7
Nov
2010

Novembertage (1)




Wenn sich Nervenzellen langweilen

fuer-november

... dann ist gleichsam ‚Funkstille’. Die innere Stimme schweigt, weil keine Gedanken mehr ins Bewusstsein gesandt werden. Angesichts dieser Leere ist die Stimmung auf dem Tiefpunkt und eine hilfreiche Einstellung fehlt. Es herrscht Depression. Seelischer Tiefdruck besagt noch nicht, dass die Gehirnneuronen untätig sind. Andererseits sind im Herbst geistige Hochs, die Ideen mit sich führen, weitaus seltener als im Frühling.

Das liest sich so, als ob das äußere Wetter das innere Klima sehr stark beeinflusst, dass graue Nebelschwaden draußen auch die geistige Klarheit drinnen eintrüben. Man sitzt herum und hat schlichtweg zu nichts Lust. Jeder weiß, dass man sich von einer solchen Situation nicht einfangen lassen darf und man der Dämmerung in eine mögliche Nacht hinein entgegenwirken kann, indem man sich um das fehlende Licht kümmert.

Welche Möglichkeiten des inneren Lichts sind Ihnen vertraut?


6
Nov
2010

N.N. (26)




23th


Seit langem existiert in der neuronalen Gegend ursprünglicher Erinnerungen eine Idee. Diese Idee wünscht sich, dass sie als Leitgedanke einmal schildern darf, wie es unter Gedanken im neuronalen Netz zugeht.

Aber bis jetzt hat sie noch keine Möglichkeit gefunden, dies zu tun. Das liegt vor allem daran, dass ihr keine sie bewegenden Gefühle helfen wollen. Das hat sich jedoch geändert, seit ein Antrieb unterwegs ist, der das Vorhaben dieses Leitgedankens unterstützen möchte.

Für den lebendigen Geist gibt es immer einen Gedanken, der ihn schöpferisch bewegt.


(Fortsetzung folgt)


5
Nov
2010

N.N. (25)




22th


Ist ein Gedanke stark genug, dass er sich als Grundidee durchsetzen kann, wird er sich mit anderen Gedanken verbinden, um sich entfalten zu können. Um das zu erreichen, muss er andere von sich überzeugen, d.h., er muss sie fühlen lassen, dass es sich für sie lohnt, sich auf ihn einzulassen.

Die Initiativen eines durchsetzungsfähigen Gedankens fallen auf, indem sie im Bewusstsein dazu führen, sich immer wieder auf ihn einzulassen.

Prüfe einen Gedanken, der Dich immer wieder beschäftigt daraufhin, warum er Dich nicht in Ruhe lässt und wozu er Dich auffordert.


(Fortsetzung folgt)


4
Nov
2010

N.N. (24)




21th


Da sich eine Nervenzelle im Bewusstsein sprachlich und bildlich meldet, lässt sie sich auch am erfolgreichsten aktivieren und beeinflussen, wenn sie zweifach durch Wort und Bild angeregt wird. Ein Bild ist für ein neuronales Netz eine anschauliche Maßnahme, etwas zu verändern. Aus diesem Grund kann es als Vorbild oder Vorgabe fungieren.

Wer sich zum Bild, das seine Krankheit abgibt, das Gegenbild von Gesundheit vorstellt, kann sogar eine Gesundung erreichen, wenn es ihm gelingt, sich den Zustand seiner wieder gewonnenen Gesundheit intensiv oder realistisch genug vorzustellen.

Logik ist vor allem der neuronale Weg, Neuronen sprachlich zu verbinden. Kunst ist dagegen der neuronale Weg, Neuronen mit Hilfe vorgestellter Bilder zu verbinden.


(Fortsetzung folgt)


3
Nov
2010

Bitte sehr




Bitte sehr!
Aller Anfang ist schwer,
Ab und zu Neubeginn!
Das macht durchaus Sinn!
Statt Wiederholung des immer Gleichen,
sollte Altes stets dem Neuen weichen.

Irgendwann wirst Du versagen,
wenn Einfälle es nicht wagen,
mit ganz anderen Sachen
völlig Anderes zu machen!
Vor allem die schöpferische Seele das mag
Einmal an jedem neuen Tag!

Bitte sehr
Das ist nicht schwer!
Wie ein Stück Kuchen
Musst Du es nur versuchen!
Oh, es kostet keinen Heller
Du hast es längst auf Deinem Teller!



2
Nov
2010

Allerseelen




Welche Heiligen tatest Du für Dich erwählen?
Hast Du keinen, dann nimm Allerseelen!

Das ist der Tag aller Toten, die starben
ohne Heiligenschein,
so ganz ohne Wunder nur versehen
mit einfachem Sein!

Allein umgeben von Liebe entschlafen,
ohne dass sie auf Gottes Gnade trafen!

Aber das kann ihnen niemand mehr rauben,
Liebe zählt auch in der anderen Existenz viel mehr als Glauben!



1
Nov
2010

Allerheiligen




Dieses Fest habe ich als Kind als außerordentlich praktisch empfunden. Alle Heiligen zusammen an einem Tag in einen Topf. Ein Eintopf. Warum dann noch die vielen anderen Gedenktage? Und was hat das mit dem Friedhof zu tun, den wir einmal im Jahr genau an diesem Tag besuchten?

Eintopf war nicht unbedingt nach meinem Geschmack. Aber mein Namenstag am Reformationstag. Ja, das war schon immer nach meinem Geschmack.

Und es gefiel mir auch, was ich damals in der Taschenbuchausgabe des Konstanzer Bibellexikons lesen konnte, nämlich wie unverantwortlich es von christlichen Eltern sei, ihrem Kind den Namen "Wolfgang" zu geben. Schließlich meint "Wolfgang" doch einen Wolf auf der Fährte.

"Wolfgang" auch in der Bedeutung 'Waffengang'…

...Gegen das Bildungsgehabe der Deutschen!


 "Wau".



31
Okt
2010

Halloween - Memento mori




Tod


In wessen Hände
legt ein Mensch sein Ende?

Glaube tröstet nicht,
nicht die Hoffnung auf das Licht.


Am großen Schluss das Ende wagen,
mutig seine Angst zu Grabe tragen.

Niemals hat sich ein Toter an Lebende gewandt
und eine Botschaft vom Leben danach gesandt!



30
Okt
2010

N.N. (23)




20th


Es existieren Neuronen mit unterschiedlicher Mächtigkeit. Das bedeutet diese Neuronen weisen unterschiedlich weitreichende Verbindungen im neuronalen Netz auf. Sprachlich vertreten werden solche Neuronen durch Namen von Mengen, Gruppen oder Klassen. Diese Neuronen werden also durch Wörter wie "Fest", "Baum", "Gebäude" oder "Mensch" aktiviert.

Sobald eine Nervenzelle sprachlich aktiviert ist, wird sie initiativ. Sie meldet sich als Neuron des Bewusstseins an, um dort Bilder, zu denen sie Verbindungen hat, vorzustellen. Diese Projektion beruht also auf der Verbindung eines Neurons als Bewusstseinsneuron zu einer Gedächtniszelle, die aufgrund von Erfahrung das angeforderte Bild beinhaltet. Bewusst wird die Herstellung einer solchen Verbindung durch die Erinnerung an dieses Bild.

Bewusstwerden entsteht, indem sich Neuronen verbinden. Nur während des Verbindens vorhandener Inhalte wird neuronale Energie verbraucht. Müssen aber neue Bilder geschaffen werden, dann wird zusätzliche neuronale Energie erzeugt, eine Erklärung dafür, warum man durch geistiges Schaffen Kraft schöpfen kann.


(Fortsetzung folgt)


29
Okt
2010

N.N. (22)




19th


Wie das Wahrnehmen so kann auch das Denken nachlassen und an geistiger Sehschärfe verlieren. Diese Schwächung wird meistens anfänglich und gewöhnlich auch überhaupt nicht bemerkt.

Es gibt jedoch Symptome, welche auf diesen Verlust rechtzeitig aufmerksam machen. Man muss seelische, körperliche und geistige Anzeichen unterscheiden.

Ein seelisches Anzeichen besteht im Nachlassen der Funktion des Filterns, also im Nachlassen des kritischen Umgangs mit Inhalten des Bewusstseins. Bewertungen und Beurteilungen werden entweder großzügiger oder kleinlicher und das Gewissen meldet sich dort nicht mehr, wo es ansonsten einen Vorgang gestoppt haben würde.

Ein geistiges Anzeichen besteht in der Eintrübung klaren Denkens. Gedanken erscheinen sprachlich weniger ausdrucksvoll und inhaltlich weniger konkret. Allmählich geht zudem die schöpferische Tätigkeit zurück, und sie nimmt weniger Rücksicht darauf, ob andere damit etwas anzufangen vermögen.

Ein körperliches Anzeichen zeigt sich allgemein im Nachlassen der Tatkraft und bisweilen auch in der Tätigkeit des Gedächtnisses.

Gegen den Verlust des Denkens hilft allein das Denken, d.h. das ständige, unermüdliche Üben im Gestalten eigener Gedanken, denn für neuronale Aktivitäten bedeutet Stehenbleiben Zurückgehen.


(Fortsetzung folgt)


28
Okt
2010

Bilder




Bilder sind Spiegelungen des Unbewussten. Bilder schaffen Bewusstsein. Worte begleiten diese Bilder und machen sie uns verfügbar und denkbar. Bilder schaffen Vorstellungen, die wir in Gedanken zu verstehen versuchen.

Denken vollzieht Erfahren als Bilder-Leben und Bild-Erleben. Denken ist Erfahrung als Bilderleben.

Aber wir erfahren durch die Bilder mehr als wir denken können. Übergangene Gedanken kehren als Träume oder Ideen zurück. Sie beschäftigen uns, weil wir sie nicht gesehen haben.

warum bilder verführen.


27
Okt
2010

N.N. (21)




18th


Der Körper reagiert auf selbstheilerische Gedanken sehr gut. Um aber das Denken zur Selbstreparatur von Körper oder Geist einsetzen zu können, muss man einige Dinge wissen. Das Denken vollzieht sich sowohl als inneres Sprechen als auch als Erleben innerer Bilder.

Im einfachsten Fall besteht ein Gedanke aus gefühltem oder empfundenem Wort und Bild. Das Wort „Wald“ bewirkt nichts, wenn nicht die damit verbundene Ruhe oder Stille gefühlt wird. Das mit diesem Wort verbundene Bild kommt dann nicht an. Umgekehrt nutzt auch das Wort „Gesundheit“ überhaupt nichts, wenn man sich nicht in der Vorstellung bei kräftiger Gesundheit erleben kann.

Wunder geschehen erst durch die Energie des Bildes und dann durch die Kraft des Glaubens!


(Fortsetzung folgt)


26
Okt
2010

- Zum Tod von Loki Schmidt -



Für ein liebevoll erfülltes Leben
hat sie ihm und er ihr Kraft gegeben.
Beeindruckende Energie all die Zeiten,
helfende Worte, Gedanken von großen Weiten.
Stärker als des Schicksals Hiebe
war ihre große, all beeindruckende Liebe.

Zu einem erfüllten Leben
gehört es, vom inneren Reichtum abzugeben.
Überzeugung bei allem Streben,
weniger nehmen und vielmehr geben,
große Kraft und auch Schwäche daneben.

Das erfüllte, reiche Leben
hat tiefe gegenseitige Anerkennung gegeben.


25
Okt
2010

N.N. (20)




17th


Ein Gedanke ist nicht nur ein Augenblick des Denkens, sondern er vermag auch selbst zu denken. Wir können das Denken eines Gedankens sogar mitbekommen, wenn wir die Innere Stimme hören. Gedanken müssen sich versprachlichen, um sich anderen mitteilen zu können. Die Sprache ist das Verkehrsnetz der Gedanken.

Ein Gedanke existiert sowohl als elektrische Schwingung als auch als chemische Substanz. Beide Seinsweisen werden durch Sprache zugleich als Einheit angesprochen und aktiviert. Weil ein Gedanke ein neurobiologisches Phänomen ist, kann verständlich werden, dass Gedankenströme körperliche Prozesse unmittelbar beeinflussen und auch heilen können oder umgekehrt Medikamente Gedanken zu verändern vermögen.


(Fortsetzung folgt)


Seit 16 Jahren BEGRIFFSKALENDER

Wolfgang F.A. Schmid

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