Die Sprache der Intuition

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Die Sprache der Intuition lebt von vom Selbst entworfenen Bildern. Bilder der Intuition entstehen durch Sinne, Gefühle, Geist oder durch Träume des Unbewussten.
Sobald das wahrgenommene Bild1 betrachtet wird, vermittelt sich intuitiv, was der Gesichtsausdruck bedeutet. Die Intuition initiiert die Vorstellung von einer schlafenden oder meditierenden Person. Die Gesichtszüge deuten eine asiatische Herkunft an. Weil der Gesichtsausdruck an Buddha erinnert, erscheint es wahrscheinlicher, dass sie meditiert. Der Grad der Gelassenheit drückt tiefe Meditation aus und damit Erfahrung in dieser Übung des in sich Versenkens. Das Bildnis selbst ist intuitiv entstanden. Es offenbart das Geheimnis seiner Entstehung nicht, sondern bewahrt es in sich. Gelassenheit und Ruhe scheinen hervor, das Bestreben, sich der Betrachtung nicht aufzudrängen, sie in dem zu belassen, was im Augenblick geschieht.
Die sich selbst beschreibende Intuition während der Betrachtung bringt das Wesentliche dieses speziellen Wahrnehmens zum Vorschein. Dieses Wahrnehmen ist wenig berührt vom Verstand, der davon absieht, eine Erklärung zur Meditation zu liefern, sich vielleicht sogar nicht einmal dazu in der Lage sähe. Auch die Seele wird durch das Bild dazu eingeladen, die Gefühle so weit zu besänftigen, dass sie wie die glatte Oberfläche eines Bergsees wirken. Die Sinne spielen noch mit diesem Bild, offen dafür, zu weiterer Deutung anzuregen.
Intuition ist gefühltes Denken, das seine Gedanken in Bildern freigibt, nichts Fertiges eben, sondern Anregungen.
Intuition entsteht, sobald sich Fantasie, Vernunft und Verstand harmonisieren.
Fantasie, Vernunft, Verstand bilden in eins zugleich den inneren Strom des Denkens. Die Fantasie initiiert und gestaltet das Bilderleben, die Vernunft erfährt sich als Bilder-Leben und der Verstand reflektiert sich im jeweiligen Bild-Erleben.
Die Quelle dieses Stroms liegt in den Tiefen des Unterbewusstseins. Intuitiv fließt er als Bewusstwerden und gelangt als Stimmung, Einstellung oder gar als Idee zum Vorschein.
wfschmid - 12. März, 05:00
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