Weg nach innen
Was der kleine Friedrich erlebt, ist ein wunderbarer Schutz, den ihm seine verletzliche Seele schenkt. Die Fantasie gestaltet Bewusstsein nach dem Bedürfnis der Vernunft. Vergleichsweise sehr ähnlich eröffnet sie auch den Weg nach innen. Aber dieser Weg bleibt gesperrt, solange das Ich nur daran interessiert ist, etwas über sich selbst zu erfahren. Dieser Weg kann vom Ich nur begangen werden, wenn es dabei sich selbst in Ruhe lässt. Nur das vom Ich gereinigte Selbst offenbart den Weg nach innen. Das Ich muss sich selbst vollkommen loslassen, wenn es wesentlich erfahren will. Das ist schwierig. Aber Friedrich hat damit keine Probleme, weil er sich völlig offen dem Spiel seiner Fantasie zeigt und unvoreingenommen mitspielt. Auf diese Weise entdeckt er das Geheimnis des inneren Weges.
wfschmid - 20. Juni, 03:00
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