Zweierlei Maß
Im Alltag des Menschen überwiegt die Vernunft. Der Beitrag des Verstandes wird auf nur 1% geschätzt. Der bevorzugte Gebrauch der Vernunft wird durch den philosophischen Namen des Menschen "vernunftbegabtes Lebewesen" zum Ausdruck gebracht. Menschliches Verhalten beruht also vornehmlich auf Emotionen, Meinungen, Vermutungen und Annahmen des Glaubens. Logik und Intelligenz des Verstandes spielen kaum eine Rolle. Der vorherrschende Eindruck logischen Verhaltens beruht auf der Eigenschaft der Vernunft, erfolgreichen Erfahrungen bzw. bewährten Gewohnheiten oder Konzepten zu folgen. Dass Unterricht üblicherweise mit Wiederholung beginnt, erscheint zwar aufgrund gängiger Erfahrung folgerichtig, ist aber nicht logisch. Da wir nur aus Fehlern lernen können, drängt sich Experimentieren als intelligenter Beginn des Unterrichts auf, denn wir ändern unser Verhalten frühestens, wenn uns Fehler unterlaufen. Grundsätzlich beteiligt sich der Verstand nicht, solange Verhalten auf verfügbaren Mustern wie das Telefonieren beruht. Während die Vernunft Gewohnheiten oder Anleitungen folgt, meldet sich der Verstand erst, wenn es um Neues geht. Vieles wird für intelligent gehalten, was in Wahrheit nur gut gemeint ist. Vernünftige Ergebnisse werden in der Regel nach Geschmack beurteilt, intelligente Ergebnisse aufgrund von Einsicht.
r.n. 5
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wfschmid - 16. Juli, 03:00
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