) bzw. ἰδέα (idea) = Vorstellung, Urbild).


Der Anfang von allem zeigt sich in der Kontemplation als Einheit (gr. τò ἕν: to hen) von Information und Energie. Außer diesem Einen existiert nichts. Als Bedingung der Möglichkeit zu ordnen besteht Information:

aus der Initiation von Gleichheit durch Zu-und Einordnen, aus der Initiation von Entwicklung durch Vor- und Nachordnung, aus der Initiation von Hierarchien durch Über- und Unterordnung und aus der Initiation von Strukturen und Systemen durch An- und Beiordnung.


Als Bedingung der Möglichkeit zu formen und zu gestalten besteht Energie:
aus der Initiation von werden und vergehen, und zwar:
faktisch: essentiell, modal,
instrumental: konditional, quantitativ,
qualitativ: kausal, final,
situativ: temporal, lokal./1/


Indem Energie informiert wird, entsteht Materie. Welten entstehen, weil sich Energie achtfach formt und zwölffach gestaltet und so materiell erscheint. Allerdings sind nicht alle Arten und Weisen von Materie, selbst durch die empfindlichsten Messinstrumente nicht, unmittelbar sinnlich vernehmbar.


Der alte Heilige bemerkt sehr ernst: Es existiert also ganz offensichtlich eine materielle Welt, die für uns nicht mehr wahrnehmbar ist. Und er vermutet diese Welt als das eigentliche Jenseits, ohne Anspruch, auf physische Formen gänzlich verzichten zu müssen. Und ihm ist noch die Ergänzung wichtig, dass dieses Jenseits wegen seines physischen Gehalts einem Schöpfer keinen Raum gewährt.




/1/ Eigenschaften (Welche?), Merkmale (Was?), Arten und Weisen (Wie?)

Mittel (Womit?), Voraussetzungen (Wobei?), Maße (Wie viel?)

Werte (Sinn (Weshalb?), Zweck (Wofür?)), Ursachen (Warum?), Wirkungen (Wozu?)

Momente: Orte (Wo?), Zeiten (Wann?)
 

7
Apr
2012

Gebrochene Vernunft

 

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© urs


Eines Tages suchte ein Erzieher den alten Einsiedler in seiner ärmlichen Höhle auf. Er wollte nämlich von ihm erfahren, warum sich Menschen so egozentrisch verhalten, dass sie für den Erfolg ihres Egos selbst vor Kriegen nicht zurückschrecken und als einzige Tiere ihre eigenen Lebensräume vernichten.

Der alte Seher aber antwortet dem Erzieher, dass dies daran liegt, dass er ihn fragt. Weil der Erzieher ihn aber nicht versteht, versucht ihm der Seher zu erklären, dass Erziehen nichts anderes bedeutet als die Entfremdung des Menschen von sich selbst:

"Die religiöse Erziehung entreisst dem kleinen Kind seine Seele, um sie auf dem Altar der Unterwerfung unter einen allmächtigen Gott zu opfern!"
"Gott aber ist die Liebe, und lehnt deshalb solche Selbst-Veräußerung der Seele ab!"

"Die künstlerische Erziehung verliert sich in der Technik der Selbst-Ausstellung statt das Ich sich im Spiel des ins Werk Setzens von Wahrheit verlieren zu lassen. Das Ich soll seine Bilder zeigen, nicht das Selbst ausstellen!"
"Über Bilder, in denen man das Selbst merkt, ist man verstimmt. Eine verstimmte Seele nimmt die Harmonie (Stimmung) der Schönheit nicht wahr!"

"Die philosophische Erziehung schneidet die Seele aus dem kleinen Wesen, indem sie diese zum Allgemeinen des Begreifens vom Besonderen des Glaubens abstrahiert, 'Abstraktion' ist der Name für die Selbst-Beschneidung des Menschen!"
"Der Weg zur Natur aber führt nicht durch kultivierte Abstraktionen, sondern durch wild gewachsene Konkretionen des Lebens!"

"Die wissenschaftliche Erziehung spezifiziert sich auf tragische Weise und zerbricht die Vernunft in spezielle Disziplinen. Durch diese tragische Disziplinierung verrät sie die Konzentration auf die Natur als das Eine in allem!"

Und der alte Einsiedler fasst alles in einem Gleichnis zusammen: "Im Alten Testament wird das Turmbau-Vorhaben als Versuch der Menschheit gewertet, Gott gleichzukommen. Wegen dieser Selbstüberhebung straft Gott die Völker, die zuvor eine gemeinsame Sprache hatten, mit Sprachverwirrung und zerstreut sie als Sprachen der Religion, der Kunst, der Philosophie und Wissenschaften über die ganze Erde!"

==>> Urgrund

 

6
Apr
2012

Der blinde Seher

 

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© urs


In der verborgenen Höhle in der Nähe der Quelle unseres größten Flusses lebt seit Jahren ein Einsiedler, den die frommen Leute in der Umgebung den blinden Seher nennen. Seine den Sinnenreizen verschlossenen Augen lassen ihn auf besondere Art und Weise Innenbilder wahrnehmen. Das Besondere des als Einsiedler lebenden blinden Sehers besteht in seiner dreifachen Begabung des Schauens innerer Bilder durch die Seele, durch den Verstand und durch die Vernunft.

Mit der Seele schaut er die gefühlten, intuitiven Bilder der Fantasie, in denen er vor allem Utopien wahrnimmt. Mit dem Verstand schaut er die Ideen natürlicher Phänomene und die Ideale des Handelns. Mit der Vernunft schließlich schaut er die Theorien und Modelle natürlichen Verwirklichens von Utopien, Ideen, Idealen,Theorien und von Modellen.

Diese hohe Begabung des blinden Sehers führt dazu, dass er von vielen theologisch, philosophisch, künstlerisch oder wissenschaftlich Interessierten aufgesucht wird.

==>> Gebrochene Vernunft

 

5
Apr
2012

Anonyme Offenbarung

 

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Aus der vollkommenen Übereinstimmung von Ich und Selbst erwächst die geheime (anonyme) Offenbarung der Natur. Das, was davon vernommen werden kann, gelangt durch die innere Stimme zum Vorschein. Dieses Vorscheinen geschieht durch das Gestalten einer Geschichte. Die Harmonie von Ich und Selbst erscheint in Bildern schöpferischer Augenblicke. In günstigen Fällen lassen sie sich in Zeichnungen, Gemälden, Kompositionen oder kleinen Texten festhalten. Es handelt sich um sensible Punkte der eigenen Lebenslinie.

==>> Der Einsiedler

 

4
Apr
2012

Offenbarung

 

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Offenbarung ist eine natürlich Gabe der Natur. Die Natur offenbart sich als Schöpfung, sobald Ich und Selbst kongruent sind. Durch das vollkommene Gleichgewicht von Seele und Verstand und dessen Bewahrung durch die Vernunft wird Weisheit neben Tapferkeit, Gerechtigkeit und Besonnenheit zur Quelle seherischer Kraft. Im höchst seltenen Fall einer besonderen Ausnahme versammelt sich diese Kraft in einem Wesen, dem sich Wahrheit offenbart.

Offenbarung meint das Erschließen bzw. Eröffnen von etwas Verborgenem. In der Religion bedeutet Offenbarung (gr. apokálypsis) das Offenlegen des Wesens der Schöpfung Gottes. Offenbarungen lassen sich als Worte der Seele selbstverständlich nicht in Lehrsätzen als Wissen vermitteln, sondern allein durch den Glauben erschließen.

Sobald sich Ich und Selbst vereinigen, geben sie das innere Wissen der Natur frei. Von da an vermag das Wesen das zu schauen, was es begehrt. Dieses Schauen (gr. idein) verhilft ihm über alle Behinderungen durch Körper oder Verstand hinweg. Sätze der Offenbarung sind ganz persönlich gemeint. Sie bedürfen erst der Übersetzung, wenn sie von anderen erfasst werden können sollen.

==>> Anonyme Offenbarung

 

3
Apr
2012

Nachfolge

 

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© urs


Als Folge von etwas hängt die Wirkung einer Nachfolge vom Vorausgegangen ab. Existieren bedeutet für das Ich dem Selbst nachzufolgen. Als durch Erziehung und Bildung gegebene Vorgabe vermittelt sich das Selbst vorrangig durch die innere Stimme.

Lebendig Leben bedeutet, Ich und Selbst in Übereinstimmung zu bringen. Der Erfolg dieses Selbstwerdens gelangt vor allem durch das Altern zum Vorschein. Der ursprüngliche Name für diesen Vorschein ist Weisheit.

Im Alter verkürzen sich Vergangenheit und Zukunft zunehmend beschleunigt auf die Gegenwart hin. Das Leben im Augenblick gewinnt ebenso an Bedeutung wie das Loslassen belastender Projektierungen. Das im Selbst angekommene Ich gewinnt an Kraft für den schöpferischen Augenblick (Kairós), und Weisheit bedeutet, diesen nicht nur zu erkennen, sondern auch zu nutzen.

==>> Offenbarung

 

2
Apr
2012

Innere Stimme

 

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© urs


Die innere Stimme ist für in Introspektion Erfahrene die Sprache der Seele. Gewöhnlich gelangt die innere Stimme als Antworten auf das Fragen des Ichs zum Vorschein. Jede Frage des Ichs kann während der Introspektion beantwortet werden. Wenn das Ich tief in sich geht, dann findest es zweifellos die Antwort. Doch wenn das Ich eine Antwort erhält, muss es herausfinden, ob sie von der Seele, vom Verstand oder von der Vernunft kommt. Wenn sie vom Herzen oder von der Seele kommt, dann wird das Ich ein Gefühl der Erleichterung, ein Gefühl des Friedens erhalten. Es werden keine widersprüchlichen Gedanken mehr kommen und der Antwort widersprechen. Aber wenn die Antwort nicht von Herzen oder von der Seele kommt, dann wird zunächst der Verstand zum Vorschein kommen und der Botschaft, die das Ich erhalten hat, widersprechen.

Botschaften, die vom Verstand kommen, tragen keine Gewissheit in sich. In diesem Augenblick sagt der Verstand etwas, im nächsten Augenblick sagt er etwas anderes. Aber das Herz gibt immer dieselbe Botschaft. Wenn das Ich am Morgen meditiert, gibt es dem Ich eine Botschaft. Wenn es am Abend meditiert, wird es vom Herzen dieselbe Botschaft erhalten.

Wenn das Ich die innere Botschaft erhält, etwas zu unternehmen, z.B. jemanden zu besuchen wird es einfach gehen und diesen Besuch machen. Doch wenn die Botschaft von seinem Verstand kommt, dann werden viele Fragen auftauchen, bevor es sich zu diesem Besuch aufrafft. Fällt aber der Besuch nicht erwartungsgemäß aus, dann: „Nein, ich habe doch nicht das Richtige getan. Ich habe eine falsche Botschaft erhalten."

Wenn die Botschaft jedoch von der Seele kommt, wird das Ich völlig überzeugt sein und Erfolg wie Misserfolg mit derselben Zufriedenheit hinnehmen.

Im Gegensatz zu den Stimmen von Seele und Verstand neigt die Stimme der Vernunft zum inneren Dialog. Der innere Monolog ist eine Form, einen eigenen Gedankengang zu organisieren. Der innere Monolog bezieht sich gewöhnlich auf eine vorgestellte Person oder eingebildete Figur. Ebenso ist es möglich, dass sich das Ich mit sich selbst unterhält. Es ist nicht selten, dass es sich bei der eingebildeten Figur um einen sogenannten inneren Ratgeber handelt, mit dem das Ich einen inneren Dialog führt. Es kann sogar sein, dass es sich um eine Art geistigen Helfer handelt, der dem Ich Empfehlungen oder Ratschläge erteilt.

Der innere Dialog als Disput im Kopf einer Figur ist eine Sonderform des inneren Monologs, der sich durch folgende Momente entwickelt:

1

Für den inneren Monolog muss man sich klarmachen, was von einem erwartet wird. Meistens wird erwartet, dass das Ich sich in Situation und Person einer Figur einfühlt und sich so wie sie ausdrückt.

2

Für den inneren Monolog wird eine Ausgangssituation gegeben, die sehr wichtig ist, denn auf sie wird den ganzen Text über eingegangen. Es gibt also einige Fragen, die man für sich beantworten sollte.

Die Ausgangssituation ist meist ein Zitat aus dem vorgängigen Text. Wichtig hierbei ist, dass man den Text bis dorthin gelesen hat oder weiß, was bis dahin mit der betreffenden Figur passiert.

3

Meistens wird dann eine fiktive Situation erfunden, z.B. dass die Figur in dieser Textstelle einen Tagebucheintrag schreibt oder über die Situation nachdenkt. Die Frage, die man sich hierbei zuerst stellen sollte, ist: "Wie würde ich reagieren?"

4

Dabei sollte man in Betracht ziehen, was bisher geschehen ist und welche Konsequenzen die verschiedenen Möglichkeiten zum Agieren hätten.

5

Nachdem diese Möglichkeiten klar geworden sind, versetzt man sich in die geforderte Person hinein. Was wissen wir über diese Person? Ist sie besonders temperamentvoll, religiös, schüchtern...? Welche Charakteristik ist besonders bei ihr ausgeprägt, was macht sie aus?

6

Jetzt versuchen wir unsere eigene Reaktion dem anzupassen, was diese Person an unserer Stelle tun würde.

7

Jetzt, nachdem wir wissen, wie die Person auf die Situation reagieren würde, machen wir uns klar, was sie denken würde. Was wäre ihr innerer Konflikt, was würde diese Person beschäftigen? Die Antwort darauf vergegenwärtigt sich als innerer Dialog.

8

Versuchen Sie nicht der Person verstandesmäßig Reaktion und Gedanken aufzuzwingen, sondern fühlen Sie sich seelisch in sie hinein, um zu sagen, was diese Person sagen würde.

9

Es darf nicht vergessen werden, dass der innere Monolog nicht gegliedert ist, niemand denkt wie in einer Erörterung. Gedanken fliegen durcheinander und stoßen sich gegenseitig an, ein Gedanke führt zum anderen. Der innere Monolog läuft wesentlich spielerisch ab.

==>> Nachfolge

 

Seit 16 Jahren BEGRIFFSKALENDER

Wolfgang F.A. Schmid

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