Überfordertes Bewusstsein
Spielerische Wechselwirkungen gefühlsmäßigen Wahrnehmens mit geistigem Wahr Nehmen während des Bewusstwerdens gestalten unser Erleben von Wirklichkeit. Das Bewusstsein davon ist ein geringer Ausschnitt. Wir erfahren mehr als wir erleben. Oder: Wir wissen weniger als wir glauben. Der Anteil des Bewusstseins während des Bewusstwerdens ist weitaus geringer als der des Unbewussten. Das Einengen der Erfahrung wird durch jenen Grundsatz deutlich, auf welchem alles Wissen gründen müsste. Dieser das Wissen umfassende Basissatz lautet: Ich erfasse etwas erst dann und nur dann vollständig, wenn ich über dessen Grund und Zweck in Hinsicht auf seine Ursache und Wirkung verfüge, und zwar nach Art/Weise und Umstand der auffälligen Eigenschaften seines Wesens unter Berücksichtigung des Mittels und Ausmaßes in Raum und Zeit seines Vorscheinens. Aber diese zwölf Perspektiven und Aspekte des Bewusstseins (Kategorien), nämlich Grund und Zweck, Ursache und Wirkung, Eigenschaften und Wesen, Art/Weise und Umstand, Mittel und Maß, Raum und Zeit zugleich vermag keine Wissenschaft zu berücksichtigen. Der zureichende Grund dieser Unzulänglichkeit ergibt sich aus der Enge des menschlichen Bewusstseins, das höchstens sieben Perspektiven oder Aspekte in eins zugleich zu erfassen vermag. Aufgrund dieses eingeschränkten Fassungsvermögens bleibt auch der Basissatz des Wissens für jeden letztlich unverständlich.
wfschmid - 8. April, 04:00
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