18
Okt
2006

Die eine und die andere Seite

zwei-seiten

Wo bleibt der Begriff? Es ist doch schließlich ein Begriffskalender! Geduld. Ich werde ihn entwickeln oder besser auswickeln. Da ist er in einer noch ursprünglichen Weise. Über den Weg bis hierher ließen sich mit Leichtigkeit Seiten füllen. Und ich bin beim Thema - nicht bei einem Begriff! Das wäre eine plumpe Verführung zum Abschalten. Wenn ich dagegen Sie verführe weiter zu lesen, dann habe ich erreicht, was ich anstrebe. Verständigung. Über Grenzen hinweg.

Grenzen, das sind zunächst einmal Reviere. Es ist hinreichend bekannt, dass das Revierverhalten ein grundlegendes Bedürfnis nach Sicherheit ist. Das gilt es im Auge zu behalten, um nicht unsinnige Forderungen aufzustellen. Doch es ist eine ziemliche lange Strecke von einer solchen wörtlichen Anerkennung eines Bedürfnisses bis zum verbindenden Verhalten. Das dann auch Verbindlichkeiten möglich macht.

Streckenbeschreibung:

1. Einsicht in die Notwendigkeit. Behauptung: Wahrscheinlich würde es kaum noch Kriege geben, wenn Schule = Lebensschulung sein könnte. Das beinhaltet eine Aufklärung über grundlegende Bedürfnisse und ihre angemessene Befriedigung. Aufklärung meint vor allem Erleben, also Tun. Wer erfolgreich handeln kann, verspürt wenig Lust, andere bei demselben Ziel zu stören. Im Gegenteil. Er erkennt, wie viel besser es ist, zusammen erfolgreich etwas wirklich werden zu lassen.

2. Fremde Reviere kennenlernen. Ist die Einsicht vorhanden, dann wird schnell deutlich, dass es sehr viel zu lernen gibt. Projekte misslingen, weil die mit bester Absicht und fantastischen Ideen begonnene Zusammenarbeit scheitert, wenn ich die Sprache des anderen nicht beherrsche, nicht verstehe, warum er gerade jetzt dies oder jenes tut, nicht weiss, wie ich es herausfinden kann, nicht gelernt habe, Konflikte zusammen zu lösen.

3. Das Gelernte weitergeben. Wenn ich erfahre, wie Wege kürzer werden, dann kann ich schlecht zusehen, wie andere weiterhin die beschwerlichen Umwege nehmen. Sie sagen vielleicht: 'So ist das eben!' Oder: 'Damit muss ich mich abfinden!' Möglich, dass manche nicht erreichbar sind. Wahrscheinlich ist auch, dass sie in diesem Augenblick ganz andere Unterstützungen brauchen. Alles hat seine Zeit und jeder Mensch lernt dann, wenn es für ihn richtig oder notwendig ist. Trotzdem: Verstummen sollte deshalb niemand. Die einzelnen Reviere sind zu eng und der Boden wird unfruchtbar, wenn immer dasselbe angebaut wird.
(urs)

Seit 16 Jahren BEGRIFFSKALENDER

Wolfgang F.A. Schmid

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