8
Jul
2011

PS "postscriptum" = Nachtrag zu pädagogischen Begriffen

 
„Postscriptum“ ist als System pädagogischer Begriffe ein Netz von Mindmaps. Jede Mindmap repräsentiert einen Begriff, dessen 2 Konstituenten als Zweige dargestellt werden. Das Ende jeden Zweiges ("Knospe") erzeugt als Begriff eine weitere Mindmap.

Ein Begriff ist erst dann und nur dann zulässig, wenn er nach den o.a. Regeln mit einem komplementären Begriff verbunden ist.

postsciptum

Bei den Knospen kann es sich um "Schlafende" Augen handeln.

"Schlafende Augen", das ist ein Begriff aus der Biologie. Knospen, die sich nicht entwickeln, nennt man Schlafende Augen oder Ruhende Knospen.

Schlafende Augen sind viele Jahre nicht aktiv und nur als kleine Höcker an den Trieben erkennbar. Sie stellen gewissermaßen eine Art "Unfallversicherung" der Pflanzen dar, denn sie werden etwa nach Verletzungen aktiv und ermöglichen der Pflanze das Überleben nach katastrophalen Ereignissen wie einem Blitzschlag oder starken Veränderungen der Umweltbedingungen. Das Vorhandensein zahlreicher dieser Schlafenden Augen bedingt außerdem, dass sich manche Sträucher oder Bäume, aber auch z.B. Rosen gut zurecht schneiden oder zu Hecken formen lassen.

Beim Menschen sind die Schlafenden Augen die Augen des Geistes. Sie öffnen sich zumeist erst, wenn widrige Umstände oder gar Notsituationen uns an die Grenzen unserer Existenz treiben. Bei großem Leid oder Katastrophen wachsen Menschen oft über sich hinaus und mobilisieren ungeahnte Kräfte.

Aber bei vielen Menschen sind die Inneren Augen nicht geschlossen, sondern weit geöffnet. Und im Traum öffnen sich die Schlafenden Augen bei fast allen Menschen, um das Innere Sehen nicht zu verlernen.

Bei allen Kindern im Vorschulalter aber sind die Inneren Augen noch offen und lassen sie eine Spielwelt sehen, in der sie sich daheim fühlen können. Erst im Verlauf der ersten Schuljahre schließen sich bei vielen die Inneren Augen, weil sie durch langweiligen Unterricht und übertriebenes Fernsehen nicht mehr gefordert werden. Das Studium an einer Universität sollte nichts anderes als das Bemühen sein, die Inneren Augen des Geistes wieder zu öffnen.

Studierende aus dem Schlaf der Vernunft zu wecken, das ist die vornehmliche Aufgabe von Lehrenden an einer Universität oder Kunsthochschule.

Wahre Wissenschaft ist wie die Kunst ein spannendes Abenteuer des Geistes. Wer das Studium nicht als Entdeckungsreise erfährt, sollte sich schleunigst nach Lehrenden erkundigen, die geeignet sind, so etwas in Gang zu setzen. Sie gibt es an jeder Hochschule, wenn auch nicht unbedingt gerade im eigenen Fach.

Wer seine Schlafenden Augen öffnen will, fängt vielleicht am besten damit an, sie überhaupt erst einmal wahrzunehmen und zu betrachten. Das Innere Auge des Geistes ist ein sehr empfindliches neuronales Hypersystem des Menschen, gebildet aus neuronalen Knoten, sprachlich vermittelt durch sowohl wissenschaftliche als auch künstlerische Begriffe.

Die Inneren Augen der einzelnen Menschen befinden sich in sehr unterschiedlichen Zuständen. Das Spektrum reicht von einfachen Strukturen, die nur zwischen schwarz und weiß unterscheiden können, bis hin zu den kompliziert ausgebildeten Inneren Augen des schöpferischen Menschen, die sehr geringfügige Abweichungen von Denkformen, Farben und Helligkeit innerer Bilder und deren sprachlichen Ausdrucksmöglichkeiten erkennen.

Der eigentliche Sehvorgang läuft ab als Austausch von Informationen zwischen linker und rechter Hemisphäre (Interhemisphärische Kommunikation). Die Inneren Augen haben wie die äußeren Augen die Aufgabe, innere Wahrnehmungen zu sehr differenzierten Mustern von Nervenimpulsen auszugestalten.

knospe



Ergänzung in Wikipedia (Beispiel: Schlafende Rosenknospen):
Schlafende Rosenknospen

Sobald sich "Schlafende Augen" öffnen, erzeugen sie mehr als 2 Triebe (Komplemente)

Links zu Schlafenden Augen
 

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Wolfgang F.A. Schmid

Ergänzende Webseiten

 

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