Die einzige Grundlage der Erziehung
Die einzig denkbare Grundlage der Erziehung ist die Selbsterziehung des vernunftbegabten Lebewesens in einer für ihn vorbildhaften Umgebung. Selbsterziehung vollzieht sich als Nachahmen selbst gewählter Vorbilder. Diese Nachahmung ereignet sich als Folge von Versuch und Irrtum in der Regel in einer durch Vorbilder beeinflussten fantastischen Traumwelt.
Denken in fantastischen Bildern ist ein angeborenes Verhaltensmuster. Das Kleinkind wird in eine Welt voller Rauschen hineingeboren. Allmählich treten für das Kleinkind aus dem Rauschen Geräusche hervor. Mit zunehmender Trennschärfe werden aus diesen Geräuschen beispielsweise Summen, Brummen und dann Stimmen. Es kristallisieren sich Laute bzw. Töne heraus. Es lernt durch zeitliche Nähe mit anderen sinnlichen Ereignissen, dass gewisse Laute und Töne bestimmte Bedeutungen haben.
Das kleine Gehirn entwickelt nach der Geburt wie bereits vorgeburtlich gelernt von Anfang an neuronale Verbindungen durch Erfassen von Zusammenhängen. Es erfährt wohltuende Klänge, angenehme Stille, aber auch erschreckenden Lärm. Für viele dieser akustischen Ereignisse ergeben sich zunächst keine Zusammenhänge. Also beginnt das Gehirn zu suchen. Das Suchen und Entdecken von Zusammenhängen ist bereits eine frühe Form des Denkens.
wfschmid - 3. April, 04:00
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