Nähe von Philosophie und Pädagogik
An der Struktur eines philosophischen Gedankens lässt sich leicht dessen Nähe zur Struktur der Bewusstseinsorganisation ablesen. Philosophieren geschieht ja gleichsam als Spiegelung des Bewusstwerdens auf der neuronalen Ebene des Begreifens. Das, was wir als Arbeit des Verstandes erfahren, vollzieht sich als mehrfache Spiegelung. Wahrnehmen spiegelt sich als Betrachten (1. Spiegelung), und Wahrnehmen als Betrachten spiegelt sich wiederum als Begreifen (2. Spiegelung). Und sobald philosophiert wird, spiegelt sich Begreifen nochmals als betrachtendes Begreifen (3. Spiegelung). Philosophieren ist folglich ein fortschreitendes nach innen sehen. Der Philosoph denkt, indem er in sich hineinsieht und sieht, was geschieht. Wesentliche philosophische Erkenntnisse beruhen auf geschauten Innenspiegelungen.
Da dem Pädagogen daran liegt, das Handeln organisierende Denken des Menschen zu fördern, muss er das, was für ihn pädagogisches Arbeiten bedeutet, philosophisch erkunden.
Dieses Vorgehen beschrieb der Philosoph Sokrates, der sich zugleich als Pädagoge verstand, als Mäeutik, die Kunst der Befreiung des Menschen zu sich selbst. Sokrates vergleicht das Bild der Mäeutik bzw. Hebammenkunst mit der Tätigkeit seiner Mutter, die den Beruf einer Ärztin und Hebamme ausübte.
Da dem Pädagogen daran liegt, das Handeln organisierende Denken des Menschen zu fördern, muss er das, was für ihn pädagogisches Arbeiten bedeutet, philosophisch erkunden.
Dieses Vorgehen beschrieb der Philosoph Sokrates, der sich zugleich als Pädagoge verstand, als Mäeutik, die Kunst der Befreiung des Menschen zu sich selbst. Sokrates vergleicht das Bild der Mäeutik bzw. Hebammenkunst mit der Tätigkeit seiner Mutter, die den Beruf einer Ärztin und Hebamme ausübte.
wfschmid - 24. Mai, 03:00
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