11
Okt
2013

Glaubwürdigkeit

Das Geheimnis der Natur offenbart sich allein dem Glauben. Wer Wissenschaften nicht durch den Vorhof der Intuition betritt, versteht nicht, was sich ihm zeigt. Unter genialen Wissenschaftlern hat sich längst herumgesprochen, dass Wissenschaft unter der Optik der Kunst gesehen werden muss, die Kunst aber unter der Optik des Lebens.

 Der Atem des Geistes braucht die unvoreingenommene Reinheit einer freien Seele, wenn er nicht an dem ersticken will, was er schafft. Tatsächlich leidet er oft unter dem schlechten Textgeruch, sobald Neunmalkluge ihren Mund aufmachen. Kaum jemand will verstehen, wie empfindlich Sprache ist. Texte brauchen viel Zeit und Geduld, um gute Gedanken tragen und übertragen zu können.

 Die Wege seiner Insel verlaufen durch viele Gedankenfelder, die er im Verlauf seines Lebens anbaute. Nun hat er neues Land erworben, da er weiterhin gute Früchte ernten will. Und ein wenig stolz ist er auf den Kräutergarten mit seinen vorwiegend wilden Heilpflanzen.

 Es sind Tagträume, die zu solchen Bildern verführen. Jetzt aber ist es Zeit, Ablenkungen Einhalt zu gebieten, um sich erneut Wesentlichem zuzuwenden. Er möchte die Einladung nicht versäumen, die ihm die Intuition geschenkt hat. Sinn und Zweck dieser Einladung ist die längst überfällige Auseinandersetzung mit der Utopie.

 


Nachbesinnung

Glaubwürdigkeit

Das Geheimnis der Natur - es lässt sich nur erfahren, denn es offenbart sich allein dem Glauben. Dass da ein Geheimnis ist, erfährt nur, wer sich auf die Intuition einlässt - ohne wenn und aber. Sich der Wissenschaft nähern, ohne der Intuition zu folgen, vernebelt Erkenntnis zu nicht Verstehen. Geniale Wissenschaftler erfahren das. Wissenschaft muss unter der Optik der Kunst, Kunst unter der des Lebens betrachtet werden. Nur eine unvoreingenommene reine Seele gibt dem Geist den zum atmen lebensnotwendigen Raum. Wie quälend ist es zu erleben, wie ein übler Textgeruch sich ausbreitet, wenn eitle Überschlaue die Sprache leichtfertig strapazieren. Wie empfindlich die Sprache ist, das kann nur erahnen, wer sich Tag für Tag mit ihr ausspricht. Das verlangt Geduld und Disziplin und immer wieder die Erneuerung des Zuspruchs des Erfahrenen. Der Verstand des Geistes hat Zeit seines Lebens viele Gedankenfelder angelegt, die die Wege seiner Insel gestalten. Nun beginnt etwas Neues. Er hat neues Land erworben. Er will weiterhin erfahren, wie gute Früchte wachsen. Sein Kräutergarten kommt ihm in den Sinn mit den vielen wilden Heilpflanzen. Schön ist das. Er ist sogar etwas stolz auf diese Entwicklung. Allerdings sind dies Tagträume, geeignet ein wenig spazieren zu gehen und nachzuschauen, ob nicht etwas freundlich grüßt. Er ermahnt sich, zurückzukehren zu der Einladung, die ihm von der Intuition überbracht wurde. Das Wesentliche fordert ihn zurück. Er versteht. Sinn und Zweck dieser Einladung ist die Auseinandersetzung mit der Utopie, die er bisher schuldig geblieben ist.
 
(urs)

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Wolfgang F.A. Schmid

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