28
Mai
2011

Die innere Uhr


Aesthe Logkat entschließt sich, früher aufzubrechen. Sie möchte sich davon überzeugen, ob die viel gelobten Predigten des Abtes auch ihr Interesse wecken werden. So kommen die beiden gut zwei Stunden vor der Zeit an. Das Institut, in dem sie erwartet werden, ist noch geschlossen. Und tatsächlich nutzt Aesthe die Zeit und begibt sich mit Hekate in die kleine Kirche des Klosters. Der Zelebrant ist gerade dabei, mit seiner Predigt zu beginnen.

"Viele von Euch haben mich gebeten, noch einmal über die gestohlene Zeit zu sprechen. Viele, besonders ältere Menschen, werden das Gefühl nicht los, dass ihnen immer mehr Zeit gestohlen wird. Sie behaupten sogar, dass ihre Tage immer kürzer werden. Und tatsächlich ist es so, dass auch im Lebensherbst die Tage kürzer werden. Es existieren überhaupt viele Parallelen zwischen physischer und metaphysischer Natur, aber auch ebenso viele Missverständnisse. So trifft man immer noch, wenn es um die Entstehung der Jahreszeiten auf unserer Erde geht, auf eine falsche Annahme wie die folgende:

Da unser Planet sich auf einer elliptischen Bahn um die Sonne bewegt, sind wir unserem Stern im Sommer näher und im Winter ferner - und daraus entstünden die Temperaturunterschiede. Dem ist aber durchaus nicht so ! Im Gegenteil - die Sonne ist in den Wintermonaten der Nordhalbkugel sogar näher.

Ebenso wenig trifft die Annahme über den Zusammenhang von Altern und Zeit zu. Aber vorweg noch die Richtigstellung:

Die elliptische Bahn der Erde ist verantwortlich für die Länge der Jahreszeiten: an ihrem sonnenächsten Punkt bewegt sich unser Planet etwas schneller als an ihrem sonnenfernsten. Diese Gegebenheit ruft nicht nur die Jahreszeiten an unserer Oberfläche hervor, sondern bestimmt auch die Höhe der Sonne über dem Horizont, legt die Daten für Tages- und Nachtgleichen fest und erzeugt zum Großteil die klimatischen Besonderheiten auf unserem Planeten.

Der Frühlingsanfang liegt auf dem 21. März. Beide Pole sind von der Sonne gleich weit entfernt, sie selbst steht auf dem Himmelsäquator und beginnt ihn in Richtung Norden zu überqueren. Für alle Äquatorgebiete auf der Erde verläuft die Sonnenbahn an diesem Tag entlang des Horizontes. An allen anderen Orten herrscht Tag und Nachtgleiche, d.h. die Sonne steht für 12 Stunden unter und für 12 Stunden über dem örtlichen Horizont.

Am 21. Juni bewegt sich die Sonne auf ihrem nördlichen Wendekreis. Auf der Nordhalbkugel beginnt der Sommer. Wir haben Sommersonnenwende und den längsten Tag des Jahres. Die kürzeste Entfernung zwischen Sonne und dem Nordpol ist erreicht.  An den Orten des nördlichen Wendekreises steht die Sonne Mittags genau im Zenit. Am 23. September wiederholen sich die Eigenschaften des Frühlingsbeginns, nur dass die Sonne diesmal den Himmelsäquator nach Süden überschreitend erreicht. Wieder herrscht Tag und Nachtgleiche. Der Herbst beginnt. Die Sonne geht gegen 6 Uhr im Osten auf und gegen 18 Uhr im Westen unter.

Die physikalischen Eigenschaften der Sonne lassen sich, wie gesagt, auf die metaphysikalischen Eigenschaften der inneren Sonne übertragen, ein Vergleich der schon dem Philosophen Platon in den Anfängen unserer Kultur nicht fremd ist.

Im Lebensfrühling laufen die neuralen Zyklen im Gehirn sehr viel schneller ab, und es stehen auch mehr Transmitter zur Verfügung. Da die Zeit die Abfolge von Ereignissen darstellt und die Zeit als Geschwindigkeit empfunden wird, werden auch die schnell aufeinander folgenden Ereignisse als viel Zeit empfunden. Da das Zeitempfinden also im Verhältnis zur Anzahl der stattfindenden Ereignisse steht, hat der Mensch in frühen Jahren seines Lebens im Gegensatz zur Uhrzeit mehr Erlebniszeit zur Verfügung als in späten Jahren des Lebens. Im Alter läuft die Lebensuhr langsamer und erzeugt daher das Empfinden, weniger Zeit zu haben. Und woher rührt dieses veränderte Verhalten der Lebensuhr?

Im Lebensfrühling überschreitet das Bewusstwerden und damit das innere Licht die Grenze zwischen linker und rechter Hemisphäre und bewegt sich auf die linke Hemisphäre zu. Die Vernunft erwacht, wächst und der Einfluss des Gefühls wird schwächer. Mit der Zunahme der Vernunft aber beschleunigt sich die Organisation von Bewusstseinsinhalten. Der Mensch gewinnt für Jahre den Eindruck, möglich viel in möglichst wenig Zeit erreichen zu müssen. Da sich Intensität aus dem Verhältnis von Energie und Aufgaben ergibt, entsteht auch das Gefühl, viel zu erleben, obgleich oft viel Energie an weniger sinnvolle Aufgaben verschwendet wird. Während in jungen Jahren körperliche, seelische und geistige Kräfte noch gebündelt werden, triften diese mit zunehmenden Alter immer mehr auseinander und beanspruchen dadurch zugleich auch zunehmend mehr Aufwand. Je mehr aber diese Kräfte sich splitten, um so höher wird der Verschleiß. Das innere Licht kehrt sich in seiner Fortbewegung um. Das innere Licht bewegt sich wieder auf die rechte Hemisphäre zu und die Hektik der linken Hemisphäre nimmt ab. Da sich aber das rechtshemisphärische Wahrnehmen eher gefühlsmäßig vollzieht, werden die sogenannten vernünftigen Dinge nicht mehr so beachtet; sie werden folglich mit geringerer Wachheit aufgenommen und infolgedessen gleichsam übersehen. Es entsteht der Eindruck, weniger zu erleben, und somit verkürzt sich auch die erlebte Zeit. In Wahrheit handelt es sich hier um eine Täuschung, die allein auf einem Wahrnehmungsfehler beruht. Die Wahrnehmung der linken Hemisphäre beinhaltet vor allem das Werden, während sich das Wahrnehmen der rechten Hemisphäre auf das Sein konzentriert. Diese Konzentration aber verbraucht mehr Zeit. Gleichzeitg verlangsamen sich die körperlichen Vorgänge.

Die Bäume verlieren im Herbst ihr Laub, weil neue Knospen nachdrängen. Alte Gewohnheiten verlieren an Bedeutung, weil neue Ideen keimen. Und genau das wird übersehen, weil wir den Blick für das Wesentliche verloren haben. Aber das Wesentliche bleibt nun einmal für die Augen unsichtbar. Deswegen ist es auch fatal, Gott mit den Sinnen aufspüren zu wollen. Er existiert nun einmal für die linke Hemisphäre nicht. Die rechte Hemisphäre aber speist ihr Wissen allein aus dem Glauben. Sie ist allein in der Lage, Gott aufzuspüren. Und im Alter liegt die Chance, dieses Gespür des Herzens zu nutzen. Wir dürfen im Alter die Zeit nicht mit der Stoppuhr messen. Die Zeit des Alters vermögen wir allein an der inneren Uhr abzulesen. Diese aber zeigt Ideen statt Ereignisse an. Folgen Sie diesen Ideen und sie gewinnen die (scheinbar) verlorene Zeit wieder zurück!“


Aesthe schaut Hekate erstaunt an. Beide entschließen sich, einen Spaziergang zu machen, um über diese Predigt  zu sprechen.

27
Mai
2011

Nur Vermutungen?


Aesthe ist froh, dass ihr das Wochenende Zeit schenkt, um über das merkwürdige Geschehen nachzudenken. Sie beschäftigt sich mit dem Phänomen der Parallelwelt. Sie ist offen genug, zu erwägen, ob sich der Fall, mit dem sie sich beschäftigt, nicht in einer Art Paralleluniversum abspielen könnte. Sie überlegt aber auch, ob ihr möglicherweise ihre Vorliebe für Science-Fiktion einen Streich spielen könnnte.

Sie erinnert sich an das Gespräch mit der Parapsychologin aus dem Institut für Grenzgebiete. Um sich abzulenken, beschließt sie, erst einmal zum Wochenmarkt zu gehen, um dort Spargel und Erdbeeren zu kaufen. Dort trifft sie an einem der Gemüsestände ihre neue Assistentin Hekate Nekromans. Die sehr attraktive junge, sehr intelligente Frau, eine gebürtige Athenerin, gefällt Aesthe sehr und sie ist froh, sie als ihre Assistentin genommen zu haben. Hekate ist ebenso überrascht, als sie Aesthe erblickt und begrüßt sie freudig mit einem Lauchbündel, das sie nicht loslassen kann. „Ach, Porree könnte ich auch mitnehmen!“, sagt Aesthe. „Freue mich, Sie zu treffen. Was für eine nette Überraschung!“, erwidert Hekate. Aesthe drückt durch ihr offenes Lachen aus, dass sie genau so empfindet.

Wenig später sitzen die beiden Frauen bei Kaffee und Zigaretten in einem Cafe am Rande des Marktplatzes. Die Uhr des Rathausturmes gegenüber zeigt, dass es erst 10 Uhr ist. „Den Fall, an dem Sie gerade arbeiten, finde ich ja sehr spannend!“, schwärmt Hekate und setzt dann fort: „In der Akte finde ich ja alles genau beschrieben!“ Aesthe fragt Hekate nach ihrer Einschätzung. „Es leuchtet mir ein, was der Abt in seiner Anzeige gegen Unbekannt beschreibt, und ich verstehe auch, dass nur Mönche eines beschaulichen Ordens so etwas überhaupt entdecken können. Ich meine aber, dass die Fakten, mit denen er das Vergehen belegt, nicht ausreichen, weil er letzlich nur Vermutungen anstellt. Kurzum denke ich, dass uns Beweise für so etwas fehlen!“

„Nach dem, was ich weiß, wären hierfür Langzeitstudien erforderlich, da sich die Auswirkungen dieser geistigen Misshandlungen ja erst im Erwachsenenalter bemerkbar machen!“

„Warum lässt sich hier denn nicht so verfahren wie bei köperlichen Misshandlungen, bei denen man sich ja auch lediglich auf Symptome stützt?“, fragt Hekate.

„Das würde voraussetzen, dass geistige Misshandlungen überhaupt unmittelbar fassbare Symptome zeigen! Das ist aber meines Wissens nicht der Fall. Jedenfalls werde ich doch vorsichtshalber darüber noch ein Gespräch mit dem Abt, gemeinsam mit der Leiterin des Instituts für Grenzgebiete haben. Wenn Sie Interesse haben, mitzukommen, nehme ich Sie sehr gerne mit.“

„Das können Sie sich doch denken, dass mich das sehr interessiert!“, betont Hekate.

„Gut, dann kommen Sie gerne mit!“

26
Mai
2011

Einstellung


Die Kommissarin entschuldigt sich sehr bei der wartenden jungen Frau für die große Verspätung und bittet sie in ihr Büro. Unter all den vielen Bewerberinnen wählt Aesthe Logkat diese junge Frau aus, die ‘auf den ersten Blick’ für die freie Stelle am wenigsten geeignet zu sein scheint. Sie hat nicht Kriminologie, sondern Kunst studiert, und sie kommt von keiner Polizeischule, sondern aus einem Universitätsinstitut. Hekate ist zudem die einzige Bewerberin, die bei ihrer Vorstellung geraucht und ganz offensichtlich ihrem äußeren Erscheinungsbild wenig Zeit gewidmet hat.

Hekate macht auf Aesthe Logkat sogar den Eindruck, dass sie ihre Bewerbung gar nicht sonderlich ernst nimmt. Trotzdem entscheidet sich Aesthe Logkat intuitiv für diese junge Frau.

Den starken Bedenken ihrer Kollegen gegenüber entgegnet Aesthe, dass sie jemanden braucht, der sich nicht auf ausgetretenen Pfaden in ihr Büro schleppt, sondern dringenst eine Person, die ihre Untersuchungen völlig unvoreingenommen zu kritisieren vermag. Angesichts Logkat’s großer Erfolge verstummen nach und nach alle Einwände und Hekate wird eingestellt.

25
Mai
2011

Nicht (s) genutzt


„Sie sehen reichlich verstört aus! Sie sind doch hoffentlich nicht krank! Oder doch?“

Der Assistent verneint, und ein Blick auf die Uhr sagt ihm, dass er bereits vor zwei Stunden im Büro hätte sein müssen. Es ist ihm sehr peinlich, dass ihn seine Chefin so findet. Warum steht sie überhaupt vor seiner Tür? „Ist etwas passiert?“ fragt er sie, noch immer sichtlich verwirrt.

„Das kann man wohl sagen!“ erwidert sie, und er merkt, dass sie die Situation so wenig versteht wie er selbst. „Ich bin heute morgen kaum in meinem Büro, da erhalte ich telegraphisch eine Nachricht von Abt Gernot Seibel von Ihrem Verschwinden. Obwohl im ganzen Kloster nach Ihnen gesucht wird, bleiben Sie unauffindbar. He, was haben Sie in Mariawald zu suchen? Und warum halten Sie die Mönche dort für einen ihrer Mitbrüder?“

Er winkt ab, und gibt zu, dass er von solchen Besuchen immer wieder träumt. Jetzt greift die Kommissarin zum Handy, um anzurufen. Die Stimme eines Mannes meldet sich. Die Kommissarin: „Aesthe Logkat, Herr Abt, hier ist Ihr Mitbruder Frederic!“ Sie drückt ihm das Handy in die Hand. Frederic, ganz verunsichert „Hier ist Frederic. Ich weiss nicht, was ich sagen soll!“ Der Abt spricht jetzt so laut, dass ihn die Kommissarin verstehen kann. „Lassen Sie bitte den Unfug! Sie sind nicht unser Mitbruder Frederic!“, und er legt auf. Frederic gibt ihr das Handy zurück.

24
Mai
2011

Quelle eines Ursprungs


In der gefrorenen Hoffnung der inneren Stille scheint auch die schöpferischste Quelle eines rettenden Auswegs zu erstarren. Der Alte, von der Last seines Lebens in sich zusammengesunken, kauert vor dem Nichts unverwirklichter Möglichkeiten. Es ist die Seinsstelle, die das Leben für ihn vorgesehen hat. Dem Alten, der vermeintlich vor dem Nichts steht, fällt plötzlich ein bläulicher Lichtschein auf, der hinter dem Horizont seines Daseins hervorscheint. In den Höhen möglicher Möglichkeiten verdichten sich wirkliche Möglichkeiten zu einer Vision von einer Zukunft wirklicher Möglichkeiten gleich einer Sonne der altphilosophischen Ideenwelt.

Der Alte erhebt sich, um wieder Blickkontakt mit der Wirklichkeit aufzunehmen. Er spürt seine Kräfte wieder und zweifelt jetzt, ob ihn nicht nur dunkle Bilder überwältigt haben. „Du bist so alt wie du dich fühlst!“ hört er eine Stimme aus dem Hintergrund des Augenblicks. „Das ist wahr!“ murmelt er. „Dein Körper glaubt das und versucht, sich in dieser Wahrheit einzurichten!“ fügt die Stimme flüsternd hinzu. Jetzt wird ihm klar, dass er der Gefahr entkommt, sich gehen zu lassen.

Jetzt erwacht er, und der Traum verflüchtigt sich. Er sinnt dem Geträumten noch nach während er sich auf den Tag vorbereitet. Es bleibt nicht mehr viel Zeit, denn die Angelus-Glocke ruft bereits zu den Vigilien, der ersten der täglichen Gebetszeiten.

Es ist 5 Uhr morgens, als er die Klosterkirche betritt und sich zum kunstvoll geschnitzten Chorgestühl der Mönche begibt. Das geschieht nicht ohne Furcht, denn das gestrige Geschehen ist ihm noch sehr gegenwärtig. Wenn ihm das heute erneut widerfährt, wird er sich wohl an seinen alten Novizenmeister wenden. Aber während des Chorgebets hüllt ihn erneut dieses seltsame Licht ein. Das augenblickliche Geschehen entzieht sich ihm. Er sieht sich selbst mit den anderen in die Gebete und Gesänge der Vigilien vertieft. Nichts, das auffällig wäre. Und wieder nähert sich ihm diese merkwürdig jugendliche, bläulich verhüllte Lichtsgestalt, die ihn in seine Erinnerungen entführt. Er findet sich in der Trostlosigkeit seiner frühen Jugend wieder. Er geht den kleinen, von Trauerweiden fast verborgenen Fluss entlang. Das bescheidene Flüsschen, das nichts mehr von seiner geheimnisvollen Quelle verrät und unter falschem Namen seiner Mündung zufließt, beruhigt ihn und lädt ihn in seine Gedankenwelt ein. Dem in seinen Erinnerungen versunkenen Novizen kommt der Gedanke, dass er doch als Junge eigentlich nie an diesem Flüsschen entlang ging. Aber eine tiefere Erinnerung widerlegt das und zeigt ihn auf seinem uralten Damenfahrrad, wenn er gerade keine Lust zu gehen hat. Und ihm fällt ein, dass der Weg zum Schlachthof dort verläuft. Einmal pro Woche muss er dort das Fleisch für den Führhund des Vaters abholen. Er wischt diese Erinnerung beiseite und fragt sich, wer oder was ihn die Aach, alias Donau, entlang führt. Was soll ihm dieses hervorgeholte Bild denn Wichtiges zeigen? Vielleicht ist dort ein vergessener Gedanke wieder zu entdecken, der aus irgendwelchen Gründen weiterhilft.

Jetzt tritt die Lichtgestalt aus ihrer Verschleierung hervor und erkärt ihm, dass sie Mnemosyne und die Göttin der Erinnerung ist.

„Was willst du als heidnische Göttin inmitten eines christlichen Geschehens?“

„In der Welt jenseits eines in sich verfangenen und gefangenen Denkens haben alle wichtigen Geschehen Namen. Und die Namen von Gottheiten schenken dir die Möglichkeiten zu glauben! Dein Gott ist ja auch nur da, damit du glauben kannst!“

„Und was willst Du, woran ich glauben soll?“

„Meine Schwester Lethe und ich bestimmen, was als Sosein im Dasein vergessen und was erinnert wird. Wie nach Lethe, so benennt der Mythos auch nach mir einen Fluss, nämlich Mnemosyne, den Fluss des Erinnerns. Wer aus diesem Strom des Unterbewussten trinkt, wird sich an alles erinnern und mit Weisheit ausgezeichnet. Mit „alles erinnern“ meine ich selbstverständlich das „Wiedererinnern“ dessen, was in der Natur als existentiell Hervorscheinendes für das Leben zu entdecken und zu lernen ist. Nehme nur eimal den Regen wahr und betrachte, welche Bewegungen das Wasser macht: es fließt zusammen, um sich zu sammeln, es fließt auseinander, um sich zu verteilen. Auf kaltem Boden verdichtet sich das Wasser zu Eis und es löst sich wieder auf und taut, wenn sich der Boden erwärmt. Das Wasser zeigt Dir also die vier Grundbewegungen der Natur: hinzufügen oder wegnehmen und verdichten oder lösen. Und wenn du deine innere Natur betrachtest, kannst du diese Bewegungen auch vor dem inneren Auge sehen. Wie Du weißt, brauchst du nur nach innen schauen und dich umsehen. So entdeckst du innen, was du auch außen wieder entdecken kannst...“

„Was mir erscheint, das kann ich nicht weitersagen. Niemand wird mir das glauben, was ich denkend schaue, weil ich es weder anderen zeigen noch ihnen beweisen kann!“

„Hälst Du das selbst denn für wahr?“

„Ich kann das nicht recht glauben, weil ich nichts davon spüre!“

Intuitiv erfasst der Novize, dass er einen Fehler macht, während sich die Lichtgestalt zunehmend schneller auflöst und der Novize ins Chorgebet zurückkehrt.

Die Glocke läutet zum Ende der Vigil und er erwacht aus seinem Traum einer möglichen Wirklichkeit!

23
Mai
2011

Lethe

 
Wer aus dem Fluss Lethe, ἡΛήθη, das Vergessen, trinkt, vergisst alle seine Erinnerungen und gelangt in die Gegend der Unverbindlichkeiten. Nur unvoreingenommen vermag er für das Wahre offen zu sein. Die Wahrheit ist ein Geschehen, das sich in den Tiefen der Seele ereignet und dem erscheint, der in die Stille seiner Seele einkehrt. Dort nimmt er die Bilder der Seele wahr, und er betrachtet sie, um zu sehen, bei welchen er verweilen will, weil er sie liebt. Das Vertrauen in das, was sie ihm zeigen, ist groß genug, so dass er diesen Inhalten Glauben schenkt. Wem die Gabe des Schöpferischen verliehen ist, dem kann vielleicht eine Idee in der Gestalt eines göttlich lichten Wesens erscheinen und mitteilen, was in Sprache, Musik, Architektur oder Malerei aufgezeichnet werden soll. Manche Menschen wie beispielsweise Bernadette Soubirous aus Nevers an der Loire, Hildegard von Bingen oder auch Franziskus von Assisi haben den Mut, anderen mitzuteilen, was ihnen geschehen ist. Jeder muss für sich allein erkennen, was sich da ereignet, und entscheiden, ob er über den Mut verfügt, das mitzuteilen, was er gesehen oder gehört hat. Sokrates nennt das, was er in sich hört innere Stimme (gr. Δαιμονιον), und er folgt ihr sogar, als sie ihm rät, den Giftbecher zu trinken.

Wann immer Bereitschaft besteht und Ideen gewollt werden, erscheint die innere Stimme je nach Begabung und Fantasie in Gestalt oder gestaltos, um das Erhoffte zu verschenken.
 

22
Mai
2011

Ohne Zweifel wahr


Im Gegensatz zur Richtigkeit lebt Wahrheit vom Glauben. Wahrheit lässt sich also nicht gedanklich herstellen und somit auch nicht logisch beweisen. Wahrheit offenbart sich, um geglaubt zu werden. Wahrheit ist nicht für jene da, welche etwas wissen wollen. Wahrheit braucht Geschichten und keine Definitionen, um aufgenommen werden zu können. Der Wahrheitsgehalt hängt einserseits von seiner Glaubwürdigkeit ab, andererseits von der Glaubenskraft des Gläubigen.

Analog zu den Phasen des Bewusstwerdens, um nachdenken zu können, existieren Phasen des Bewusstwerdens, um glauben zu können:

o Wahrnehmen,
o Betrachten,
o Hoffen,
o Lieben,
o Glauben.

Sinnesreize, die ins Gehirn gelangen, bewegen sich als Impulse durch verschiedene Areale des Großhirns. Visuelle Reize bewegen sich beispielsweise in der Sehrinde des Hinterkopfs. Die Bewertungen werden dem Schläfenlappen zugeführt und dort in Sprache überführt. Die Impulse erfahren gefühlte Bedeutungen. In den tieferen Regionen dieses Hirnlappens werden Wut, Ekel, Glück oder auch Gleichgültigkeit ‚wach’. Das Ziel der Sinnensimpulse sitzt noch ein kleines Stück tiefer in einem Gebilde, das wegen seiner Form Hippocampus („Seepferdchen“) genannt wird. Im Hippocampus werden gleichsam Spreu und Weizen getrennt, indem nur das ausgewählt wird, was wichtig erscheint. Der Hippocampus ist wie ein Regler oder Zensor, der entscheidet, was bewusst werden darf. Zu viel Dopamin führt wahrscheinlicher zu Visionen oder Halluzinationen, zu wenig aber zur Fantasielosigkeit und Entscheidungsunlust.

21
Mai
2011

An den Grenzen des Logos


Das Überschreiten der logischen Grenzen bedeutet, gewohnte Ordnungen zu verlassen und herkömmliche Orientierungsmöglichkeiten aufzugeben. Grenzüberschreitungen sind in der Philosophie mehrfach geschehen. Wie gesagt, Platon vergibt dafür sogar einen Namen, nämlich „idein“ (ιδειν). Diese Idee wird allerdings philosophisch als nicht sehr befriedigend empfunden und so auch nicht weitergeführt. Man akzeptiert zwar bis hin zu Martin Heidegger die Existenz des inneren Lichts, aber begnügt sich damit, dieses als Lohn der Einsicht, der das Denken sogar zu einem Fest werden lässt, zu erfahren.

Aristoteles, der Schüler Platons, versucht einer möglichen Verwirrung durch mythische Irrlichter vorzubeugen, indem er feste Grenzmarken errichtet. Axiome sollen verhindern, festen Boden zu verlieren. Aber ausgerechnet Axiome leben von purer Glaubwürdigkeit. Sie erscheinen so glaubwürdig, dass man sie einfach lieb haben muss. Dass Aristoteles damit die Grenzen jeglicher Vernunft überschreitet, überspielt er mit einer weiteren genialen Installation, der er den Namen „Sein“ gibt.

Aber durch das Sein als Wesen alles Seienden verstrickt er sich noch tiefer in den schönen Schein des Ausserirdischen. Noch zwei Jahrtausend später feiert ihn Martin Heidegger für diese seine künstlerische Leistung. Aber Heidegger hat sehr wohl noch das Geschrei Zarathustras in den Ohren. Das wirkt wie ein Tinnitus und lässt ihn nicht nur nicht in Ruhe, sondern er wird dadurch sogar so stark abgelenkt, dass er auf dem metaphysischen Weg ins Stolpern gerät. Dieser Weg entpuppt sich als Holzweg, der in den Rückgang der Metaphysik in ihren eigenen Grund führt. Das ist nichts Anderes als die philosophisch verbrämte Umschreibung einer Kapitulation.

Ganz anders Immanuel Kant, der sich das tradierte Denken anschaut und dessen Herkunft von vornherein als Gegebenheit a priori betrachtet. Kant ist dabei sehr wohl klar, dass er, die Vernunft kritisierend und in ihre Schranken weisend, die Grenzen des Logos überschreitet, um sich auf die Intuition zu verlassen. Kant zeigt die Grenzen der Vernunft auf und vor allem deren Bezug auf Systeme vor allem Bewusstwerden. Kant bewegt das Sein aus dem Zugriffsbereich der Vernunft in den Bezirk vor aller Erfahrung. Damit schafft er eine Grundlegung der Physik, die über jeden Zweifel erhaben ist.

20
Mai
2011

Was nun, Philosophie?

 
Philosophieren bedeutet vor allem nach der Wahrheit suchen. Dieser Weg ist hier nicht das Ziel. Trotz aller Anstrengungen entzieht sich die Wahrheit einem Denken, das vor allem auf Richtigkeit aus ist. Zwar ermöglicht das Entdecken des Denkens als ιδειν bzw. inneres Wahrnehmen das Schauen des inneren Lichts der höchsten Idee, aber diese Anschauung Platons wird bereits von seinem Schüler Aristoteles als unzeitgemäß abgelehnt. Niemand kommt damals auf den Gedanken, dass es sich um eine Begegnung von Denken und Fühlen handelt. So kann die Vereinigung von Bild-Erleben und Bilder-Leben nicht als Einheit erkannt werden und das Denken als Bilderleben bricht auseinander. Mythos wird zum Gegenstand des Logos. Das Gefühl bleibt dem Denken so fremd, dass es wie etwas betrachtet wird, das Denken stört und nicht etwa regelt. Das Gefühl wird vom Denken ausgeschlossen und der Glaube als das Vertrauen in das Glauben bleibt der Religion vorbehalten.

Erst mit den Neurowissenschaften kommt heutzutage die Vermutung auf, dass das mythische Denken zumindest eine Alternative zum logischen Denken sein könnte. Das logische Denken scheint nicht nur in der Schulmedizin an seine Grenzen zu stoßen.

Wie aber offenbart sich das mythische Denken an den Grenzen des Logos? Vermag herkömmliches Denken diesem Vorschein überhaupt zu genügen? Und würde das Einbeziehen des gefühlten Denkens in das logische Denken überhaupt Sinn machen?

Um solche Fragen beantworten zu können, muss man sich auf das gefühlte Denken überhaupt erst einmal wieder einlassen.
 

19
Mai
2011

Jenseits des Bewusstseinsstromes


 
Aus der Neurowissenschaft ist seit einigen Jahren bekannt, dass das Gehirn über eine bislang arg vernachlässigte, vielleicht auch absichtlich verschleierte Alternative zum Denken verfügt. Und diese besteht tatsächlich im Glauben. Dieser Prozess wird vom Hippocampus initiiert und mit Hilfe fantasievoller Bilder erfahrbar gemacht.  

Wird Denken im ursprünglichen Sinn als Bilderleben erfasst, dann fließt die intuitiv initiierte bildliche Erfahrung mit ein, und es ist nicht verwunderlich, dass sich so mystische Anschauungen spielerisch zufällig gestalten, die sich religiös, künstlerisch und dann schließlich auch philosophisch darstellen lassen.

Das Problem ist jedoch, dass sich das Bilder-Leben nicht so intelligent steuern oder begabt regeln lässt wie das Bild-Erleben.
 
Als Bilderleben fließt die bildliche Erfahrung in das mystische, metaphysische und künstlerische Denken ein. Das vernunftgeregelte Denken bleibt davon unberührt. Das führt dann auch zur  Vernachlässigung des Phänomens der Intuition dergestalt, dass es philosophisch kaum behandelt wird. So kann es unter Umständen geschehen, dass der rechten Hemisphäre eine Leistung zugeschrieben wird, die eigentlich eine wesentliche Funktion der Hippocampi (Hippocampus pro Hemisphäre) darstellt. 

Über diesen Strom der Ideen existieren kaum Beschreibungen. Das ist auch nicht weiter verwunderlich, denn was sich nicht systematisch behandeln und damit auch nicht optimieren lässt, kann auch nicht auf materialistische Interessen stoßen.

18
Mai
2011

Existentielle Wegmarken

 
Axiome markieren wesentliche Punkte des existentiellen Raumes. Es handelt sich gleichsam um vorgegebene Koordinaten. Kein Mensch hat diese Koordinaten gedacht. Sie existieren vor aller Erfahrung des Denkens. Es scheint so, als seien sie von Natur aus dem Gehirn zur Koordination des Denkens gegeben und vielleicht auch zugleich erst mit diesem entstanden. Wie dem auch sei, da jedoch diese Gegebenheiten sehr viel wahrscheinlicher weit vor den Anfängen des Denkens liegen, lässt sich der ihm vorgeordnete Plan der Koordination aller denkbaren Möglichkeiten gedanklich auch nicht mehr erreichen.

Müssen folglich die Bedingungen der Möglichkeit zu denken als gegeben einfach hingenommen werden? Aber welcher Denker findet sich schon mit dem Verzicht einer Antwort auf diese Frage ab? 

Als unermüdliches Fragen und Suchen nach den ersten Ursachen und Gründen werden sich Kunst und Philosphie niemals aufgeben.

In den Religionen der Welt dagegen kommt schon sehr früh die Idee auf, sich gar nicht erst auf das Denken einzulassen, sondern sich von Anfang an auf das Glauben zu verlassen. Nicht wenige Menschen folgen diesem Vorschlag wider alle Vernunft. Vernünftig ist dem auch wohl nicht beizukommen, da sich Glaube und Vernunft wechselseitig auszuschließen scheinen.

17
Mai
2011

§ 11 bis § 25


§ 11 Im Gegensatz zum spielerischen Werden wird Sein durch Verbindlichkeiten geregelt. Solche Verbindlichkeiten werden durch Gesetze, Regeln, Formeln, Begriffe geregelt. Die Kurzform einer Verbindlichkeit (Minimal) ist das Axiom.

§ 12 System ist eine Menge geordneter Elemente oder Momente.

§ 13 Jedes System (Ganze) ist Teil eines Systems (Ganzen). Jedes Etwas ist Teil von Etwas.

§ 14 Etwas geht Etwas voraus. Etwas folgt auf Etwas.

§ 15 Jedes Etwas ist sich selbst gleich.

§ 16 Jedes Etwas ist Etwas ungleich.
§ 17 Ungleiches kann ähnlich, verschieden oder gegensätzlich ein.

§ 18 Alles ist in ständiger Bewegung.

§ 19 Etwas kann sich beschleunigen oder verlangsamen

§ 20 Etwas kann sich vergrößern oder verkleinern.

§ 21 Etwas kann sich auflösen oder verdichten.

§ 22 Etwas erscheint sowohl als Form als auch als Gestalt.

§ 23 Etwas bedarf aller 12 Kategorien, und zwar 8-fach geordnet, um als Etwas definiert zu sein.

§ 24 Aus Mangel an vollständigen Definition entsteht Wirklichkeit als Netz von Illusionen.
Persona bedeutet Maske. Das Ich verbirgt sich hinter der Larve eines Schauspiels.

§ 25 In einer illussionären Welt gilt Schein („Image“) mehr als Sein.


 

16
Mai
2011

§ 4 - § 10


§  4 Die Sprache der Gegenwart ist Schweigen, denn die Zeit reicht nicht, um „ist“ zu sagen. Wissenschaft versucht, das (nicht) „Ist“ mit Funktionen zu umgehen, um dem Werden in Gestalt von Formeln nachzuschauen. Auch Kunst zeigt etwas, das allein für die Fantasie wahr zu nehmen ist.

§  5  Wissenschaft und Kunst sich Formen der Selbst-Unterhaltung. Religion ist die Überzeugung, dass aus Spiel Ernst werden kann. Metaphysik ist die Bühne, auf der Werden inszeniert wird. Die Schauspielkunst besteht aus dem Vermögen, Möglichkeiten wirklich aussehen zu lassen.

§  6  Im Gegensatz zum Denken ist Intuition das gefühlte Spiel eines unverbindlichen Augenblicks. Denken, welches den Bereich des sinnlich Vernehmbaren verlässt, wechselt von Wahrnehmen zum Betrachten (lat. Spekulation) und erfasst die meta ta phyikà, das sind Phänome, welche geistig und nicht mehr sinnlich erfasst werden.

§  7 In der Metaphysik spiegeln (reflektieren) sich Vorgänge der Physik. Folge: Physikalische Phänomene können gedacht werden, bevor sie noch wahr zu nehmen sind.

§  8 Metaphysisches Denken entdeckt die von Natur aus vorgegebenen Gesetze (Naturalgebra) bzw. Prinzipien. Diese Entdeckung vollzieht sich als gefühlte Offenbarungen der Fantasie.

§  9  Die metaphysische Vorstellungskraft schafft aus Chaos Ordnung:
  1. zuordnen <> einordnen (Duplizät der Identiät)
  2. überordnen <> unterordnen (Duplizität der Hierarchie)
  3. vorordnen <> nachordnen (Duplizität des Zeitraumes)
  4. anordnen  <> beiordnen (Duplizität des Systems)
§  10 Träume von Sicherheit gestalten sich vier- bis zwölfdimensional:
  1. Eigenschaften <> Wesen
  2. Ursache <> Wirkung
  3. Grund <> Zweck
  4. Art/ Weise <> Maß
  5. Ort <> Zeit
  6. Umstand  <>  Mittel


15
Mai
2011

§ 3


Während etwas ist, existiert auch Wahrheit. Das Bewusstwerden wird Bewusstsein. Aus Geschehen wird Geschichte, und Ereignen verfängt sich als Ereignis.

Seit 16 Jahren BEGRIFFSKALENDER

Wolfgang F.A. Schmid

Ergänzende Webseiten

 

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Es gelten die Rechtsvorschriften für Webseiten der Universität Flensburg © Texte: Wolfgang F. Schmid (sofern nicht anders ausgewiesen) wfschmid(at)me.com Bilder: Ulrike Schmid (sofern nicht anders ausgewiesen) mail(at)ulrike-schmid.de

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