"Ästhetische Erziehung des Menschen"
In seinen Briefen über die ästhetische Erziehung beschreibt Friedrich Schiller das natürliche Unvermögen der Philosophie, sich jener Wahrheit, welche sich in der Kunst offenbart, zu nähern, denn der Philosoph muss sie seiner Ansicht nach, in ein ungeeignetes Regelwerk zwängen und "ihren schönen Körper in Begriffe zerfleischen und in einem dürftigen Wortgerippe ihren lebendigen Geist aufbewahren". Und Schiller fragt im ersten Brief: "Ist es ein Wunder, wenn sich das natürliche Gefühl in einem solchen Abbild nicht wiederfindet und die Wahrheit in dem Berichte des Analysten als ein Paradoxon erscheint?" Schiller sieht sehr wohl auch in seinen Betrachtungen die Gefahr, dass sich die Dinge bei Annäherung an den Verstand den Sinnen entrücken. So beruht für ihn auch das Wesen der Schönheit im Geheimnis. Er betont deshalb am Ende des selben Briefes: "Die ganze Magie derselben beruht auf ihrem Geheimnis und mit dem notwenigen Bund ihrer Elemente ist auch ihr Wesen aufgehoben."
Die philosophische Betrachtung schaut die Schönheit eines Blumenstrausses und versucht deren Wesen gleichsam zu ergründen, in dem sie sich einzelne Blumen vornimmt.
Die philosophische Betrachtung schaut die Schönheit eines Blumenstrausses und versucht deren Wesen gleichsam zu ergründen, in dem sie sich einzelne Blumen vornimmt.
wfschmid - 28. Mai, 04:00
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