Verlust des Paradieses
Der Mythos schildert die Dämmerung der Vernunft als Vertreibung aus dem Paradies. Das Paradies wird in der Mythologie als Harmonie oder Einheit von Körper, Seele und Geist überliefert. Der Mensch erlebt Gott intinktiv. Durch die Entdeckung des Werkzeugs beginnt der Geist, sich der Seele und des Körpers zu bemächtigen. Aber indem der Verstand mit der ursprünglichen Harmonie bricht, verliert er die Nähe zu Gott. Gott ‘bestraft’ ihn, indem er den Blick des Menschen verdreht. Dessen Augen tasten von nun alles daraufhin ab, ob es als Mittel zum Zweck taugt. Nicht mehr die Liebe, sondern der Trieb regelt von nun an das Wahrnehmen. Die Wahrnehmung des Verstandes aber lässt den Menschen sich selbst und den anderen vor allem als Mittel zum Zweck der Fortpflanzung erkennen. Weil der Menschen nicht mehr mit seinem Herzen sieht, erkennt er erst, dass er nackt ist.
wfschmid - 9. Juli, 03:00
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