18
Jun
2011

Wenn die Fantasie knobelt



Wenn sich ein kleines Wesen auf den Denkweg macht, dann entdeckt es schnell, dass das ein Abenteuer ist. Weil es noch nichts begriffen hat, begreift es spontan, dass es sich durch ein Gestrüpp des Nichts wird kämpfen müssen.
In der Fülle von Möglichkeiten sucht es nach Worten, die es fühlen kann und die ihm deshalb etwas zu verstehen schenken.
Das kleine Wesen gelangt aus seiner Spielwelt in das Nichts. Es bringt die Erfahrung mit, dass sich mit Hilfe der Fantasie leicht aus Nichts wunschgemäß etwas schaffen lässt. So denkt es sich erst einmal einen Weg aus. Dieser wird es in eine neue Spielwelt führen. Das wird eine Welt sein, die es ganz allein für sich haben wird.

Das kleine Wesen denkt nicht darüber nach, wer oder was seine Fantasie dazu animieren wird, es in diese Welt zu führen. Die Fantasie ist gnädig mit dem Kleinen. Um ihn aus den Unbilden seiner existentiellen Niederungen zu befreien, bringt die Fantasie den Kleinen auf einen Weg, der in eine Bergwelt führt. Weit genug weg von zu Hause endet dieser Weg plötzlich hoch oben vor einer Felsschlucht. Auf der gegenüber liegenden Seite liegt ein großes Felsplateau, auf dem ein Engel steht und das kleine Wesen erwartet. Durch Zeichen gibt das geistige Wesen zu verstehen , doch zu ihm herüber zu kommen. Also wird eine Brücke über den Abgrund gebaut und gleichzeitig eine hohe Mauer um das Felsplateau. Zur Sicherheit wird der Weg über die Brücke durch ein großes schönes schmiedeeisernes Tor verschlossen. Aber der Kleine darf die Brücke überqueren und wird von dem engelartigen Wesen auf der anderen Seite sehr freundlich mit einem Lächeln begrüßt. Ohne Worte gibt es dem Kleinen zu verstehen, dass ihm jetzt alles gehört und er sich alles so gestalten darf wie er möchte. Nordöstlich steigt die Ebene an. Auf dem Hang liegt eine Siedlung mit einer Art Einfamilienhäusern. Das kleine Wesen weiß sofort, dass dort die Toten wohnen, und es ist ihm auch sofort klar, dass es den Verstorbenen jederzeit begegnen kann. Weil die Toten keine Entfernungen oder Zeit kennen, entsteht eine Begegnung augenblicklich. Das wird dem Kleinen blitzartig klar, als er plötzlich von seinem verstorbenen Großvater herzlich begrüßt wird. Und ihm wird auch klar, dass Vorstellungen genügen, um die Toten herbeizurufen.

Noch während sein Großvater ihn begrüßt fällt der Kleine in einen tiefen Schlaf.

Während des Tages denkt er an seine soeben entdeckte innere Welt und findet Spass daran, begonnene Bauten weiter zu entwickeln.

Seit 16 Jahren BEGRIFFSKALENDER

Wolfgang F.A. Schmid

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