16
Apr
2011

6


Um alles zu übersehen fliegen Feldlerchen in den Höhen.
Dort wird Großes klein und Wichtigkeiten verwehen.
Im großen Raum des weiten Himmels unentwegtes Singen,
als dürfe ihr Gesang in der Sprachlosigkeit nicht verklingen.

Lerchen wecken das Jahr am ersten Frühlingsmorgen
während Amseln überall für Aufmerksamkeit sorgen.
Selbst die gefangene chinesische Nachtigall fühlt sich befreit
und um zu komponieren Klänge mit Erinnerungen betreut.

15
Apr
2011

5


Als Philosophin der Tiere lebt die Eule bedacht,
sie träumt, denkt nach über Tag und handelt bei Nacht.
Als Weisheit gilt, wenn das Denken vor dem Handeln steht,
wenn ein Gedanke erst reift, bevor er zur Sprache geht.

Aufmerksamkeit beeinflusst alles Bewusstwerden.
Fantasie spiegelt das Ganze wi(e)der in seinen Scherben.
Aus Gewissen der Gefühle das Denken entsteht,
bevor es in vernünftiges Handeln übergeht.

Die Bedeutung der Eule in der Philosophie

14
Apr
2011

4


Der Dompfaff predigt Regeln, sich zu verhalten,
Normen, Werte, Gebote, Verbote, die unser Ich verwalten.
Wenn Du schreibst, willst Du helfende Bilder schenken,
bescheidene kleine Anregungen, um nachzudenken.

Briefe, Nachrichten und Bilder, die nicht positiv stimmen,
wie Wassertropfen im heißen Sand der Wüste verrinnen.
Negative Energien fließen immer wieder zu Dir zurück.
Allein positive Ströme münden in Wegen zum Glück!

13
Apr
2011

3


Der chinesischen Nachtigall herrliche Gesänge
sind Teil der aus Kindheit erinnerten Klänge,
Begleitung durch der frühen Jugend dunkle Zeiten,
die sich zu schönen Räumen der Fantasie weiten.

Sieh, Dein Leben will für Dich wahres Leben sein!
Bedenke, Dein Ich kennt Dein Selbst hinter dem Schein.
Es offenbart sich in des Tages und der Nacht Träumen,
Du brauchst ihm nur Zeit zum Schauen einräumen!

12
Apr
2011

2


Der Buchfink, der zweite im Memo-Alfabet,
schüttelt sich und schaut, was heute geht,
bewegt sich mit rhythmischem Kopfnicken,
Intuitionen neue Gedanken schicken!

Wie Intuition braucht Logik auch Fantasie,
ohne Veranschaulichen gelingen beide nie!
Bildhafte Worte sind Wegführer der Gedanken,
die ohne gefühlte Bilder ernsthaft erkranken.

Denken heißt Bilder-Leben, Gedanke heißt Bild-Erleben,
Worte sind Wegmarken, die den Bildern Sinn ergeben.
Logik formt in Worten und Intuition gestaltet in Bildern,
Form und Gestalt allein als Einheit Seiendes schildern.

11
Apr
2011

0 - 1



0

Folgende Gedichte sind keine gewöhnlichen Gedichte,
sondern ganz besondere neuronalen Gewichte.
Es sind Module, um das Gedächtnis zu optimieren.
Sie sollen alle behalten. Lassen Sie nicht irritieren!

Als Merkbild täglich ein Vogel zum Einprägen,
dann wird neuronale Information gegeben.
Die Abfolge richtet sich nach dem Alphabet.
jeden Tag ein Buchstabe, damit es leichter geht!


1

Die Amsel schimpft schon recht früh am Morgen,
sie hat lange nachgedacht und macht sich Sorgen.
Das Ergebnis ihrer Nachdenklichkeit schließlich war:
sich auf Logik und Intuition zu besinnen, das ist klar!

Versuche, Logik und Intuition so zu erweitern,
dass ein gegenseitiges Annähern gelingt, scheitern.
Ein Gedicht entsteht nicht, weil sich Zeilen reimen
Begriffe werden Intuitionen, wenn sie bildlich erscheinen!

Trotzdem will ich doch einmal sehen was geschieht,
wenn man logische Darstellungen mit Reimen versieht.
Vielleicht verhilft dann doch rhythmisierendes Lesen
zu dem zurück, was doch einmal intuitiv gewesen!


10
Apr
2011

Landschaft 2


Die Logik der Intuition geschieht, je nach Beteiligung von Gefühlen, sehr unterschiedlich. Vermutlich existieren Grenzen. Werden diese überschritten, dann kehrt sich wahrscheinlich das Ganze um. Die Logik der Intuition wird zur Intuition der Logik. Die Intuition entzieht sich eben der üblichen Begrifflichkeit und duldet keine Grenzziehungen wie bei Definitionen. So enzieht sich auch das Phänomen selbst einer Definition, da es sich unter deren Trennschärfe verflüchtigen würde. Nicht von ungefähr unterschieden die frühen Philosophen zwischen Namen und Begriffen. Nicht alles lässt sich nämlich defineren, manches lässt sich eben nur nennen.

Wahrhaft Lebendiges lässt sich begrifflich nicht fassen.
Einer Blume muss man ihren Namen lassen.
Versuche ein Veilchen im Frühling zu definieren,
Du wirst es gänzlich aus den Augen verlieren.

An die Liebe und die Menschen musst Du glauben,
auch wenn Begriffe und Zahlen ihre Seele rauben.
Schlechtes ist keine Widerlegung, dass es Gutes gibt,
so hasst nur jener, welcher  auch einmal sehr geliebt.

Kannst Du angesichts der Dämmerung sehen,
ob Nacht in Tag oder Tag in Nacht übergehen?
Schon in allem Entstehen beginnt bereits Vergehen!
Gefühle lassen sich nicht wie Begriffe verstehen!

Du hast Dir zuletzt Dein schönes Bild vorgestellt,
Neue Töne und Rhythmen verändern nun diese Welt!
Betrachte, was dort und hier mit Dir geschieht:

Landschaft (2)

9
Apr
2011

Landschaft 1


"Logik der Intuition", ein Paradoxon? Nein, denn der scheinbare Widerspruch löst sich auf, sobald beachtet wird, dass das schöpferische Gehirn die "Intuition" der rechten Hemisphäre und die "Logik" der linken Hemisphäre braucht, sobald sie danach strebt, schöpferisch tätig zu werden. Für schöpferische Menschen macht es also Sinn, sich über die Art und Weise rechtshemisphärischen, schöpferischen Vorgehens Gedanken zu machen. Durch solches Nachdenken eröffnet sich nicht nur die Möglichkeit, über das eigene Schaffen mehr Klarheit zu gewinnen. Auf diesem Weg lässt sich vielleicht mancher Stolperstein aus dem Weg räumen, um mit weniger Schwierigkeiten besser und auch schneller vorankommen zu können. Das Problem, das sich jedoch gleich zu Anfang auftut, besteht darin, dass unsere Darstellung auf vertraute Weise linkshemisphärisch geschieht, die rechte Hemisphäre aber natürlicherweise einer allein logischen Sprache gegenüber verschlossen bleibt. Demnach müssen wir uns also zuerst auf die Suche nach einer Sprache machen, welche die rechte Hemisphäre auch tatsächlich von Natur aus spricht. Wir wissen bereits, dass sich die rechte Hemisphäre vorzugsweise künstlerisch äußert. 


Denken geschieht in Wahrheit als Bilderleben,
Gedanken wollen dem Leben Bilder geben.
Um sich gut zu entfalten und klar zu verstehen,
muss es steinige Wege der kleinen Schritte gehen!

Logik ist der alte Name für "Schritt für Schritt“,
die Natur macht große Sprünge gar nicht mit.
In jedem Augenblick bleibt der Weg das Ziel,
kleine Ideen und Einfälle ergeben jedoch viel.

Töne und Klänge verbinden sich sanft zu Melodien,
wecken gar Geheimnisse, welche die Seele mieden.
Intuition ist der alte Name für die Träume der Seele,
Logik hilft ihr, damit sie sich nicht mit ihnen quäle.


Intuition bewegt Gedanken nicht wie die Logik durch Begriffe, sondern durch Wecken von Gefühlen. Die Intuition gestaltet im folgenden Beispiel mit Hilfe von Tönen eine Landschaft zu einer bestimmten Tageszeit bei einem bestimmten Wetter:


Landschaft (1)

8
Apr
2011

Logische Grenzen


Um ein Stimmungsbild wirklich so beschreiben zu können, dass es auch tatsächlich Gefühle zum Ausdruck zu bringen vermag, fehlt es der Logik an gestalterischen Möglichkeiten. Logisch ist es unmöglich, Gefühle zu erzeugen. Die Gesetze der Logik sind die Gitterstäbe jenes Käfigs, in dem der Verstand die Vernunft der Seele gefangen hält. Logik kann Stimmung nicht erzählen, aber trotzdem durch geeignete Wortwahl Emotionen erzeugen:


Logik ist gefühlsarm,
dass es "Gott erbarm!"
Kein einziger Steg
oder geheimer Weg
aus der Seele Stille.

Nirgendwo ein Wille,
"Richtig oder Falsch!" zu lassen,
Form und Formeln zu verlassen!
Logik ist das tödliche Leiden,
alles Lebendige zu meiden.
Logik ist der Jüngste Tag der Seele,
damit das Dunkel dem Licht das Lichte stehle!


Aber Gefühle in Gestalt von Emotionen erzeugen, das ist nun einmal das Gegenteil von Stimmung!

7
Apr
2011

Brief der Intuition an die Logik


Du klingst optimistisch. Aber werden die Leser sich Zeit nehmen, um mir zuzuhören? Ich möchte jetzt Deinem Bewusstsein etwas zeigen. Als Intuition brauche ich natürlich mit meinen Bildern länger als Du mit Deinen Begriffen. Also nehme Dir nachher 2 Minuten Zeit und höre dem zu, was ich Dir jetzt schildere. Mit Tönen male ich für Dich eine Situation. Sehe Dir diese mit Deinen inneren Augen an! Welche Bilder entstehen? Nach einer Minute überführe ich Dein mögliches Bild in ein wirkliches Bild so, dass die Fantasie von Erinnerungen abgelöst wird. Bitte nehme Dir diese zwei Minuten Zeit, damit Fantasie und Erinnerungen für Dich besinnungsvolle Bilder malen können:

Dein Bild

Ich wollte Dir zeigen, dass auch die Intuition während des Bewusstwerdens Bilder gestalten kann, die vielleicht deutlicher als Begriffe sind. Im heutigen Bild hast Du erfahren, wie aus sinnlich vernehmbaren (akustischen) Reizen ein Stimmungsbild werden kann. Bitte beschreibe mir, was aus logischer Sicht ein Stimmungsbild ist.

6
Apr
2011

Brief der Intuition an die Logik


Ich stimme Dir zu: Malerei und Musik sind die Sprachen der Intuition. Aber auch "prosa oratio", die ungebundene Rede und das Formulieren in Versen zählen zu den Sprachen der Intuition. Ansonsten könntest Du Dich für mich auch gar nicht verständlich machen. Prosa ist also die Sprache, die Intuition und Logik ermöglicht, miteinander zu kommunizieren, unter der Voraussetzung natürlich, dass ich Begriffe, die Du nicht malen oder komponieren kannst, weglasse.

Das schöpferische Gehirn schafft übrigens auch, indem es die Logik der linken Hemisphäre mit der Intuition der rechten Hemisphäre synchronisiert. Eine solche Synchronisation lässt sich ohne Schwierigkeiten in anschaulicher Prosa widerspiegeln. Ich zeige Dir einmal wie die Autorin der Innenbilder zum Beispiel beschreibt wie so etwas geht: "...ich habe faszinierende Bilder gesehen. das Gemeinsame war so ausgeprägt. es blieb sogar Zeit es zu betrachten! als hätte eine Person mit abertausend Gesichtern auf Zehenspitzen den Raum betreten. schau Dich um! sieh mich nicht an. mein Gewand dient der Orientierung. diese Hülle kann zu jeder Zeit weg-wehen. ich bin mir bewusst. das scheint märchenhaft." Du kannst im Innenbild 076 sogar ihr Verhalten während ihrer Betrachtung sehen.

Und Deine Komposition erfährt die Autorin so: "per Flugpost war eine Symphonie hergeflogen. sie hörte zu. du hast die Wahl! erfahren mitfahren auf eine Reise gehen / lass die Buchstaben stehen, sie brauchen von dir nichts. die gefühlte Welt in Klänge gegossen. knistern. jubilieren. ein Vogel auf einer Strecke. die Wohnzimmer-Uhr taktet die Stunden. Streicher schmiegen sich in den Fahrtwind. ein Fenster wird weit geöffnet. in der Ferne Gleise Schienen Räder reiben sich auf Metall, schieben die Ferne weiter hinaus. ich fürchte mich nicht mehr vor den fehlenden Bildern. fahre mit. Blitze werden von Donner überrollt. eine Kinderstimme zeigt auf die Licht-Sprünge. kräftige Männerarme lassen den Rhythmus stampfen. der Weg wird länger. Halt nirgendwo. dumpfes Schlagen, knöchernes fest-machen - Wasser Tropfen Blasen fortgewischt will ich im Rausch mich weg-drehen? verhallen. Regentropfen. sanftes Verabschieden. ich habe mich nicht. ich gehe mit dir. eine große Hand hat uns zusammengeführt". Du siehst also, liebste Intuition: Wir sind auf einem guten Weg, uns zu verständigen.

Innenbild 076

5
Apr
2011

Brief der Intuition an die Logik


Da kannst Du lange warten. Und wenn Du lange genug gewartet hast, dann wirst Du weder etwas sehen noch hören können, weil Du das innere Hören und Sehen niemals gelernt hast. Die einzig mögliche Sprache, in der ich Dir schreiben könnte, das wäre die Sprache der Musik.

Also höre meine Komposition in der Stille des Tages und sage mir, was sie Dir erzählt…

Komposition

4
Apr
2011

Die Geschichtenerzählerin


Die Kehre des Denken oder die Wende der Philosophie geschieht vor allem als Abwendung von der Logik und Hinwendung zum Mythos, und zwar als Spiel der Intuitionen. Nach mehr als drei Jahrtausenden wird die Intelligenz durch die Begabung abgelöst. Nicht mehr die akademische Wissenschaft zählt, sondern die intuitive Kunst erzählt. Mythos und Logos werden zu gleichberechtigten Erklärungsmethoden der Welt. Der Mythos versucht, das Werden oder die Natur durch Geschichten, Sagen oder heilige Schriften zu erklären. In frühen Zeiten während der Dämmerung des Geistes werden Götter zur Ursache aller Erscheinungen.

Allerdings nennt bereits Platon solches Treiben eine Schattenwelt und leitet eine Abwendung vom Mythos ein, die dann durch seinen Schüler Aristoteles als Hinwendung zum Logos vollzogen wird. Sokrates und sein Schüler versuchen sich als erste in philosophischen Definitionen. So entstehen aus der Vielzahl mystischer Namen einheitliche Begriffe. Die mythologischen Fragen nach den Gründen und Zwecken göttlichen Wirkens werden über die philosophischen Fragen nach den Eigenschaften des Wesentlichen zu den logischen Fragen nach den Ursachen und Gründen der Natur.

Logik betrachtet die Welt als Ordnung von letztlich mehr oder weniger berechenbaren Systemen, während der Mythos die Welt als mehr oder weniger zufälliges Zusammenspiel von Energien sieht. Die Dialektik zwischen Mythos und Logos ließe sich durchaus kybernetisch beschreiben, wenn zugleich auch eine entsprechende Methode des Denkens bereitgestellt werden könnte. Es gilt allerdings zu bedenken, dass derartige Überlegungen unter tradiertem logischen Aspekt angestellt werden. Unter mythischem Aspekt allerdings existieren nicht einmal Versuche.

Mythische Vorstellungen entspringen allesamt der Intuition. Im Gegensatz zum herkömmlichen Denken in Begriffen ist die Intuition eine Geschichtenerzählerin, also ein Denken in Bildern, die spontan entstehen und zugleich auch bewusst und erzählt werden. Die Intuition liebt einen Rahmen, der dem Zufall das Wort lässt. Jedoch ergeben sich von Anfang an Schwierigkeiten daraus, dass die Intuition nicht so leicht zu haben ist wie das gewöhnliche Denken.
Jemandem nahezubringen, was Mystik ist, erscheint als kaum zu bewältigende Aufgabe, denn die westliche Lebenshaltung geht in Richtung Tätigkeit, Selbstverwirklichung, wirtschaftlicher Erfolg.
Das ganze Leben ist in seiner Tendenz wesentlich auf Diesseitigkeit ausgerichtet. Intuition aber ist nicht planbar. Die einzig angemessene Vorbereitung auf das Empfangen der Intuition ist - so der Mystiker Meister Eckhardt (1260 - 1328) - das vollkommene Loslassen von allen Lebensgewohnheiten und die Ausrichtung nach innen, um das Diesseitige loswerden zu können.

Auf diesem Weg nach innen existieren Abzweigungen, die durchaus immer wieder gefährlich werden können. Aber mögliche Irrwege lassen sich denkbar leicht daran erkennen, dass sie unversehens doch wieder durch logisch ausgerichtete Fragen markiert werden. Spätestens dann, wenn man bemerkt, dass das Denken durch Fragen geregelt und nicht mehr (auf)gespürt wird, lässt sich feststellen, dass man wieder auf einen Abweg geraten ist. Man sollte sich also ständig vergegenwärtigen, dass das mythische Denken gefühlt oder aufgespürt und nicht etwa konstruiert wird. Wenn einem die Fantasie und damit das Gespür für sich selbst offenbarende Bilder verloren geht, dann bewegt man sich bereits auf einem Irrweg. Das von Mystikern gemeinte Loslassen der Vernunft auf dem Weg nach innen in die Tiefen eigenen Seins und Werdens verhilft allererst zur Wahrnehmung intuitiver Bilder.

Intuition erscheint und zeigt sich immer durch eine Geschichte, die sie erzählen will. Sie fordert also die Bereitschaft, sich erst einmal auf den Weg, von dem sie erzählt, einzulassen. Also warten und hören wir jene Geschichte, welche die Intuition erzählen wird.

3
Apr
2011

Denken in Bildern?


Kunst, Philosophie, Mathematik und Naturwissenschaften spielen ständig mit dem Wechsel von Möglichkeit und Wirklichkeit bzw. Theorie und Praxis. Diese Spiel kennt nur Entscheidungen zwischen einem eindeutigen Ja oder einem ebenso klaren Nein. Unser Gehirn kommt deshalb mit diesem Spiel am besten zurecht, weil es zu seinen neuronalen Regeln und Strategien kongruent ist. Mit allen anderen Vorgehensweisen bekommt das Gehirn natürlicherweise Schwierigkeiten.

Unter dem Gesichtspunkt der Hemispären-Synchronisation rücken im Denken als Bilderleben vor allem wieder die Bilder in den Vordergrund. Und wir wissen, dass die Menschen wesentlich in Bildern denken, bevor der Mythos durch den Logos abgelöst wird. Und in den letzten Jahren scheint sich eine Wiederholung der Vorherrschaft abzuzeichnen. So sind es vor allem die Bilder aus Japan, welche die Menschen gegenwärtig zum energiepolitischen Umdenken bewegen. Sie glauben - so Lothar Spät im gestrigen Nachtcafe des SWR3 -  den Bildern mehr als politischen Reden. Dennoch besteht die Gefahr, dass uns manipulierte Bilder zukünftig ganz gehörig zu täuschen vermögen, weil wir das Denken in Bildern nicht beherrschen.

Dass die ursprüngliche Kunst des Lernens - mathematike techne - heutzutage nicht mehr vorrangig bildend wirkt und die Ausbildung maßgeblich prägt, liegt vor allem - so Friedrich Nietzsche - in der Geistesarmut der Pädagogen begründet. Der Didaktik und Methodik ist es nie gelungen, Gedanken wissenschaftlich künstlerisch bzw. logisch ästhetisch zu vermitteln, das ist unterrichtlich nur in Ausnahmen der Fall. Das ging natürlicherweise zu Lasten der rechten Hemisphäre, deren Funktionen ganz erheblich derart beeinträchtigt wurden, dass sie nach und nach ausgefallen sind. So entwickelt sich das Bewusstwerden in der Regel nicht mehr beid-, sondern einseitig. Das hat zur Folge, dass die meisten Menschen Begriffe gebrauchen, ohne dabei die entsprechenden Bilder zu haben. Vielfach sind diese sogar völlig unbekannt und in der Geschichte der Abendländischen Geschichte gleichsam verschollen. Oder haben Sie spontan ein Bild, wenn Sie die Begriffe Philosophie, Mathematik oder Pädagogik hören? Umgekehrt können Bilder das logisch noch so geschulte, aber ästhetisch ungeübte Denken in Ratlosigkeit versetzten. Und wie soll die Grundlegung einer ästhetischen Philosophie (Kurzform: Ästhetik) überhaupt gelingen, wenn diese mit Hilfe des tradierten logischen Denkens versucht wird?

Seit 16 Jahren BEGRIFFSKALENDER

Wolfgang F.A. Schmid

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