Vision des Aufstiegs
Der Weg steigt steil an. Er führt zu einer weit angelegten Festung hinauf, die zur Zeit ihrer Errichtung allen Feinden standgehalten hätte. Die hohen Mauern der Festung sind von einem abgrundtiefen Wassergraben umgeben. Das wichtigste Gebäude liegt in einem weit ausladenden Park innerhalb dieser Festung. In diesem Park stehen all jene Bäume, welche der neunjährige Junge am liebsten mag. Es sind wunderschön blühende Obstbäume, mit alten hohen Kastanienbäumen dazwischen. Blumen finden sich anfangs nur im großen Blumengarten hinter dem Gebäude.
Die Festung kann nur über eine Hängebrücke erreicht werden. Diese endet vor einem großen schmiedeeisernen Tor, das in der Regel verschlossen ist. Es scheint allein an Jesus zu liegen, ob sich dieses Tor lautlos, von allein öffnet. Friedrich macht sehr schnell die Erfahrung, dass der Zugang zum Park versperrt bleibt, wenn er tagsüber nicht brav war. Dann erscheint ihm nicht einmal die Lichtgestalt im weißen Gewand, die ihn sonst immer erwartete. Diese Gestalt hat dem kleinen Jungen niemals ihren Namen genannt. Friedrich weiß ohnehin, um wen es sich handelt.
wfschmid - 13. Juni, 04:30
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