Bescheidenheit
Die Sicherheit einer mathematischen Definition lässt sich nicht auf philosophische Bestimmungen übertragen. Wie die Mathematik so hat es die Philosophie zwar ebenfalls mit dem alle Sinne übersteigenden Wesentlichen zu tun, aber eine philosophische Aussage lässt sich nicht durch Berechnung beweisen. Also sucht Aristoteles nach einer streng analogen Genauigkeit. Aristoteles entdeckt die Axiome als von sich her einsichtige Grundsätze, die keines Beweises mehr bedürfen. Das bekannteste Axiom ist wahrscheinlich der Satz der Identität "a = a". Wissen liegt dann vor, wenn ein Satz vollständig durch Axiome abgesichert wird. Wissen trifft allerdings nur innerhalb des Systems zu, auf dessen Grundlage es beruht. Der Inhalt einer mathematischen Aussage beispielsweise trifft nicht auch philosophisch zu. So existiert ein geometrisch definierter Kreis in Wahrheit für die Philosophie nicht. Kreise existieren in Wahrheit nicht wirklich, sondern allein als geometrische Vorstellung.
r. n. 9
r. n. 9
wfschmid - 20. Juli, 02:00
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