31
Jan
2007

Gelungene Gespräche (2)

gelungene-gesspraeche2

Der Austausch von Gedanken dient der Mitteilung von Gefühlen. Ein gutes Gespräch lebt von der sich einstellenden harmonischen Schwingung, die wir als gutes Gefühl erleben. Ist es dann nicht naheliegend, sich unmittelbar über Gefühle auszutauschen?

Gefühle brauchen ein Medium, durch das sie getragen werden. Das sind die Inhalte, die einen Menschen bewegen und die sein Handeln bestimmen. Ein gemeinsames Projekt, das leidenschaftlich betrieben wird, ist die beste Voraussetzung für gelungene Gespräche.
(urs)

30
Jan
2007

Gelungene Gespräche

gelungene-gespraeche

Menschen, die miteinander sprechen, wollen verstanden werden. Eine wichtige Voraussetzung dazu ist das gemeinsame Interesse am Inhalt. Aufmerksamkeit ist ein Anzeichen dafür. Die Vernunft prüft die aufgenommenen Gedanken auf Klarheit. Ungenaue Formulierungen können durch Fragen trennscharf werden. Die erfolgreiche gemeinsame Entwicklung des Gedankenganges führt allein nicht zum Eindruck, Verstehen hergestellt zu haben. Es ist das Gefühl, das darüber entscheidet, ob ein solcher Austausch geglückt ist.
(urs)

29
Jan
2007

Gedanken unterwegs (2)

gedanken-im-fluss2

Wer einem Menschen zuhört oder einen Text liest, möchte verstehen. Er nimmt aufmerksam wahr und konzentriert sich auf den Gedankengang. Er macht sich das Aufgenommene zu eigen, indem er seine Gedanken damit verbindet. Die zumeist unbewusst mit wahrgenommene Körpersprache und Stimmung entscheiden über das Ausmass der Offenheit.
(urs)

28
Jan
2007

Gedanken unterwegs

gedanken-im-fluss

Die Gedanken eines Menschen können wir in der Regel nicht unmittelbar erfassen. Wer spricht oder schreibt, wählt aus. Er konzentriert sich auf das, was er zum Ausdruck bringen möchte. Inhalte, die zugleich bewusst sind, müssen im Hintergrund gehalten werden. Sie sind jedoch mit verantwortlich für die Entstehung der mitgeteilten Gedanken. Die Körpersprache vermittelt einen Eindruck von der Befindlichkeit und der Einstellung eines Menschens. Texte geben die Stimmung des Schreibenden wieder.
(urs)

27
Jan
2007

Denken

gedanke

Einen Gedanken, der durch das Bewusstsein fließt, fest halten, ihn im Licht bewegen, schauen, was er von sich her anbietet - er verweist selbst auf die Verästelungen, die ihn umgeben und zu ihm führen. Der Gedanke beinhaltet die Begründung für das, was er aussagt. Die einzige Voraussetzung ist, dass der Blick ruhig auf ihn gerichtet bleibt.
(urs)

26
Jan
2007

Prägungen

innere-landschaften

Das Bewusstsein erfährt Zeit und räumliche Ausdehnung. Ereignisse werden zu unterscheidbaren Zuständen. Sie können miteinander verglichen werden. Gefühlte Kommentare markieren als Gewichtungen Höhepunkte und Ebenen. Innere Landschaften wachsen. Sie verändern sich.

Die Erscheinung eines Menschen erlaubt manchmal einen intuitiven Blick in diese die Person prägenden Bezirke.
(urs)

25
Jan
2007

Zwei Seiten

winter

Gestern ist - in den letzten Januartagen - der Winter eingekehrt. Viel Schnee ist in kurzer Zeit gefallen. Alle sind betroffen. Der eingespielte Ablauf scheint gestört. Der Weg zur Arbeit muss erst einmal 'erarbeitet' werden. Der Tag beginnt mit Schnee räumen... die Sicherheit ist beeinträchtigt, Termine müssen ausfallen, die Versicherungen sind betroffen... Unser durchorganisiertes Leben wird für kurze Zeit angehalten.

Und dann ist da auch noch der Schnee: Die Dächer sind unter einer dicken weißen Masse beinahe versteckt. Heute Morgen leuchtet das Weiß vor einem strahlend blauen Himmel. Auf der Fensterbank eine wulstige Haube; ich lege meine Hand darauf. Kühl und nass ist die Haut. Die Form meiner Hand sehe ich im Schnee. Jetzt höre ich auch eine Kinderstimme. Lachen schallt zu mir herauf.
(urs)

24
Jan
2007

Introspektion

introspektion

Der innere Dialog wechselt erst dann in Introspektion, wenn jemand den inneren Dialog als solchen betrachtet. Introspektion ist die Fähigkeit, Prozesse, die das Bewusstsein organisieren, zu betrachten. Es ist eine natürliche Fähigkeit, über die alle Menschen verfügen. Allerdings ist diese Fähigkeit in Vergessenheit geraten. Aber ohne gezielte Nutzung dieser Fähigkeit wäre so etwas wie Wissenschaft niemals entstanden.

Für die griechischen Naturphilosophen ist die Introspektion eine Möglichkeit, auch Phänomene wahrzunehmen, die nicht durch die Sinne vermittelt werden. Selbstverständlich ist das Wissen um dieses Vermögen nicht erst zweieinhalb Jahrtausende alt. Höchst wahrscheinlich ist es so alt wie die Menschheit selbst. Es existieren zwei Wissenschaften, welche die Introspektion zur Erkenntnisgewinnung nutzen. Philosophie, das ist nichts Anderes als das Betrachten, Beobachten und Begreifen von Introspektionen. Mathematik überführt Definitionen in Formeln. Durch diese Überführung werden Phänomene berechenbar.
(swf)

23
Jan
2007

Einfache Fragen

einfache-fragen

Es sind drei Fragen, die das Handeln unmittelbar bestimmen: Was geschieht gerade? Was soll geschehen? Was kann ich jetzt tun, damit das eintritt?

Die erste Frage führt zur genauen Betrachtung und Beobachtung. Der aktuelle Zustand wird festgestellt. Die zweite Frage vergleicht das Ergebnis mit einem vorhandenem Ziel. Der Vergleich verhilft zu mehr Trennschärfe bei der Betrachtung der augenblicklichen und der angestrebten Situation. Die Antwort auf die dritte Frage - Was kann ich jetzt tun, damit das gewünschte Ergebnis eintritt? - verlangt konkrete Handlungsanweisungen. Damit sorgt die Beantwortung dieser Frage nochmals für mehr Genauigkeit.

Dargestellt ist eine ideale Situation. Sie tritt dann ein, wenn es Ziele gibt, der Wille zur Erreichnung der Ziele stark genug ist und die Gefühle das Unternehmen kräftig unterstützen.
(urs)

22
Jan
2007

Probehandeln

probehandeln

Das Gehirn braucht Abwechselung. Die wirkungsvollste Abwechslung besteht in einer Herausforderung. Aufgaben, deren Lösung Erfolg versprechen, haben eine gute Chance, motivierend zu wirken. Die Erfahrung vieler Jugendlicher ist jedoch ein Mangel an Bestätigung durch erfolgreiches Handeln. Eltern und die Schule erreichen sie nicht mehr. Computerspiele bieten der Fantasie statt dessen die Möglichkeit, sich auszuprobieren. Die Einseitigkeit der Rollenangebote zeigt sich in den sehr beliebten Ballerspielen. Die Technik erlaubt eine realitätsnahe Darstellung. Gewaltszenarien, immer wieder in Variationen durchlaufen, liefern Erfolgserlebnisse durch inszenierte Brutalität.

Je realitätsnaher solche Darstellungen sind, desto eher bieten sie eine Vorlage für das Verhalten. Wirklichkeit und Fantasie können nicht mehr unterschieden werden. Das ist umso wirksamer, je weniger die Jugendlichen in der Lage sind zu abstrahieren. Die Herstellung solcher Spiele sollte folglich verboten werden.
(swf/urs)

21
Jan
2007

Klare Sicht

klare-sicht

Die Gegenwart ist eingebettet in eine Vielzahl von Bezügen zwischen Wünschen und Zielen, Erlebtem und Erwartetem, der Vernunft Zugänglichem und intuitiv Erkanntem. Wir schauen hierhin und dorthin, betrachten Ausschnitte, geleitet von Bedürfnissen. Das dabei inszenierte Verhältnis von Chaos und Ordnung bestimmt das Ausmass an Zufriedenheit. Gelingt es, bereits Bekanntes so weit loszulassen, dass es Sprungbrett für die Begegnung mit noch nicht Erfahrenem ist, dann sind wir glücklich.
(urs)

20
Jan
2007

In Verbindung

in-verbindung

Zugtüren schließen sich. Jemand blickt dem davon fahrenden Zug nach, winkt. Menschen entfernen sich voneinander. Der räumliche Abstand wächst.

Klick. Ein Gesicht als Abdruck auf dem kleinen Display.
(urs)

19
Jan
2007

Zentrieren

zentrieren

Die meiste Zeit spazieren Gedanken durch die inneren Landschaften. Gerne nehmen sie dann Impulse auf. Und sie antworten rasch - mit einem Bild oder mit einem Wort, je nach dem, was ihnen gerade begegnet.

Im Traum bestimmen gefühlte Bilder den Verlauf. Das Tagesbewusstsein nimmt die entstandenen Gefühlsfarben anders auf. Der Eindruck von einem Vakuum kann entstehen. Inhalte lösen sich in Unbestimmtheit auf. Sich auf etwas konzentrieren, denkend eine Struktur entwickeln und etwas gestalten erzeugt dann Entspannung durch Konzentration.
(urs)

18
Jan
2007

Schlicht und ergreifend

schlicht-und-ergreifend

Texte dokumentieren Bilderleben (Denken). Wie Fotos oder Filme können Texte verschwommen, verwackelt, über- oder unterbelichtet sein. Perspektive und Abstand können ungünstig gewählt sein.
(swf)

Seit 16 Jahren BEGRIFFSKALENDER

Wolfgang F.A. Schmid

Ergänzende Webseiten

 

Archiv

Mai 2021
April 2021
März 2021
Februar 2021
Januar 2021
Dezember 2020
November 2020
Oktober 2020
September 2020
Juni 2020
Mai 2020
April 2020
März 2020
Februar 2020
Januar 2020
Dezember 2019
November 2019
Oktober 2019
Juni 2019
Mai 2019
April 2019
März 2019
April 2018
März 2018
Februar 2018
Januar 2018
Dezember 2017
November 2017
Oktober 2017
September 2017
August 2017
Juli 2017
Juni 2017
Mai 2017
April 2017
März 2017
Februar 2017
Januar 2017
Dezember 2016
November 2016
Oktober 2016
September 2016
August 2016
Juli 2016
Juni 2016
Mai 2016
April 2016
März 2016
Februar 2016
Januar 2016
Dezember 2015
November 2015
Oktober 2015
September 2015
August 2015
Juli 2015
Juni 2015
Mai 2015
April 2015
März 2015
Februar 2015
Januar 2015
Dezember 2014
November 2014
Oktober 2014
September 2014
August 2014
Juli 2014
Juni 2014
Mai 2014
April 2014
März 2014
Februar 2014
Januar 2014
Dezember 2013
November 2013
Oktober 2013
September 2013
August 2013
Juli 2013
Juni 2013
Mai 2013
April 2013
März 2013
Februar 2013
Januar 2013
Dezember 2012
November 2012
Oktober 2012
September 2012
August 2012
Juli 2012
Juni 2012
Mai 2012
April 2012
März 2012
Februar 2012
Januar 2012
Dezember 2011
November 2011
Oktober 2011
September 2011
August 2011
Juli 2011
Juni 2011
Mai 2011
April 2011
März 2011
Februar 2011
Januar 2011
Dezember 2010
November 2010
Oktober 2010
September 2010
August 2010
Juli 2010
Juni 2010
Mai 2010
April 2010
März 2010
Februar 2010
Januar 2010
Dezember 2009
November 2009
Oktober 2009
Juni 2009
Mai 2009
April 2009
März 2009
Februar 2009
Januar 2009
Dezember 2008
Oktober 2008
Februar 2007
Januar 2007
Dezember 2006
November 2006
Oktober 2006
September 2006
Dezember 2005
November 2005
Oktober 2005
September 2005
August 2005
Juli 2005
Juni 2005
Mai 2005
April 2005
März 2005
Februar 2005
Januar 2005
Dezember 2004

Aktuelle Beiträge

. . .
Man muss alle Bewegungen der Natur genau beobachten,...
wfschmid - 25. Mai, 09:45
Unsichtbare Welt
Neuronale Dämmerung im Dunkel des Unbewussten. Der...
wfschmid - 24. Mai, 06:44
glaub' oder glaube nicht was...
glaub' oder glaube nicht was geschehen ist schuf dich ich...
wfschmid - 15. Mai, 04:07
Annähern
Loslassen können Es erinnern Leuchtende Bilder An diesen einzigartigen...
wfschmid - 14. Mai, 08:30
Magische Linien 1
Magische Linien 1 Geschützte Markierung Gefühle der...
wfschmid - 13. Mai, 09:26
Magische Linien 1
Geschützte Markierung Gefühle der Atem die Energie ein...
wfschmid - 13. Mai, 09:23
Sehr schön
Lieber Wolfgang, meine Emails kommen offenbar nicht...
snafu - 6. Mai, 10:55
. . .
So offenbart sich im Stillleben Vincent van Goghs „Ein...
wfschmid - 30. April, 10:52

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Status

Online seit 7777 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 24. Juli, 02:02

Suche (AND, OR erlaubt) - Nächste (leere) Zeile anklicken!

 

Credits

 

 

Es gelten die Rechtsvorschriften für Webseiten der Universität Flensburg © Texte: Wolfgang F. Schmid (sofern nicht anders ausgewiesen) wfschmid(at)me.com Bilder: Ulrike Schmid (sofern nicht anders ausgewiesen) mail(at)ulrike-schmid.de

 wfs


development