10
Okt
2010

N.N. (6)




3th

Was sich beschreiben lässt, das lässt sich nicht tief genug fühlen. Allein das Gefühl vermag weit hinter den Verstand zurückzugehen. Die Physik der Natur ist die Metaphysik der Liebe.

Vor allem Werden und Sein war nur Liebe. Allein durch Liebe wird Energie informiert, Materie zu erzeugen.

Wenn Du nicht von Liebe bewegt wirst, bist Du auch nicht motiviert.


(Fortsetzung folgt)


9
Okt
2010

N.N. (5)




2th

Liebe ist Leben lange vor aller Vernunft und jenseits allen Verstandes. Die Liebe wohnt unmittelbar im Licht der Energie.

Weil das Bewusstsein der Liebe die Seele ist, besteht ein Gedanke aus einer guten, schöpferischen Tat.

Weil die Vernunft der Liebe das tiefe innere Gefühl ist, bildet sie sich allein durch Mitgefühl.

Handle nach Deinem Gefühl, und lass' sein, wozu es schweigt!

Wer so handelt, folgt keinem Bauchgefühl, sondern der Vernunft der Natur.


(Fortsetzung folgt)


8
Okt
2010

N.N. (4)




1th

Natur ist der Anfang und das Ende von allem, das wird. Aus Energie entsteht Materie und Marterie vergeht wieder zu Energie. Materie ist nur eine vorübergehende Erscheinungsform der Energie.

Hüte Dich also davor, Entstehen und Vergehen religiös oder philosophisch verstehen zu wollen.

Es ist keine Schande, etwas Unbegreifliches nicht zu verstehen, aber es ist eine Schande, etwas Unverstandenes in einen Begriff zu bringen!


(Fortsetzung folgt)


7
Okt
2010

N.N. (3)




Vorwort

Vor langer Zeit leben Einsiedler, von denen keine Überlieferung erzählt, in völliger Abgeschiedenheit.

Es sind die Namenlosen, weil sie in völliger Einsamkeit des Ichs ohne Selbst existieren. Sie verzichten auf jede Form des Anhaftens.

Sie legen das Gelübde, alles loszulassen ab. Deshalb haben sie auch keine Namen und verfügen über keine Wörter oder gar Sätze.

Und so verbringen sie ihre Tage in Schweigen. Sie verzichten auf jede Art von Zeichen, um sich zu verständigen.

Sie betreiben Philosophie, indem sie malen und ihre Gedanken durch ihre Bilder zum Vorschein bringen. Ihre philosophischen Werke veröffentlichen sie als Musik.

Sie kennen keine Gesänge und sie dichten durch die Komposition ihrer Bilder. Obgleich diese Einsiedler weder über Worte noch Zeichen verfügen, können sie sich hervorragend verständigen, indem sie einander empfinden und sich durch ihre Gefühle mitteilen. Weil sie keine Macht haben, da sie alles lassen, streiten sie nicht und hegen keine negativen Regungen.

Diese Schrift beruht auf Eingebungen, welche uns diese Naturwesen geschenkt haben. In vielen Jahren der Abgeschiedenheit und Einsamkeit habe ich ihre Gedanken in Worte gefasst und aufgeschrieben, obwohl mir die Einsiedler deutlich machten, dass sich Gedanken in Worten verlieren. Ich habe es dennoch versucht.

Ich gebe nur wieder, was in dieser geheimen Schrift von den Geboten der Natur geschrieben steht. Diese sind in Vergessenheit geraten, weil Wörterwesen nur die Bibel verstehen, die erzählt wie mit dem Wort am Anfang alles entstanden ist und wie durch vernichtende Worte alles wieder zerststört wurde.

Zu viele Worte hüten ein Geheimnis.


(Fortsetzung folgt)


6
Okt
2010

N.N. (2)




Als Kladdentext auf dem vergilbten Umschlag lese ich: Das Original wurde durch Zufall in einer Höhle gefunden. Diese Höhle fiel Mönchen auf, weil zwei weiße Vögel den Höhleneingang bewachten. Zunächst mutmaßten sie, dass es sich um ein Nest handeln müsse. Aber niemals konnten sie Anzeichen von Nest- oder gar Brutpflege beobachten. Also kletterten die Mönche voller Neugier zu dieser Höhle hinauf und entdeckten das Original dieser Schrift. Sie fertigten eine Handschrift davon, die sie dem Abt zur Gründung des Klosters Citeaux im Jahr 1098 als Geschenk überreichten. Diese Schrift wurde von den Zisterziensern die Jahrhunderte hindurch immer wieder kopiert und in ihren Klöstern verbreitet.

P. Raphael OCist, Novizenmeister

Ich bin neugierig auf den Inhalt des Buches. Ich brauche jetzt einen guten Platz, an dem mich niemand stört und ich in Ruhe lesen kann. Diesen Platz finde ich in der Klosterkirche. Ich betrete die karg ausgestattete Kirche und setze mich auf eine Bank. Ich halte das Buch in Händen und beginne zu lesen.


(Fortsetzung folgt)


5
Okt
2010

N.N. (1)




Es besteht bis heute kein Wissen darüber, wer diese Schrift, die ich hier abschreibe, usprünglich verfasst und hinterlassen hat. Erwiesen ist nur, dass sie Jahrtausende vor der Bibel entstanden ist. Trappisten haben diese alte Schrift etwa vor vierhundert Jahren gedruckt und vertreiben sie auch seit dieser Zeit. Ich habe eines der letzten Exemplare. Das sehr wertvolle und doch recht unscheinbare Exemplar ist mir in der kleinen Klosterbücherei der Abtei aufgefallen. Dort befand es sich völlig unauffällig zwischen alten Reclam Heften.

Nicht nur der Titel "N.N." macht mich neugierig, sondern vor allem auch der für mich unerschwingliche Preis. Ich frage an der Kasse nach, ob es sich um einen Irrtum handle. Aber der Mönch dort erklärt mir mit leiser Stimme freundlich lächelnd, dass dieses kleine Buch unbezahlbar sei. "Deshalb befindet es sich ja schon seit vielen vielen Jahren im Regal!"

Ich bedanke mich und während ich das Buch zurücktrage, kommt mir eine Eingebung. Ich gehe mit dem Buch zur Kasse zurück und bitte den Mönch, mir dieses kleine Buch als Geschenk für mich zu verpacken. Der Mönch versteht und nickt zustimmend während er das Buch für mich in Geschenkpapier einpackt, segnet und mir überreicht.

Die Leute in der Warteschlange beobachten diesen Vorgang hoch erstaunt mit offenem Mund. Niemand sagt etwas. Trotz meiner Freude über das Geschenk wird mir das nun peinlich. Als ich weggehen will, hält mich ein Kunde auf mit den Worten "Warten Sie!" und drückt mir einen Fünf-Euro-Schein in die Hand. Völlig überrascht und total verlegen greife ich unwillkürlich nach dem Schein und verlasse fast fluchtartig den kleinen Buchladen des Trappistenklosters.


(Fortsetzung folgt)


4
Okt
2010

Franz von Assisi



franziskus1


3
Okt
2010

Einigkeit, Recht, Freiheit



'Mal ganz kurz
es ist schnurz,
wie das Volk denkt,
nur das Kapital lenkt!

Macht doch, was Ihr wollt,
nur dem Kapital zollt.
Was sollen Träume,
wir fällen die Bäume
und werfen Milliarden raus!

Ihr müsst es uns schon gönnen,
wir schröpfen, was wir können.
Was sollen wir den Armen geben,
wir müssen doch leben.

Ihr werdet Euch nicht entsinnen
und wir werden im März gewinnen!

2
Okt
2010

Un-Wahrheit



Wenn Menschen heuchelnd lügen
und andere zwecks eigner Vorteile betrügen,
dann meinen sie, sich Recht zu geben,
denn sie sind ja allen anderen überlegen.

Besserwisser sind nicht ehrlich,
deshalb sind sie so gefährlich.
Frömmler mit Wahnvorstellung betrügen,
indem sie andere predigend belügen.

Lehren bedeutet in der Regel die Ichsucht mehren,
denn man will den anderen ständig mit sich selbst belehren.
Der Ehrliche sollte es niemals wagen,
den anderen die Wahrheit zu sagen.

Denn die Wahrheit verbirgt sich,
und meine ist schon gar nichts für Dich!
Jeder, der die Wahrheit erkannt,
hat sich immer schon verrannt.

1
Okt
2010

Bewusstsein



Im Bewusstsein treffen sich zumeist
die Seele und der Geist
mit ihrem Fühlen und Denken
um Verhalten gemeinsam zu lenken.

Mit Identifikation fängt Bewusstwerden an
das Neue sucht sich mit Altem seine Bahn.
Wenn aber alte Erfahrungen nichts Neues erhalten
müssen sie samt Gehirn veralten.

Aber dies gibt nirgendwo mehr Halt
und der Mensch wird viel zu schnell alt
und der Tod wird sich zu bald ankünden,
wenn neue Inhalte verschwinden.

Das Gehirn wird allein dann satt,
wenn es viele Fragen hat,
um lange jung zu bleiben,
muss es sich an Neuem reiben.

Denn Bewusstsein existiert nur dann,
wenn es sich immer wieder Neues ersann.
Denn erst lange zuvor der Geist schweigt,
bevor sich sein Körper zurück zu Erde neigt.

30
Sep
2010

Signale



Auffällige Reize von draußen,
stürmen nach drinnen und sausen
als Signale die neuronalen Bahnen,
auf denen Innenreize entgegenkamen.

Diese nun von Erfahrungen künden
und sich mit Außenreizen verbinden.
So wird das Fremde jetzt vertraut,
und als bekannt im Gedächtnis verstaut.

Dieser Vorgang heißt Identifikation,
Wiedererkennung als Lohn.

29
Sep
2010

Lassen



Nichts erfassen.
Alles lassen.
Nicht lieben oder hassen!

Lass Dein Sein sein.
Sei in Dir daheim.
Gedanken sind nur wunschlos rein!

Ohne alles loszulassen,
bekommst Du gar nichts zu fassen
und das Selbst wird Dein Ich verprassen.

28
Sep
2010

Gedicht



Wie viel Gewicht
hat ein Gedicht?
Ein Gedanke in gefühlter Form,
unwägbar, denn es fehlt die Norm!

Siehst Du es denn nicht
das innere Licht?
Augen sind die Fenster der Seelen
Sieh hinein, ohne Dich davon zu stehlen!

27
Sep
2010

Kosmetik



Deine Gesichtszüge
sprechen ohne Lüge.
Es sind Worte Deines Lebens,
Symbole Deines Strebens.

Du kannst das nicht verstecken,
Kosmetik kann das nicht verdecken.
Anti-Aging-Cremes sind Lügen,
um sich und andere zu betrügen.

Seit 16 Jahren BEGRIFFSKALENDER

Wolfgang F.A. Schmid

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