2
Sep
2005

Wahrheit als Duftnote

wahrheit-geruch

Menschen, die sich nicht riechen können, sagen sich auch nicht die Wahrheit. Hier gibt es unter Umständen einen natürlichen Widerspruch zwischen Stamm- und Großhirn zu Gunsten der Fortpflanzung, denn Partner, welche gut riechen, haben von uns genetisch verschiedene Immunsysteme, ein Vorteil für die Widerstandsfähigkeit des Nachwuchses.

Die Duftnote bestimmt maßgeblich die sexuelle Attraktivität und damit die Bereitschaft, sich körperlich, seelisch und geistig mitzuteilen. Augen, Ohren, Nase, Haut und Geschmack lassen uns Wahrheit körperlich erfahren.

1
Sep
2005

Wahrheit vom Hören-Sagen

wahrheit-von-hoeren-sagen

Wir halten für wahr, was wir von vertrauten Menschen hören und ihnen sagen. Wir verlassen uns auf das, was wir fühlen während wir uns mitteilen.

Sinn (Wahrnehmung) = Sinn (Bedeutung). Wahrnehmen = Sinn geben.

31
Aug
2005

Wahrheit des Augen-Scheins

wahrnehmen-ist-wahr-nehmen

Wahrheit ereignet sich durch Wahrnehmen. Wir glauben, was wir sehen, hören, riechen, schmecken und tasten. Unser Empfinden versichert uns das so.

Was uns erscheint, das halten wir für wahr. Wir verlassen uns darauf. Wahrnehmen = für wahr nehmen.

30
Aug
2005

Unterrichten lernen V

unterricht-5

Die 3 Prinzipien des Gehirns

Das Gehirn folgt vor allem drei Grundsätzen:
  • Ich bin von Natur aus konservativ. Neuigkeiten sind mir zuwider.
  • Ich bin von Natur träge (faul). Falls ich etwas ändere, dann tue ich das nur unter der Voraussetzung, dass dies mit möglichst geringem Aufwand und möglichst großem Erfolg geschehen kann.
  • Ich bin von Natur aus auf Glück aus. Wenn mich also etwas nicht zufrieden macht, dann interessiert mich das auch nicht.

29
Aug
2005

Unterrichten lernen IV

unterricht-4

Hans muss nachholen, was
Hänschen nicht gelernt hat


Gott sei Dank gilt hier nicht der Spruch: "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr." Weil unser Gehirn nicht nur ein selbst organisierendes Organ ist, sondern auch ein Organ, dass jederzeit in der Lage ist, sich selbst zu verbessern, ist es nie zu spät, das Denken zu lernen. Als selbstreparierendes Organ ist das Gehirn in der Lage, Schäden, die durch Erziehung oder Schule verursacht wurden, zu beseitigen. Allerdings gibt es ein Problem.

Bevor sich das Gehirn darauf einlässt, sich zu verändern, sichert es sich dagegen ab, dass ihm solche Veränderungen nicht erneut zum Nachteil gereichen. Zum Zweck solcher Absicherung existieren bestimmte Hemmungen, die das Gehirn erst einmal abbauen bzw. überwinden muss. Diese Hemmungen lassen sich als neuronale Prinzipien formulieren. Wir wollen diese Prinzipien personifizieren und gleichsam aus der Sicht des Gehirns formulieren.

28
Aug
2005

Unterrichten lernen III

unterricht-3

Im Unterricht wird nicht nachgedacht

Sieht man sich in der Unterrichtspraxis um, dann lässt sich in der Regel tatsächlich beobachten, dass im Unterricht kaum nachgedacht wird. Das, was dort geschieht, stellt sich vereinfacht so dar: Lehrende machen vor und Lernende machen nach. Lernende prägen sich das ein, was sie von Lehrenden gesagt bekommen. Unterricht scheint demnach Gedächtnistraining zu sein. Das Gedächtnis zu trainieren, das ist eine gute Sache, aber dies hat noch nichts mit Erziehung, Bildung oder Information zu tun. Selbst Abschlussprüfungen an Universitäten gleichen eher einer Meisterleistung im Umgang mit eingeprägten Daten als einer Auseinandersetzung mit der Sache. Dementsprechend lassen sich sehr viele Prüfungen einfach dadurch bestehen, dass man die Inhalte auswendig lernt!

27
Aug
2005

Unterrichten lernen II

unterricht-2

Die Unfähigkeit, etwas als etwas Bestimmtes zu definieren, beruht auf einem Mangel an Erfahrung im Umgang mit Definitionen. Wir haben das Definieren in der Schule kaum gelernt. Sie werden gleichsam auf frischer Tat ertappt, wenn Sie jetzt nicht wissen, was Definieren bedeutet. Das Wort "definieren" ist lateinischen Ursprungs und bedeutet auf Deutsch: begreifen. Wir haben folglich während unserer gesamten Schulzeit zu wenig begriffen. Es gibt ein Wort für den Umgang mit Begriffen. Dieses Wort heißt: Denken. Mit anderen Worten: wir haben in der Schule das Denken nicht gelernt. Wie aber wollen wir unterrichten, wenn weder Erziehung bzw. Bildung noch das Informieren ohne Denken vollzogen werden kann?

26
Aug
2005

Unterrichten lernen I

unterricht-1

Unterricht steht im Dienst einer erfolgreichen Verbesserung des Daseins. Im Unterricht geht es also wesentlich um Verhaltensänderung. Unterricht organisiert das erfolgreiche Verändern von Verhalten. "Lernen" ist ein anderes Wort für Verhaltensänderung.

Fragt man nun diejenigen, welche von Berufs wegen mit der Organisation des Lernens zu tun haben, was das denn sei, das sie da betreiben, dann trifft man überraschenderweise oft auf verlegenes Schweigen. Lehrende wissen nicht wirklich, ihre Tätigkeit zu definieren. Fragen Sie sich einmal selbst, was Lernen ist. Wissen Sie die Antwort auf diese Frage? Das Wort Lernen ist nicht das einzige Wort, das Verlegenheit hervorruft. Hätten Sie denn gewusst, was Erziehung oder Bildung bedeutet? Oder können Sie ganz genau erklären, wie das Informieren vor sich geht?

25
Aug
2005

gefühle

gefuehle

sie fließen durch uns hindurch und kennen keine begrenzungen. sie teilen sich mit, wir können es kaum verhindern. warum auch. sie sind das abbild unseres befindens, ein gesamt-abdruck des zustands von körper, seele und geist. wenn sie nicht fließen dürfen, dann versuchen wir zu verstehen. und dann wird es plötzlich sehr schwierig. wenn ein gefühl nicht mehr für sich selbst stehen kann, wenn es erläutert werden muss, zusammenhänge herangezogen werden, die es überhaupt erst nachvollziehbar machen sollen... dann wird die entfernung zu dem geschehen immer größer. kaum noch wahrzunehmen, geschweige denn zu empfinden.

worüber ich schreibe ist nichts geringeres als das vermögen, glücklich sein zu können - nicht als außergewöhnlicher augenblick sondern als grundlegende befindlichkeit. gefühle lassen sich nicht um eine ecke biegen. sie sind direkt und unmittelbar. deshalb begradigen sie auch gekrümmte linien, wenn sie als das genommen werden was sie sind: ausdruck des wesens. das gibt eine antwort. es sagt ja oder nicht, ich will oder nicht. diese sprache ist deutlich und bedarf keiner nachträglichen deutung.

urs

24
Aug
2005

anmerkungen

anmerkungen

ergänzungen, hinzufügungen. nicht das eigentliche, das, worum es geht. ich nutze die gelegenheit, um ein bild abzurunden. da fehlt doch etwas. warum hat das niemand gesehen? spiel der gedanken, meine welt - deine welt. wer sieht was? etwas wesentliches ist zu kurz gekommen. abhanden gekommen?

ich liebe den widerspruch. vielleicht muss ich mir selbst widersprechen, um die lücke ausfindig zu machen. erster versuch. das spiel der gedanken ist ohne zweck, doch es gehorcht strengen regeln. meine welt ist kein luftschloss. deine welt kenne ich nicht. gesehen wurde bisher recht wenig. andeutungen reichen nicht. zweiter versuch. zwischen morgen und abend geschieht das, was wir den tag nennen. zwischen geburt und tod geschieht das, was wir leben nennen. in keinem moment ist er da, der tag. kann ich sagen: jetzt. das jetzt ist leben. wohin also gehe ich? soll ich mit einer frage enden? die anmerkung ist perfekt.

urs

23
Aug
2005

spiel der gedanken

spiel-der-gedanken

jede absicht ist zwecklos. wer spielen möchte, darf sich nur an wenige wichtige regeln halten. los lassen, spielsteine in die hand nehmen, sie durch die finger gleiten lassen, schauen, wie die sonnenstrahlen erste muster erzeugen.

eine kleine versammlung hier, kurzes besinnen an einer weggabelung. hin zu den leuchtenden blüten? ausharren, weitere muster abwarten? den furten folgen, die durch korrosion entstanden? ein kleiner impuls, eine spontane hinwendung. alles ist gleich gewichtig, lädt ein. prickelnde erregung. lust auf verbindungen, verknüpfen, verhakeln, aneinander ketten. festigkeit prüfen, an den enden zurren, sie wieder auseinander nehmen. befreiung. zu viel gegebenes. der horizont beinahe verdeckt. deutungen lösen. nur die steine erneut in die hand nehmen.

kinder spielen dieses spiel. wer zuschaut, lächelt vielleicht. wehmütig? gedanken spielen dieses spiel. zweckfrei wollen sie sein.

urs

22
Aug
2005

meine welt - deine welt

meine-welt-deine-welt

meine welt erschaffe ich mir. jeder ist unablässig damit beschäftigt, die koordinaten seines bezirks neu auszurichten, grundlegend zu überprüfen, vielleicht auch nur zu bestätigen. eine alltägliche, scheinbar unbedeutende situation und die arbeit beginnt. ich schaue in den spiegel und erkenne mich nicht. galt dieses lächeln mir?

meine welt erschaffe ich mir. lasse ich mir dabei helfen? wen ziehe ich zu rate? lass ich mir in die karten schauen? bin ich gar immun gegen anfechtungen aller art? ficht micht nichts an bis zum großen beben, das alle grundmauern erzittern läßt? allein mit mir erfahre ich nicht einmal mich. untertauchend im strudel der unverbindlichkeiten poliere ich lediglich oberflächen.

die natur ist ein spiegel, der keiner politur bedarf. meine augen brauchen pflege. deine augen brauchen - mich.

urs

21
Aug
2005

wer sieht was?

symbole2

eine linie überbrückt zwischenräume. sie sind nicht auszumachen. doch sie sind anwesend. die brücke verweist, zieht sie hervor, hält sie mir hin. ich kann sie spüren. benennen ist nicht möglich. einfaches behauptet wesentliches. einfaches behauptet sich.

sprache verführt. das benannte habe ich im griff. ich kann es jeder zeit hervorziehen. wie eine marke. fast ein beweis für die existenz. das gemeinte bildet sich ab. verführung durch vereinfachung.

urs

20
Aug
2005

Symbole

symbole

Die ordnenden und gestaltenden Kräfte sind die Kräfte der Natur. Weil sie naturgegeben sind, werden sie allem, was existiert, mitgegeben, sobald es entsteht. Dem Menschen sind sie vor aller Erfahrung (a priori) gegeben. Damit er diese Kräfte ins Bewusstsein zu heben und zu denken vermag, bedarf die rechte Hemisphäre geeigneter Bilder. Das dürfen keine erfahrungsbezogenen Bilder sein.

Bilder, die das leisten, heißen Symbole. Symbole sind Zeichen, die auf mögliche oder wirkliche Ereignisse oder Vorgänge verweisen.

Als Wissenschaft von den natürlichen Prozessen a priori nutzt die Kybernetik (Brücke zwischen Kunst und Mathematik) deshalb Symbole.

Seit 16 Jahren BEGRIFFSKALENDER

Wolfgang F.A. Schmid

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